Wie lange sind Kosmetika haltbar und wie nehme ich Einfluss darauf?

Wissenwertes zum Mindesthaltbarkeitsdatum, der Reinigung und der Aufbewahrung von Kosmetikprodukten

Irgendwann findet man sie in der hintersten Ecke des Badezimmerschrankes - die Kosmetiküberbleibsel des letzten Jahres. Lassen sich die heiß begehrten Beautyprodukte der letzten Saison wiederbeleben, oder gehören sie endgültig in den Mülleimer? Häufig werden Artikel entsorgt, obwohl diese noch verwendbar sind. Hinweise auf die Haltbarkeit geben nicht nur Angaben auf der Verpackung, sondern auch Konsistenz, Geruch oder Farbe. Wer schön sein will, richtet sein Augenmerk auf die Sauberkeit und Lagerung seiner Pflegeprodukte. Mit professionellen Tipps und ein paar Handgriffen ist das ganz leicht und zeitintensiv ist die Prozedur auch nicht.

Blaue Badefläschchen mit blauen Lilien und grünem Stiel dahinter

Ein paar Monate schlummerte der Lippenstift der Farbe Taupe vergessen in der hinteren Ecke des Kosmetikschränkchens. Jetzt soll die ehemalige Trendfarbe ein Revival erleben. Doch die einstmalig cremige Konsistenz hat sich in eine stückige und unangenehm riechende Beschaffenheit verwandelt. Das endgültige Aus für den Lippenstift?

Kosmetika halten nicht für die Ewigkeit, denn sie enthalten Inhaltsstoffe, die mit der Zeit verderben können. Die Kosmetik-Verordnung schreibt eine Mindesthaltbarkeit von 30 Monaten für ungeöffnete Produkte vor. Wenn die Kosmetika schon vorher unbrauchbar werden, denn muss auf der Verpackung ein Verfallsdatum abgedruckt sein.

Doch wie lange lassen sich angebrochene Produkte verwenden und wie erkennt man, dass der Abschied naht?

Welche Produkte unter die Rubrik Kosmetika fallen

Kosmetika ist ein weit gespannter Begriff. Das Wort "Kosmetik" ist vom altgriechischen Wort "schmücken" abgeleitet und beschreibt somit die Körper- und Schönheitspflege. Daher fallen in die Rubrik Kosmetik all die Dinge, die den Körper schöner machen sollen. Aber Kosmetik soll nicht nur verschönern, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden steigern.

  • Dazu zählen Substanzen, die die Haut reinigen, vitalisieren, stabilisieren und parfümieren,

  • Pflegestoffe, die Haut, Haare und Nägel optimal pflegen und jugendlich frisch erhalten,

  • aber auch natürliche Mittel, wie Kneipp-Bäder oder das Saunieren gehören zum Oberbegriff Kosmetik.

Die Kosmetik ist in unserer heutigen Zeit in fünf Kategorien unterteilt.

Reinigung, Pflege und Schutz

So gibt es die klassische Reinigung, die Pflege und den Schutz. Dazu gehören:

Kosmetika zur Körperpflege und -reinigung
Kosmetika zur Körperpflege und -reinigung

Zahn- und Mundpflege

Zahnpflege mit den richtigen Produkten
Zahnpflege mit den richtigen Produkten

Als zweite große Kosmetik Kategorie gilt Zahn- und Mundpflege.

sind hier anzutreffen. Für die Pflege von Zahnersatz zählen die Mittel zur Pflege und zur Haftung ebenfalls zur Kosmetik.

Haarpflege

Die Haarbehandlung ist ein großes Gebiet in der Kosmetik. Pflegeprodukte gibt es hier in einer großen Breite. Zu dieser Kategorie gehören:

Haarpflegemittel gibt es in grosser Produktvielfalt
Haarpflegemittel gibt es in grosser Produktvielfalt

Auf den Inhalt kommt es an! Viel hilft (nicht immer) viel!

Eine Hautanalyse beim Fachmann hilft, das für den Hauttyp passende Produkt zu finden

Kosmetikerin trägt einer jungen Frau mit orangem und gelbem Handtuch eine Creme auf
serie of a woman in a beauty-salon © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Ein schönes und gepflegtes Äußeres ist uns einiges wert. Die Auswahl an Kosmetikprodukten ist riesig und reicht von Pflegemitteln auf Naturbasis bis hin zu synthetisch hergestellten Enzymprodukten. Und das in jedem Preissegment.

Gerade aber diese enorme Vielfalt stellt den Laien vor das Problem das für seine Haut passende Produkt zu finden. Insbesondere Frauen treffen Ihre Wahl neben der Präsentation der Verpackung und Beschreibung der Wirkung nach Farbe, Geruch und Konsistenz.

Das sind alles wichtige Faktoren - für die Psyche - aber nicht mit Sicherheit für die Verbesserung des Hautbildes. Experten vermuten, dass allein jedes vierte Pflegeprodukt nicht oder nur unzureichend passend für den jeweiligen Hauttyp gekauft wird.

Gezielt pflegen

Um Fehlkäufe zu vermeiden und sinnvoll zu pflegen ist eine professionelle Beratung durch eine ausgebildete Kosmetikerin ein erster Schritt in die richtige Richtung. Nach einer Hautanalyse erstellt die Kosmetikerin gemeinsam mit der Kundin/dem Kunden ein individuell zugeschnittenes Pflegekonzept, dessen Name aufwendiger klingt, als es meistens aber ist. Diese Analyse schafft die Grundlage für hautspezifische Behandlungen sowie die Zusammenstellung der Pflegeprodukte.

Jede gute Kosmetikerin kennt neben den von Ihr im Institut verwendeten Produkten auch Alternativen und berät je nach Hautbeschaffenheit und Pflegeplan – und nicht nach Marke oder Preissegment. Apropos Preis: Ein Besuch in einem guten Kosmetikstudio ist bereits je nach Institut und Dauer schon ca. 40 Euro möglich.

Ein lohnendes Investment allemal: Sie werden überrascht sein, wie übersichtlich ab diesem Zeitpunkt die Cremeauswahl in Ihrem Badschrank ausfällt, dabei aber ihrer Haut genau dort geholfen wird, wo sie es braucht. Übrigens: Der schöne Nebeneffekt einer Kosmetikbehandlung ist inklusive, es entspannt und steigert das Wohlbefinden.

Die Reaktion ist auch plausibel: Man tut sich etwas Gutes und erzeugt so positive Gefühle. Die wiederum lassen die Haut erstrahlen.

Dekorative Anwendungen und Düfte

Um den Körpergeruch optimal zu beeinflussen, stehen in der Kosmetik

Der Lieblingsduft und Schminkutensilien
Der Lieblingsduft und Schminkutensilien

zur Auswahl. Dekorative Anwendungen sind in dieser Kategorie ebenfalls zu finden:

Wofür auch immer man sich entscheidet. Die Produktpalette im Bereich Kosmetik ist sehr groß und jeder wird hier das passende für seinen entsprechenden Hauttypen finden. Wichtig im Umgang sind die Lagerung und Pflege, damit Kosmetika zum Langstreckenpartner werden.

Die Haltbarkeit von Pflegeprodukten

Bei Nahrungsmitteln ist es für uns selbstverständlich, beim Kauf und vor dem Verzehr, auf das Haltbarkeitsdatum zu schauen. Nur die richtige Lagerung und Behandlung von Lebensmittel garantiert den Genuss bis zu diesem Datum, bei Kosmetika ist das nicht anders.

Unsere kosmetischen Reinigungs- und Pflegeprodukte sollten genauso sorgfältig behandelt werden, wie wir es bei Nahrungsmitteln schon tun. Kosmetika bestehen aus vielen unterschiedlichen Zutaten, die nach längerer Zeit oder bei falscher Lagerung verderben können. Angebrochene Packungen sind besonders empfindlich.

Grundsätzliche Informationen zur Haltbarkeit

In der Kosmetik–Verordnung ist vorgeschrieben, dass Kosmetika, die kürzer oder nicht länger als 30 Monate haltbar sind, mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen werden müssen. Dieses Mindesthaltbarkeitsdatum gilt aber nur

  1. für ungeöffnete Produkte,
  2. bei sachgerechter Lagerung.

In der Regel können Pflegeprodukte noch länger ohne Gefahr gebraucht werden, denn dieses Datum ist kein Verfallsdatum. Einige Hersteller geben neben dem Mindesthaltbarkeitsdatum für verschlossene Produkte auch das Datum nach Anbruch an. Kosmetikartikel unterscheiden sich sehr deutlich von der Haltbarkeit nach Anbruch:

  • Kosmetika mit hohem Wasseranteil wie Wimperntusche oder Selbstbräuner haben eine kurze Haltbarkeit und verderben sehr schnell.

  • Es kann davon ausgegangen werden, dass etwa Cremes, Deos oder Sonnenschutzprodukte etwa ein Jahr haltbar sind.

  • Eine sehr lange Haltbarkeit von zwei Jahren weisen Lidschatten und Lippenstifte auf.

  • Gesichtswasser, Kompakt Make-up, Puder oder Parfum sind nahezu unbegrenzt haltbar.

Produkte ohne Kennzeichnung sollten vor der Verwendung auf Farbe, Geruch und Konsistenz geprüft werden. Verändert sich einer dieser Faktoren sollte der Kosmetikartikel nicht mehr verwendet werden.

Auch Kosmetika haben ein Verfallsdatum

Auch bei Kosmetik- und Pflegeartikeln sollte das Verfallsdatum überprüft und dementsprechend aussortiert werden

Sortiment an diversen Kosmetikartikeln wie Cremes, Reinigungsmilch etc.
53- vials © Dmitry Ersler - www.fotolia.de

Sie gehören zu den Menschen, die selbst ihren Kühlschrank regelmäßig ausmisten? Die genau wissen, wann die angebrochene Pasta-Packung aufgebraucht werden muss - und die Wintermäntel rechtzeitig zur Reinigung bringen und anschließend einmotten, nur um nicht mehr Getragenes zur Altkleidersammlung zu bringen? Vorbildlich!

Vielleicht gibt es aber einen Part im Haushalt, den Sie doch ein bisschen vergessen haben: Die Kosmetik- und Pflegesammlung, nämlich. Denn während es bei Lebensmitteln ganz selbstverständlich ist, dass diese ein Verfallsdatum haben, vergessen wir dies gerade bei lieb gewonnenen

gern einmal.

Nach Ablauf des Verfallsdatums: Manches sollte weg, bei manchen Artikeln lohnt sich ein Hauttest

Doch keine Sorge: Bei den meisten Kosmetika erkennt man schon am aufgedruckten Datum direkt, bis wann diese benutzt werden dürfen. Auch danach muss man nicht automatisch wegwerfen, allerdings ist ein Hauttest gerade bei sensiblen Hauttypen unbedingt empfehlenswert.

Alles, was direkt mit dem Auge in Berührung kommt, also Mascara und Eyeliner, sollte vorsichtshalber doch entsorgt werden. Bei den meisten anderen Produkten ist es aber eher umgekehrt: Wenn die Foundation eingetrocknet ist oder die Creme ranzig wird, dann sollten sie in den Müll - auch, wenn sie laut Datum noch verwendet werden dürfen. Um dies künftig zu vermeiden, stellen Sie wie die Beautyprofis besonders hochwertige Produkte nach dem Anbruch in den Kühlschrank.

Bürsten und Pinsel regelmäßig säubern

Übrigens: Bei Schminktools wie Bürstchen und Pinsel, aber auch bei Pflegeaccessoires sollten Sie alle paar Monate reinemachen (mit Wasser und Shampoo) oder auswechseln - hier können sich Bakterien einnisten, und die sieht man bekanntlich nicht.

Englische Frauen verwenden häufig abgelaufene Schminke

Junge Frau in weißem Top und Handtuch in Haaren schaut in Kosmetikspiegel
girl doing makeup © Dash - www.fotolia.de

Das ist nun mal wirklich unhygienisch: Laut einer aktuellen Studie der englischen Organisation Minkel verwenden viele britische Frauen regelmäßig Make-Up, dessen Haltbarkeitsdatum schon lange abgelaufen ist.

Nicht nur, dass das betreffende Produkt an Wirkung verliert, sondern viel beunruhigender ist die Tatsache, dass nach Verstreichen des Haltbarkeitsdatums Bakterien entstehen, die zu gefährlichen Infektionen führen können.

Insbesondere biologische Produkte sind hiervon betroffen, sind in ihnen doch kaum Konservierungsstoffe enthalten. Daher Kosmetikprodukte nach deren Ablauf unbedingt austauschen und entsorgen, sparen kann man auch woanders.

Wie lange ist eigentlich Make-up haltbar?

Nahaufnahme Make-up, Lidschatten, Pinsel auf weißem Hintergrund
three makeup brushes and blush © Wellford Tiller - www.fotolia.de

Bei fast jeder Frau füllt sich das Schminktäschen im Laufe der Zeit mit allerlei dekorativem Make-up. Neben Lippenstiften, Rouge und Eyeliner findet sich das ein oder andere Teil, das durchaus einige Zeit auf dem Buckel hat. Oft fragt man sich daher, wie lange solche Schminkutensilien haltbar sind. Schließlich haben sie ganz engen Kontakt mit der Haut.

Wie Untersuchungen zeigen, haben die allermeisten Frauen bereits abgelaufene Schminksachen in ihrem Repertoire. Dabei sind viele alles andere als zimperlich. Auf die einschlägige Nachfrage antworteten fast 60 Prozent der Befragten, dass sie wissentlich abgelaufene Produkte benutzten. Nach eigenen Vermutungen dürfte der Oldie unter den Kosmetikartikeln immerhin zwei Jahre alt sein.

Die Schwierigkeit bei der Haltbarkeitsdauer von Kosmetika liegt darin, dass es keine eindeutigen gesetzlichen Bestimmungen gibt. Jeder ist also selbst dafür verantwortlich sich beizeiten von den geliebten Accessoires zu verabschieden. Bei Pinseln oder Quasten ist es recht einfach. Einmal pro Woche mit sanften Shampoo durchgewaschen, verhindern den Bakterien-Befall. Anders ist es bei den dekorativen Produkten. Ein Lippenstift gehört nach einem Jahr in die Tonne. Rouge, Lidschatten und Augenbrauenstifte sind nach 18 Monaten ein Fall für den Müll. Bei Mascara ist es sogar noch drastischer. Sechs Monate lang kann man ihn unbeschwert benutzen. Danach steigt die Gefahr sich mit den Bakterien eine Bindehautentzündung zu holen.

Kosmetikprodukte sind nicht unbegrenzt haltbar

Sammlung diverser Kosmetika wie Make-up, Pinsel und Lippenstifte
Cosmetics © victoria p. - www.fotolia.de

Genau wie Lebensmittel haben auch Kosmetikprodukte ein Verfallsdatum, das eingehalten werden sollte. Auf den Verpackungen der meisten Produkte ist das Verfallsdatum aufgedruckt. Manchmal auch auf dem Produkt selbst.

Oft kann man aber auch am Geruch oder der Konsistenz erkennen, ob ein Produkt noch verwendet werden kann. Pflegecremes sind je nach Behältnis unterschiedlich lange haltbar. In der Regel zwischen sechs und zwölf Monate. Am längsten halten Cremes in Pump-Flacons. Dasselbe gilt für Bodylotions.

Cremes sollten aber vor zu starker Hitze und direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Spätestens wenn sich das Öl vom Produkt absetzt, ist es reif für die Mülltonne. Augencremes sind normalerweise schwächer konserviert und haben daher auch eine kürzere Lebensdauer, meist bis zu drei Monate.

Reinigungsprodukte brauchen hingegen nicht so oft ausgetauscht werden. Sie halten bis zu zwei Jahre. Alkoholhaltige Gesichtswässer sogar bis zu drei Jahre. Auch Parfums sind auf Grund ihres hohen Alkoholgehalts bis zu zwei Jahre verwendbar, wenn sie trocken, kühl und dunkel aufbewahrt werden.

Duschgels können unbegrenzt verwendet werden, wenn es sich nicht gerade um Naturkosmetik handelt. Herkömmliche Duschgels verlieren zwar nach ein paar Jahren ihren intensiven Duft. Wen das aber nicht stört, der kann es weiter verwenden.

Selbstbräuner sind ein Saisonprodukt und sollten nach jedem Sommer entsorgt werden. Sie halten höchstens ein halbes Jahr. Danach verlieren sie ihre Bräunungskraft. Mascara kann bis zu drei Monate verwendet werden. Danach wird die Konsistenz bröselig. Lidschatten dagegen kann bis zu drei Jahre halten. Mit cremiger Textur allerdings nur etwa ein Jahr.

Lippenstift ist je nach Hochwertigkeit drei Jahre haltbar. Wenn er aber beginnt unangenehm zu riechen oder sich Tropfen auf der Oberfläche bilden, gehört er in den Mülleimer. Kajalstifte dagegen können unbegrenzt verwendet werden. Ist ihre Spitze ausgetrocknet, was man an einem weißen Film erkennt, kann er einfach angespitzt und weiter verwendet werden.

Die Angaben auf der Verpackung richtig verstehen

Mittlerweile sind auf vielen Kosmetikartikeln Angaben zur Haltbarkeit zu finden. Dieses unterscheidet sich zu den Haltbarkeitsdaten auf Lebensmitteln.

Während hier ein konkretes Datum angegeben ist bis zu welchem das Produkt verbraucht sein sollte sind auf Kosmetikartikeln Angaben in Monaten zu finden. Diese geben an in welchem Zeitraum das Produkt ab dem Öffnen verbraucht sein soll.

Zusätzlich zu der Monatsangabe ist ein Symbol in Form eines geöffneten Kosmetiktiegels zu finden. Man sollte jedoch beachten, dass das Öffnungsdatum auf der Verpackung vermerkt wird. Die Haltbarkeitsangabe kann ihren Sinn nicht erfüllen, erinnert man sich nicht daran wann das Produkt geöffnet wurde.

Es gibt auch Kosmetikprodukte, welche nicht mit einer Haltbarkeitsangabe versehen sind. Dies liegt daran, dass das Produkt nahezu unbegrenzt haltbar ist und auch nach längerer Zeit keine schädlichen Auswirkungen auf den Verbraucher hat. Diese sind zum Beispiel:

Der kleine Lebensdauer-Leitfaden

  • Nahezu unbegrenzt haltbar sind Eyeliner und Kajalstife. Wenn sich auf der Kuppe ein heller Film gebildet hat, dann einfach frisch anspitzen und schon sind sie wieder wie neu.
  • Flüssige Eyeliner und Mascara sind etwa 6 Monate lang einsatzbereit. Wenn sie anfangen zu krümeln oder ranzig riechen, sollten sie entsorgt werden.
  • Lippenstift und Lipgloss lassen sich zwei Jahre lang verwenden. Dann beginnen sie zu krümeln oder flocken und riechen unangenehm.
  • Nagellack wird nach einem Jahr dickflüssig und lässt sich nur noch schwer verteilen. Die Farbpigmente verändern sich und lassen das Ergebnis ungleichmäßig aussehen.
  • Puder ist etwa sechs Jahre lang haltbar. Wenn es feucht geworden ist oder bröckelt, sollte man sich von ihm trennen.
  • Lidschatten hält sich zwei Jahre. Dann beginnt er zu klumpen.
  • Flüssiges Makeup zeigt nach etwa einem Jahr eine Phasentrennung und riecht allmählich ranzig. Die Zeit ist reif für eine Trennung.
  • Körperlotionen und Gesichtscremes sollten entsorgt werden, wenn sich die Phasen von einander trennen und der Geruch verändert ist. Ein Jahr beträgt die Haltbarkeit nach dem Öffnen.
  • Augencremes enthalten zumeist keine Konservierungsstoffe und sollten daher drei Monate nach dem Öffnen nicht mehr verwendet werden.
  • Deos sind generell unbegrenzt haltbar.
  • Parfüm hält sich bis zu zwei Jahre. Ein untrügliches Zeichen für eine abgelaufene Haltbarkeit ist die Veränderung von Farbe und Geruch.
  • Selbstbräuner sollten nach einem halben Jahr entsorgt werden. Sie beginnen dann sauer zu riechen, zeigen Verfärbungen und büßen ihren Bräunungseffekt ein.

Verpackungsgröße und Lagerung: die Haltbarkeit von Kosmetika erhöhen

Die Haltbarkeit von Kosmetikprodukten lässt sich erhöhen, indem diese optimal gehandhabt und gelagert werden. Teils verderben besonders wasserhaltige Kosmetikprodukte, wie Cremes oder flüssiges Make-up schneller, sobald diese mit Luft oder Bakterien und Keimen in Berührung kommen. Aufbewahrt werden sollten Kosmetikprodukte immer:

  1. trocken,
  2. kühl und
  3. dunkel.

Um diese schnell aufzubrauchen empfiehlt es sich, falls möglich, kleinere Verpackungsgrößen zu kaufen. Die Produkte sollten nach jeder Anwendung wieder gut verschlossen und im Idealfall nicht mit den Fingern entnommen werden. Hilfsmittel zur Entnahme, wie Spatel und Pinsel, sollten regelmäßig gereinigt werden, um Bakterien zu beseitigen.

Schon beim Kauf sollte auf eine lange Haltbarkeit geachtet werden, besonders wenn es sich um Produkte ohne Konservierungsstoffe handelt.

  • Feucht-warmes Klima und starke Temperaturschwankungen, sowie direkte Sonneneinstrahlung müssen vermieden werden.

  • Cremes in Tiegeln sollten nur mit einem Spatel entnommen werden. Wer vorzugsweise Cremes in Spendern und Tuben kauft, kommt erst gar nicht mit dem Inhalt in Verbindung.

  • Kosmetikpinsel- und Schwämmchen müssen wöchentlich mit warmem Wasser und Flüssigwaschmittel oder Duschgel gereinigt werden.

  • Die eigene Hygiene ist ebenfalls sehr wichtig – vor dem Gebrauch von Kosmetikproduckten ist das gründliche Waschen der Hände unerlässlich.

  • Frauen, die sich nur gelegentlich schminken, oder ein Produkt für seltene Anwendungen benötigt, können auf kleine Packungen zurückgreifen. So kann nichts verderben.

Haltbarkeitsdauer von Kosmetik-Produkten: Ab und zu muss aufgeräumt werden

Verschiedene Kosmetikartikel wie Cremes und Make-up
make-up, day cream, creamy, night cream, © deardone - www.fotolia.de

In den Beauty-Schränken der Nation sammeln sich über Jahre hinweg zahllose Produkte an. Vor allem Nagellacke fristen oft jahrelang angebrochen ihr Dasein im Schrank, ohne je vollständig aufgebraucht zu werden. Auch Puderlidschatten und Lippenstifte werden oft viel zu lange verwahrt. Daher sollte jede Frau mindestens einmal im Jahr sämtliche Kosmetikprodukte überprüfen und alte Accessoires entsorgen.

Nagellacke sollten beispielsweise nicht länger als zwei Jahre verwendet werden. Hinweise darauf, dass der Lack in den Müll gehört, bietet ein kurzer Test: Teilt sich der Nagellack schon in Farbpigmente und Öl auf oder ist er dickflüssig geworden, muss er entsorgt werden. Kosmetika aus Puder wie Lidschatten und Rouge halten dagegen durchaus fünf Jahre. Erst wenn der feine Puder zu kleinen Brocken verklumpt, müssen diese Produkte weggeworfen werden.

Parfüm ist fast unbegrenzt haltbar, wenn es an einem dunklen kühlen Ort, zum Beispiel im Schrank, aufbewahrt wird. Werden die Flakons jedoch hübsch im Badezimmer arrangiert, ist der Duft in der Regel nach zwei Jahren weg. Cremes sollten nie länger als einige Monate benutzt werden, ehe sie ihre Wirkung verliert. Dies gilt auch für die Sonnencreme vom letzten Jahr: Der UV-Schutz ist gewöhnlich nach einem halben Jahr schon weg.

Kleine Tricks, um Ordnung in das Chaos auf Schminktisch und Waschbecken zu bringen

Sortiment an diversen Kosmetikartikeln wie Cremes, Reinigungsmilch etc.
53- vials © Dmitry Ersler - www.fotolia.de

Männer haben einen Rasierer, ein Stück Seife und eine Zahnbürste. Frauen hingegen halten in ihren Badezimmern ein wahres Arsenal an Styling- und Pflegeprodukten für Haare, Gesicht, Körper und Nägel parat. Ab einer gewissen Anzahl von Tiegeln und Töpfen wird es deswegen Zeit, ein System für Pinsel, Bürsten und Co. zu entwickeln!

Alles, was Haare oder Borsten hat - sprich Pinsel für Rouge, Lidschatten und so weiter, aber auch Bürsten und Schrubber, sollten hochkant aufbewahrt werden. In Drogerien gibt es dazu spezielle Halterungen aus Plexiglas. Sie erlauben die Lagerung ohne dass sich die Borsten berühren - das ist hygienischer.

Schminkutensilien wie Kajal oder Lidschatten sollte nach Zweck geordnet werden. So hat man einfach einen besseren Zugriff. Dazu gibt es ebenfalls durchsichtige Schubladenboxen oder Schubladenkästen. Wer lieber Holz oder Pappe mag, sollte diese beschriften.

Lippenstifte sollte man sich kopfüber aufreihen. Auf diese Weise weiß man gleich, nach welcher Farbe man greift. Nagellackfans können sich eine Vitrine kaufen. Diese gibt es in unterschiedlichen Größen und sind perfekt darauf zugeschnitten, Ordnung in die Lieblingslacke zu bringen. Für größere Parfümflakons, Haarspraydosen, Kur- und Geltiegel oder Lotions bietet sich ein Drehteller an. Er kann auf der Waschmaschine oder breiteren Ablageflächen platziert werden.

Der richtige Platz für Kosmetika

Mädchen blickt in einen kleinen Kosmetikspiegel
Blick in den Spiegel © Eric Espig - www.fotolia.de

Die meisten Frauen bewahren ihre Kosmetikprodukte im Badezimmer auf, um sie morgens beim Zurechtmachen direkt griffbereit zu haben. Gerade für Cremes ist es im Badezimmer aber oft zu warm. Puder-Produkten dagegen zu feucht.

Auch der Kühlschrank ist für Kosmetika nicht geeignet, denn dort ist es wiederrum zu kalt. Cremes werden schnell wässrig, da sich durch die Kälte das Fett vom Wasser trennt und Puder werden in der Kälte schnell bröselig. Wohin also mit den Kosmetikutensilien?

Ähnlich wie Medikamente sollten auch Kosmetika an einem kühlen aber trockenen Ort aufbewahrt werden, wie beispielsweise im Schlafzimmer.

So bewahrt man Kosmetik im Sommer richtig auf

Unterschiedliche Make-up-Utensilien schwimmen nebeneinander im Wasser
Make-up. Beauty and freshness Concept. © luca fabbian - www.fotolia.de

Nicht nur uns Menschen setzt die Hitze im Sommer zu, auch Lippenstift, Anti-Aging-Creme und Bodylotion vertragen die sommerlichen Temperaturen nicht immer und können bei falscher Lagerung „kippen“. Beachtet man bei der Aufbewahrung jedoch ein paar Punkte, dann kann die teure Kosmetik auch nach dem Sommer noch bedenkenlos verwendet werden.

Wenn eine Creme oder Lotion „kippt“, dann erkennt man dies am muffigen und ranzigen Geruch des Produkts. Meist wird dies durch eine falsche Lagerung verursacht, denn sowohl Hitze als auch direkte Sonneneinstrahlung können die Inhaltsstoffe der Kosmetikprodukte zum Kippen bringen. Idealerweise lagert man Cremes und Kosmetik an einem dunklen und kühlen Ort – in den Kühlschrank müssen die Produkte jedoch nicht.

Doch nicht nur die Lagerung entscheidet über die Haltbarkeit der Pflege- und Kosmetikprodukte, auch der richtige Umgang spielt hierbei eine Rolle. Grundsätzlich sollten alle Produkte nach der Verwendung immer gut verschlossen werden. Falls die Kosmetik nach dem Kauf nicht direkt verwendet wird, sollte diese bis zur Benutzung komplett ungeöffnet gelagert werden. So verhindert man, dass die Kosmetik zu altern beginnt. Vor allem bei Cremes in Tiegeln sollte man vor der Verwendung die Hände waschen, damit keine Bakterien in das Produkt gelangen können. Hygienischer sind Cremes in Tuben oder Pumpspendern.

Bakterien können jedoch nicht nur über die Hände, sondern auch über Pinsel oder Schwämmchen übertragen werden. Daher müssen diese Utensilien regelmäßig mit einem milden Shampoo oder Seife gereinigt werden.

Auch Pflegeprodukte brauchen Pflege

Das A und O einer konsequenten Reinigung der Hilfsmittel ist das regelmäßige (einmal die Woche) Säubern der Gegenstände, die mit Kosmetika in Kontakt gekommen sind. Daraus muss man keine Philosophie und keinen Staatsakt machen. Artikel wie

  • Pinsel,
  • Spatel,
  • Quasten oder
  • Schwämmchen

reinigt man am unspektakulärsten mit einem milden Haarshampoo. Nach der Reinigung lässt man die Pflegehelfer einfach auf einem Frotteetuch an der Luft gut trocknen.

So reinigt man anspruchsvolle Schönheitsutensilien

Natürlich gibt es auch die Pflegekür für exklusive Pinsel. Hierfür wurden spezielle Pinselreiniger konzipiert - mit den Eigenschaften reinigend und desinfizierend. Man sollte seinen hochwertigen Pinseln ruhig den Luxus einer schonenden Intensivreinigung gönnen - es lohnt sich!

  1. Für eine gründliche Reinigung gibt man etwas Pinselreiniger in ein Glas.
  2. Nun den Pinsel mit kreisenden Bewegungen vollständig mit dem Mittel in Kontakt bringen.
  3. Anschließend den Schmink-Pinsel mit lauwarmem Wasser auswaschen und die restlichen Tropfen abschütteln.
  4. Das Finale: Den Pinsel auf einem Tuch trocknen lassen.

Das Resultat ist brillant: Ein nachhaltig sauberer Pinsel der A-Klasse.

für schöne Schmink-Ergebnisse braucht es makellose Beautyhelfer
für schöne Schmink-Ergebnisse braucht es makellose Beautyhelfer

Blitzsaubere Komplizen für einen makellosen Teint

Schminkschwämmchen werden mit Gesichtsreinigungsgel wieder porentief rein oder bei einem Waschmaschinengang bei 30 Grad ohne Weichspüler in einem schützenden Wäschenetz.

Wenn es einmal schneller gehen muss, kann man auch auf die fixe Reinigung mit einem Spülmittel oder einem Make-up–Remover zurückgreifen.

Bürstenreinigung ist kein haarsträubender Akt

In der Drogerie und Co. wird man schnell im Drahtbürstchen-Repertoire fündig. Für eine exakte Reinigung der Bürsten sind sie nach der Haarentfernung die optimalen Helfer. Anschließend muss man sie nur noch mit einem Shampoo reinigen.

Die kostengünstigere Alternative ist das Säubern mit einer ausrangierten Zahnbürste. Dann lediglich Rasierschaum aufsprühen, ausspülen und trocknen lassen. Fertig ist die blitzsaubere Bürste.

Viele Hygiene-Fallen im Bad kann man leicht umschiffen

In puncto Hygiene sollte man auch all den kleinen Helferlein im Alltag Beachtung schenken

Hand in Spülhandschuh hält blauem Schwamm mit Aufschrift "Clean"
clean © Olga Struk - www.fotolia.de

Unseren Körper und unser Gesicht reinigen wir regelmäßig und gründlich - selbstverständlich. Auch unsere Wohnung putzen wir, um sie sauber und vor allem hygienisch rein zu halten. Doch was ist mit all den kleinen Helferlein im Alltag? Den

Auch sie brauchen ordentliche Pflege, denn sie kommen in engen Kontakt mit unserer Haut und unseren Schleimhäuten.

Schwämme und Kosmetikprodukte

Wo überall Ekelfallen lauern, macht man sich oft nicht bewusst. So raten Experten beispielsweise dringend davon ab, in Drogerien Tester für Lippenstifte oder Puder zu benutzen - zu hoch die Keimgefahr.

Auch zu Hause sollte man beispielsweise nie mit ungewaschenen Fingern in eine Creme-Dose fassen. Die Bakterien setzen sich dort sonst fest. Weiterhin sollte man Puderquasten, Pinsel und Schwämme sowie Waschlappen regelmäßig austauschen oder heiß waschen.

Handtücher

Handtücher und Zahnbürsten sollte man ebenfalls in einem festen Rhythmus erneuern. Bei Handtüchern gilt weiterhin: Trennen sie streng zwischen solchen für den Körper, solchen für die Hände und solchen für Gäste. Und: feuchte Utensilien immer gut und ausgebreitet trocknen lassen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: blue composition: cosmetics with flower © EuToch - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Cosmetics, Make-up, Perfume. © BillionPhotos.com - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: body care © Franz Pfluegl - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Blue morning © Anton Prado PHOTO - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: dusche © Franz Pfluegl - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: female face with cosmetic makeup brushes © Leah-Anne Thompson - www.fotolia.de

Autor:

Sibylle Fünfstück - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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