11. Januar 2012
Modeschmuck ist heute längst kein Tabuthema mehr. War es zu früheren Zeiten bloß als preiswerte Imitation von echtem Schmuck gedacht, darf man ihm heute ruhig ansehen, dass es sich um Modeschmuck handelt.
So beispielsweise spielen mittlerweile Swarovski-Steine, die als Glassteine mit besonderem Schliff ursprünglich für all jene gedacht waren, die sich keine Diamanten leisten können, modisch in der ersten Liga mit. Auch kann es Vorteil haben, Silber durch hochwertigen Chirurgenstahl zu ersetzen - er ist auch für Allergiker geeignet und läuft im Gegenteil zu Silber nicht an. Schwierig ist nach wie vor falsches Gold, da sich die Farbe bei billigen Ringen, Kette oder Uhren schnell abreibt.
Besser ist hier vergoldetes Silber, welches preiswert, aber dennoch edel ist. Auch Zuchtperlen können sich sehen lassen, während Kunststoffperlen doch eher etwas für sehr junge Mädchen sind.
Diese Regel lässt sich verallgemeinern: Je schriller und künstlicher der Schmuck, desto jünger sollte die Trägerin sein. Wo der neonfarbene, klobige Plastikarmreif bei der Dreizehnjährigen cool und modisch wirkt, ist er am Handgelenk ihrer Mutter fehl am Platz.
Auch im Business sollte mit schrillem Modeschmuck Zurückhaltung geübt werden. Hier bieten sich eher Armbänder mit sogenannten Charms, also kleinen edlen Anhängern, an, die zwar durchaus in die Kategorie Modeschmuck fallen, aber dennoch von hochwertigen Herstellern und renommierten Designern zu haben sind.
Zu romantischen, weiblichen Frauen - oder besonderen Anlässen wie Hochzeiten oder dem Valentinstagsdinner - eignet sich Modeschmuck, der in Stil der Jahrhundertwende angefertigt wurde, also tropfenförmige Chandeliers, Gemmen und so fort. Diese sind an den Schmuckständern von Geschäften, die sich auf junge Mode spezialisiert haben, für wenige Euros erhältlich. Besonders schön und stilecht sind sie, wenn sie mit einem Antik-Finish versehen sind, also beispielsweise aus geschwärztem Silber oder in Alt-Messing-Optik.
Zusammenfassend gilt eigentlich nur noch eine Regel in Bezug auf Modeschmuck: Je älter die Trägerin und je edler der Anlass, desto echter sollte der Schmuck sein. Lieber nur ein einziges echtes Stück tragen, als sich mit Modeschmuck zu behängen wie ein Tannenbaum. Junge Mädchen hingegen können nach Herzenslust experimentieren, und auch bei der Durchschnittsfrau im Alltag spricht nichts gegen Modeschmuck, wenn er mit Verstand ausgesucht und kombiniert ist.
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