Tipps von Dermatologen: Zu viel Hautpflege vermeiden

Kosmetikartikel auf Spiegelablage im Badezimmer

Wie sich eine Überpflege der Haut auswirkt und welches Pflegeprogramm tatsächlich täglich, wöchentlich oder gelegentlich nötig ist

Eine schöne, glatte und rosig erscheinende Haut, ist ein Wunsch, der im Besonderen die Frauenwelt in Kosmetikstudios, sowie Drogeriemärkte und Parfümerien treibt. Leider liegt hier der Teufel im Detail, denn wer von morgens bis abends seine Haut mit Produkten und Wasser bombardiert, kann schneller einen Schaden anrichten, als man es auf den ersten Blick vermuten würde. "Weniger ist manchmal mehr" – auch bei der Hautpflege. Hautpflegeprodukte, die dem Erhalt der Hautbarriere verschrieben sind, können hier hilfreich unterstützen.

Erbliche Stärken und Schwächen der Haut

Wenn man sich mit der grundlegenden Beschaffenheit und dem aktuellen Zustand der eigenen Haut und Haare beschäftigt, dann ist es hilfreich, sich bewusst zu machen, dass die Grundlagen des Körpers auf folgenden Faktoren basieren:

  1. den Genen,
  2. der Veranlagungen in der Familie,
  3. der nervlichen und emotionalen Belastung im Alltag und
  4. dem Zustand des Immunsystems.

Sehen Sie sich Ihre direkten Verwandten wie Brüder und Schwestern oder Eltern genauer an und verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, welche Strukturen an Haut und Haaren Sie alle gemeinsam haben und inwiefern Sie bei dem einen oder anderen Ihr Hautbild und Ihre Haarqualität entdecken können.

Zum einen können Sie mit Ihrer Haut und Ihren Haaren besser umgehen, wenn Sie sich mit ihnen umfangreich auseinandersetzen und diese in ihren möglichen Lebenslagen kennenlernen und vor allem damit umzugehen erfahren. Wie verändert sich Ihr Haar und wie Ihre Haut, wenn Sie sich in einer eher entspannten oder eher stressigen Phase Ihres Lebens befinden?

So entsteht eine Überpflege der Haut

Unreine Haut, Rötungen und andere Hautreaktionen, die spontan auftreten, haben nicht immer mit einer Allergie auf einen Wirkstoff in der Gesichtscreme zu tun, vielmehr kann es ein Anzeichen von Überpflege bzw. falscher Pflege sein.

Wer denkt, dass die Haut mit vielen unterschiedlichen Pflegeprodukten und ihren Wirkstoffen optimal versorgt wird, der liegt falsch. Immerhin muss sich die Haut mit all den unzähligen Stoffen auseinandersetzten. Verwendet man mehrere Pflegeprodukte mit unterschiedlichen Zusammensetzungen gleichzeitig, verkraftet das die Haut auf Dauer immer schwerer.

Zu häufiges Waschen der Haut kann ebenfalls zu Hautirretationen führen. Insbesondere die Hände leiden unter häufig verwendeten Reinigungsmitteln. Aber auch tägliches Duschen oder Baden setzend er Haut zu, der natürliche Säureschutzmantel der Haut wird zerstört, die Folge sind trockene oder juckende Hautstellen.

Dermatologen warnen inzwischen vor solch einem Überpflegen der Haut und das nicht nur, weil man hier mit Creme und Co. der Haut regelrecht die Luft zum Atmen nimmt, sondern vielmehr aus dem Grund, dass besonders die häufig eingesetzten Emulgatoren in den verschiedenen Produkten versteckte, jedoch nicht unerhebliche Schäden anrichten können.

Viel hilft viel? Nicht bei der Hautpflege!

Nicht nur bei senibler Haut sollte man auf die richtigen Inhaltsstoffe und die Pflegedosis achten

Junge Frau vor Schüssel mit Wasser wäscht sich das Gesicht
junge wunderschöne Frau wäscht sich das Gesicht © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Man kann es nicht oft genug betonen: Wie bei den Haaren auch, so gilt auch für die Haut der Leitspruch "Die richtige Dosis macht's". Und zwar sowohl in puncto

  • Duschen bzw. Baden (alle zwei Tage sollte ausreichen!)
  • als auch fürs Gesicht- und Händewaschen (bitte nicht zehn Mal am Tag)
  • sowie natürlich für den Gebrauch von Creme (zu viel Pflege überfrachtet die Haut - gilt erst Recht für Masken und Co.),
  • Peelings und Gesichtswasser (bei empfindlicher Haut: Maximal ein bis zwei Mal pro Woche peelen!).

Duft- und Inhaltsstoffe

Bei entsprechend sensibler Haut sollten Sie außerdem auf "scharfe" Inhaltsstoffe wie Alkohol, aber auch aggressiven Duft verzichten. Wenn die Haut trotzdem fettig bleibt oder zum Beispiel ständig Rötungen aufweist, sollten Sie professionelle Beratung in Anspruch nehmen, statt selbst herumzudoktern.

Vermeidung der Überpflege

Um diesen Risiken entgegenwirken und gleichzeitig eine gesunde, gepflegte Haut entstehen lassen zu können, empfiehlt es sich

  1. auf der einen Seite die tägliche Pflege nicht zu übertreiben und

  2. auf der anderen Seite darauf zu achten, dass bei den verwendeten Produkten keine Emulgatoren, Detergenzien oder Tenside enthalten sind. Ob ein Pflegeprodukt frei von diesen Zusätzen ist, lässt sich unter anderem daran erkennen, wenn keine "PEG"-Kennzeichnung auf der Verpackung zu finden ist.

  3. Grundsätzlich empfehlen zudem die meisten Dermatologen, dass man lieber auf Selbstversuche mit verschiedenen Pflegepräparaten verzichten sollte, wenn man an seiner Haut unerwünschte und vor allem unangenehme Veränderungen bemerkt.

Bei anhaltenden Hautproblemen heißt es einen erfahrenen Hautarzt aufzusuchen, der nicht nur nach der Ursache forschen, sondern zeitgleich auch noch Produkte empfehlen wird, die auf den eigenen Hauttyp und dessen sinnvolle Pflege abgestimmt sind.

Risikofaktor Emulgatoren - Minimalismus ist angesagt

Es kommt nicht auf die Menge der verwendeten Cremes, Masken und Co. an, viel wichtiger ist die Zusammensetzung der Produkte. Viele Hersteller beschränken sich heute auf ein Minimum an Wirkstoffen und verzichten auf alles, was die Haut unnötig reizt:

Emulgatoren sind ein künstlich hergestelltes Bindemittel, die dafür sorgen, dass sich das verwendete Wasser und Öl bzw. Fette in Pflegeprodukten miteinander vermischen können. Zusätzlich lassen Emulgatoren die Cremes länger haltbar werden und ermöglichen eine anhaltende Geschmeidigkeit des Produktes.

Dass die menschliche Haut sowohl Wasser als auch Fette für die Pflege benötigt, ist unbestritten, allerdings bergen diese Emulgatoren neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen nach ein gewisses Risiko in sich.

Zweiphasenprodukte, die ohne Emulgatoren auskommen, finden immer häufiger Verwendung. Pumpspender und Tuben lassen sich heute luftdicht verschließen, wodurch die Hersteller immer häufiger auf Konservierungsstoffe verzichten können.

Welche Schäden richten die Bindemittel an?

Das Risiko findet sich mit der Tatsache, dass Emulgatoren mit einem pflegenden Produkt in die Haut gelangen und die dort befindliche Hornschicht anreichern. Diese Hornschicht sorgt einerseits für eine Reduzierung des Feuchtigkeitsverlustes und anderseits errichtet sie eine Art Barriere gegen von außen einströmende schädigende Umwelteinflüsse.

Wird diese Schicht nun mit den Emulgatoren angereichert, geschieht folgendes: Diese Zusätze lösen die hauteigenen Fette heraus, die mit jedem folgenden Wasserkontakt aus der Haut ausgeschwemmt werden. Dadurch entstehen auf Dauer feinste Mikrorisse, die permanent Hautfeuchtigkeit nach außen abgeben. Doch damit nicht genug, denn durch diese feinen Hautrisse gelangen Mikroorganismen und Schadstoffe aus der Umwelt wesentlich leichter in die Haut, was dazu führt, dass sie nach zu nach nicht nur sehr empfindlich, sondern zeitgleich immer trockener wird. Diese Kombination kann Hautprobleme hervorrufen, wie:

Empfindliche Haut - Babypflege hilft

Sanfte Babypflege kann unreine Haut wieder zum Strahlen bringen

Nahaufnahme lächelndes Frauengesicht mit Hautcreme, die mit dem Finger eingecremt wird
face moisturizer © Graça Victoria - www.fotolia.de

Immer mehr Erwachsene leiden unter sensibler und unreiner Haut. Schuld daran sind meist äußere Umwelteinflüsse und Stress.

Nach einiger Zeit wird die Haut ziemlich trocken und fängt an zu spannen. Spezielle Babypflege kann sehr hilfreich sein. Normalerweise befinden sich in Baby-Waschlotionen keine Polyethylenglykole. Deswegen trocknet die Haut danach nicht aus. Die Wangen fühlen sich an, wie ein sauberer Babypopo.

Wichtig ist, dass der Säureschutzmantel nicht angegriffen wird. Dieser schützt unsere Haut vor den vielen äußeren Einflüssen. Wer die Haut ständig mit normaler Seife wäscht, riskiert diesen Schutz zu zerstören. Die Produkte sollten alle einen pH-Wert von etwa 5,5 haben. Dieser liegt gerade im hautneutralen Bereich und ist ideal für die tägliche Pflege.

Die Vorteile guter Pflege und gesunder Ernährung

Empfindliche Haut benötigt eine gute Pflegeserie, die die Anwender nicht ständig wechseln sollten. Wer einmal eine gute Pflege gefunden hat, sollte sie regelmäßig verwenden. Die Haut gewöhnt sich langsam aber sicher an die Werte und regeneriert sich.

Käme eine neue Pflegeserie ins Spiel, fängen die Probleme mit der gereizten Haut wieder von vorne an. Tipp: Auch eine gesunde Ernährung sorgt für eine schöne Haut. Viel Gemüse und Wasser sind wahre Wundermittel auf diesem Gebiet.

Tipps für ein schönes Dekolleté

Das Dekolleté einer Frau benötigt ganz besonders intensive und bewusste Pflege

Oberkörper und Dekollete einer nackten Frau mit umschlossenen Armen
pecho_4950. © Guillermo Gimenez - www.fotolia.de

Das Dekolleté einer Frau benötigt ganz besonders intensive Pflege, da die dünne Haut in diesem Bereich sehr empfindlich ist und schnell an Elastizität verliert.

Haben sich bereits Fältchen gebildet, so hilft ein Peeling mit sanften Produkten, die die Faltentiefe verringern und die Durchblutung der Haut anregen.

Lichtschutzfaktor

Viele Frauen wünschen sich ein schön gebräuntes Dekolleté im Sommer, aber Vorsicht: zu langes Sonnenbaden ist Gift für die Haut, speziell im Bereich von Brust und Dekolleté.

Benutzen Sie daher eine Sonnencreme mit besonders hohem Lichtschutzfaktor und tragen Sie diese regelmäßig auf - gerade bei der dünnen Haut in diesem Bereich ist dies von ganz entscheidender Wichtigkeit.

Alternativ können Sie auch auf Selbstbräuner ausweichen, die leichte Bräune verleihen und der Haut weniger schaden. Oder wie wäre es mit Bräunungspuder mit Glanzeffekt - damit setzen Sie Ihr Dekolleté besonders wirkungsvoll in Szene.

Wechselduschen und Eiswürfel

Auch Wechselduschen sind eine gute Maßnahme, da sie die Durchblutung der Haut anregen und das Bindegewebe stärken. Für ganz Unerschrockene gibt es auch die Eiswürfelmethode, die mit sofortigem Effekt ein schönes Dekolleté zaubert.

Sport und Ernährung

Ernähren Sie sich ausgewogen und gesund. Treiben Sie Sport und achten dabei auf die richtige Passform Ihres Sport-BHs. Mit einfachen Übungen stärken Sie erfolgreich Ihren Brustmuskel und festigen damit auch das Dekolleté. Eine simple Übung ist der Liegestütz - schon nach ein paar Wochen werden Sie mit einem deutlich strafferen Dekolleté belohnt.

Spezielle Pflegeprodukte

Selbstverständlich bietet auch die Kosmetikindustrie zahlreiche Produkte für die intensive Pflege von Brust und Dekolleté an, die die Durchblutung anregen, die besonders empfindliche Haut mit viel Feuchtigkeit versorgen und das Hautbild verfeinern.

Tipps für schöne und gepflegte Haut

Junge Frau mit Sonnenhut am Strand, Sonnencreme auf Nase
sunscreen girl © Christian Wheatley - www.fotolia.de

Um seiner Haut die richtige Pflege zukommen zu lassen, ist es wichtig zu wissen, welcher Kategorie die eigene Haut zugehört. Die Grundlage für ein Make-up bildet die tägliche Hautpflege. Für trockene Hauttypen empfehlen sich hierbei sanfte Waschlotionen, eine feuchtigkeitsspendende Gesichtscreme, die reich an Vitamin E ist und flüssiges Make-up, das nach Einwirken der Hautcreme anzuwenden ist.

Auch bei unreiner Haut sollte auf milde Gesichtsreinigung geachtet werden. Die Creme sollte idealerweise Fruchtsäure enthalten. Mithilfe eines Abdeckstifts wirkt die Haut schnell gepflegter. Schminkartikel für diesen Hauttyp dürfen die Haut jedoch nicht aufgrund der Inhaltsstoffe reizen. Mineralpuder als letzter Touch gibt dem Make-up einen langen Halt. Generell sollte tagsüber mit Tüchern dafür gesorgt werden, dass das Gesicht nicht glänzend wirkt.

Für Mischhaut sollte die Gesichtsreinigung ebenfalls durch sanfte Gels erfolgen. Im Anschluss empfiehlt sich eine Creme, die speziell auf Mischhaut zugeschnitten ist. Ölfreies Make-up sollte bei Mischhaut zur Anwendung kommen, um trockene und glänzendere Gesichtsbereiche anzugleichen. Sobald alle kritischen Partien abgedeckt sind, kann der Abschluss durch Mineralpuder erfolgen.

Pflege auf den Hauttyp abstimmen

Fettreiche Produkte (z.B. Wasser-in-Öl-Emulsionen) sind für unreine, ölige Haut absolut nicht geeignet. Bei diesem Hauttyp produzieren die Talgdrüsen schon genügend Fett, eine Überpflege der öligen Haut ist daher schnell geschehen. Mögliche Folgen können sein:

Trockene, sensible Haut reagiert meist sofort auf alkoholhaltige Reinigungs- und Pflegemittel, die Haut juckt und brennt. Kein Wunder, denn Alkohol trocknet die Haut sehr stark aus und der natürliche Schutzmantel der sensiblen Haut wird angreifen. Dieser Hauttyp benötigt eine reichhaltige Pflege mit viel Fett und Feuchtigkeit, da darf schon etwas tiefer in den Tiegel gegriffen werden.

Sensible und trockene Haut ist besonders durstig. Schnell reagiert sie spröde und fühlt sich trocken an, wenn sie nicht genügend Fett und Feuchtigkeit bekommt. Eine beruhigende Maske schafft rasch Abhilfe und lässt die Haut wieder weich und geschmeidig werden.

Eine Überpflege mit einem Zuviel an Fett und Feuchtigkeit ist bei trockener bis sehr trockener Haut kaum möglich, allerdings reagiert dieser sensible Hauttyp schnell auf zu viele Wirkstoffe gleichzeitig.

Dermatologen empfehlen eine nicht zu fettreiche Hautpflege

Weiße Creme in Döschen umgeben von hellrosanen Blüten
antifaltencreme © Irina Fischer - www.fotolia.de

Allzu viel ist nicht gut - dies gilt auch bei der Verwendung von Hautcremes. Trägt man zu viel fetthaltige Hautcreme auf, können Hefepilze und Bakterien auf der Haut leichtes Spiel haben. Davor warnen jetzt die Dermatologen des Berliner Berufsverbandes.

Gerade im Winter benutzen viele Menschen die übliche Nachtcreme auch als Tagescreme, um die trockene Haut feucht zu halten. Das macht zwar Sinn, weil die fetthaltigere Nachtcreme gerade bei der kalten Witterung einen besseren Schutz bietet. Die Experten empfehlen aber keine Übertreibung mit der Methode, weil ein Zuviel an Fett auch Infektionen auf der Haut verursachen kann.

Durch ein Zuviel an Fett ist die natürliche Verdunstung des Wassers auf der Haut behindert. Die Folge ist ein ungesundes Klima auf der Haut, in welchem Keime leichtes Spiel haben. Es gibt gute Pflegeprodukte, die gerade diesen natürlichen "Wassergehalt" unserer Hautoberfläche im Gleichgewicht halten, meinen die Dermatologen.

Auf die Vorteile einer Pflegeserie setzen

Wer den Pflege–Overkill vermeiden will, sollte eine komplette Pflegeserie von ein und demselben Hersteller verwenden, die auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt ist. Nicht jede Haut verträgt jede Art von Pflege, bei Veränderungen des Hautbildes sollte das immer bedacht werden und gegebenenfalls auf Produkte für sensible Haut umgestellt werden.

Mit der Verwendung einer Pflegeserie von nur einem Hersteller, die auf den Hauttyp abgestimmt ist und nur die nötigsten Wirkstoffe enthält, vermeidet man eine Überpflege der Haut.

Anforderungen und Wirkstoffe von Hautpflegeprodukten zur Erhaltung der Hautbarriere

Die oberste bzw. äußerste Schicht der Epidermis, die von Medizinern auch als Stratum corneum bezeichnet wird, bildet beim Menschen die Grenze zwischen Innen und Außen, zwischen Individuum und Umwelt. Sie schützt den Organismus einerseits vor dem ungewollten Eindringen von Schadstoffen wie Bakterien und anderen schädlichen Mikroorganismen, andererseits bewahrt sie ihn vor übermäßigem Feuchtigkeitsverlust. Kein Wunder, dass die äußerste Hautschicht auch als Hautbarriere bezeichnet wird.

Aufbau und Aufgaben

Und tatsächlich kann man sie sich vorstellen wie eine Mauer aus Backstein, wobei die einzelnen Steine die Hornzellen der Haut symbolisieren. Der Zement zwischen den Steinen wird von einer sogenannten Doppellipidschicht gebildet, die ihrerseits aus langkettigen Fettsäuren, Ceramiden und Cholesterin besteht.

Kurz: Zwischen den Hornzellen der Haut findet sich ein fettreiches Netzwerk, welches auch als Hornfett (epidermales Lipid) bekannt ist, das die Hornzellen zusammenhält – und gleichzeitig einen eigenen Beitrag gegen das Eindringen von Schadstoffen sowie das Austrocknen leistet.

Die Hornschicht wird vom sogenannten Säureschutzmantel der Haut überzogen – einem dünnen Wasser-Öl-Film, der durch unseren Schweiß ein leicht saures Milieu hat, welches wiederum die idealen Bedingungen für eine gesunde Hautflora schafft.

Faktoren, die die Funktion der Hautbarriere stören können

Wenn die Funktion der Hautbarriere gestört ist – dies kann Krankheiten wie Neurodermitis zur Ursache haben, aber auch Umweltfaktoren sowie den natürlichen Alterungsprozess –, äußert sich dies in einem trockenen Hautbild.

Doch dies ist nur das geringste Problem, denn eine gestörte Hautbarriere bedeutet auch den Verlust der Schutzfunktion der Haut. Sie reagiert übermäßig empfindlich auf Außenreize, wird rauh, schuppig und entzündet sich.

Dem Eindringen von Keimen sind Tor und Tür geöffnet. Zudem zeigen sich durch den Feuchtigkeitsverlust verstärkt Falten und Fältchen. So sollte es das oberste Ziel einer guten Hautcreme sein, die Hautbarriere in ihrer Funktion zu unterstützen und zu stärken.

Hinweise zur Vorbeugung

Ist sie allerdings erst einmal zerstört – beispielsweise durch aggressive Reinigungsmittel, die die Lipide aus der Hautbarriere herauslösen –, fällt es selbst den teuersten Produkten schwer, sie zu reparieren. Gänzlich wiederherstellen lässt sich eine strukturgeschädigte Hautbarriere nicht, weshalb Vorbeugung das oberste Gebot ihrer Pflege ist.

So sollten beim Waschen des Gesichts keine Seifen oder Syndets zum Einsatz kommen. Neben der Vorbeugung kann die Regeneration der Hautbarriere unterstützend mit Wirkstoffen begleitet werden, die bereits natürlicherweise im Hornfett vorkommen, allem voran dem Lipid-Baustein Ceramid, vor allem Ceramid 1, welches für den Zusammenhalt der Hornschichtlipide verantwortlich gemacht wird.

Vermieden werden sollten künstliche Emulgatoren, die zwar ein angenehmes Hautgefühl hervorrufen, sich jedoch mit den hauteigenen Fetten vermischen und beim nächsten Waschen ausgewaschen werden können. Die Haut ist noch trockener als vorher.

Auch Mineralstoffe sorgen zwar für ein komfortables Hautgefühl, gliedern sich jedoch nicht in die natürliche Hautstruktur ein. Besser sind Fette, die dem natürlichen Hornfett der Haut so ähnlich wie möglich sind, wie etwa das Fett der Sheabutter.

Auch Reinöl ist sehr gut hautverträglich und pflegt die Hautbarriere nachhaltig. Ebenso die Cremes auf der Basis von Membran-Struktur, die der natürlichen Hautbarriere nachempfunden sind und im Rahmen der Korneotherapie Anwendung finden.

Eine gute Hautpflege für die Nacht ist wichtiger als die tagsüber

Grafik zwei Döschen mit Creme, weißer Hintergrund
cosmetic cream blue © Franck Boston - www.fotolia.de

Sicherlich ist es wichtig, die Haut morgens zu pflegen, damit man sich frisch für den Tag fühlt und eventueller Schweiß und Schmutz von der Nacht die Poren nicht belasten. Deutlich wichtiger ist indes ein gutes Pflegeprogramm für die Nacht, denn zum einen muss der Schmutz des Tages von der Haut, damit er die Poren nicht verstopft, und zum anderen ist die Zellerneuerung in der Tiefschlafphase am regsten. Die Zellteilung geht dann schneller als tagsüber und Inhaltsstoffe aus Cremes können leichter eindringen und wirken.

Doch Vorsicht: Die Haut schaltet bereits gegen 18 Uhr in den Nachtmodus. Wer weiß, dass er das Haus nicht mehr verlässt, sollte deswegen die Nachtpflege so früh wie möglich auftragen.

Die Natur unterstützt gezielte Hautpflege

Junge Frau vor Spiegel trägt Gesichtscreme auf
Crema idratante © vision images - www.fotolia.de

Schöne, glatte Haut ist nicht nur eine Frage der äußerlichen Pflege, sondern auch ein Ergebnis von gesunder Kost, genügender Flüssigkeitszufuhr und dem legendären Schönheitsschlaf. Gerade dabei können die Zellen regenerieren. Das fördert die Aufnahmebereitschaft für reichhaltige Pflegeprodukte.

Wer sich vitaminreich ernährt, hilft seiner Haut von innen. Trinkt man zusätzlich noch viel Wasser, unterstützt dies den Stoffwechsel. Die Hautzellen werden praller und wirken dadurch straffer. Die ungeliebte Cellulite lässt sich abmildern.

Eine weitere Voraussetzung für ein gepflegtes Hautbild ist, sich regelmäßig zu bewegen. Durch die vermehrte Durchblutung wird die Haut mit Nahrung versorgt und Schlackenstoffe abtransportiert. Mit Schwamm- oder Bürstenmassagen kann man diesen Effekt verstärken.

Ob heiß oder kalt: Wasser, das unterschätzte Schönheitselixier

Der Mensch besteht im Durchschnitt zu 70% aus Wasser. Und doch ist Wasser als Schönheitselixier noch immer stark unterschätzt.

Normales Leitungswasser, das etwa 10 Grad kalt aus dem Hahn kommt, wirkt herrlich erfrischend, wenn ein Waschlappen damit durchtränkt und 30 Sekunden lang auf das Gesicht gelegt wird. Die Durchblutung wird angeregt, Schwellungen werden reduziert und der Mensch fühlt sich sofort wacher. Noch anregender, aber nichts für schwache Gemüter, ist die morgendliche kalte Dusche oder die Wechseldusche.

Heißes Wasser ist nicht minder gesund für den Körper: Ein Entspannungsbad bei 38 Grad löst Verspannungen und lockert die Muskeln auf. Einige Tropfen Duftöl im Wasser sorgen für zusätzliches Wohlgefühl. Bei Erkältungen befreit ein heißes Bad mit Eukalyptus-Zusatz die Atemwege und sorgt für erholsamen entspannten Schlaf.

Salzwasser wird von vielen Urlaubern am Meer vermieden und hat doch auch eine positive Wirkung auf den Körper. Meerwasser enthält Spurenelemente wie Magnesium und Kalzium, die die Zellfunktion der Haut stärken und sie frischer und jünger wirken lassen. Zudem befreit der feine Salzwassernebel die Atemwege und sorgt vor allem bei Menschen mit Lungenkrankheiten für erholsames Durchatmen.

Schweißbakterien für eine schönere Haut?

Neue Tinktur mit Schweißbakterien schafft deutliche Verbesserung des Hautbildes

Zugegeben, es klingt nicht unbedingt apettitlich: In den USA wurde jetzt eine mikrobiologische Untersuchung mit sogenannten Schweißbakterien vorgestellt. Diese befinden sich im menschlichen Schweiß und zersetzen diesen, wobei unter anderem auch Nitrit entsteht.

Diese Beobachtung bot Anlass für eine Mini-Studie mit gerade einmal 24 Probanden, von denen einige eine spezielle Tinktur mit den Bakterien auf die Haut aufgetragen bekamen - darunter auch ins Gesicht. Die Ergebnisse verblüfften: Offenbar taten die im Schweiß natürlich vorkommenden Bakterien dem Hautbild richtig gut.

Je höher die Bakterienkonzentration in der Creme, desto deutlicher die Verbesserung. Ob das der Startschuss für ein neues Hautpflege-Konzept oder gar dermatologisch wirksame Präparate wird? Wir sind gespannt...

Tägliche, wöchentliche und gelegentliche Körperpflege

Darüber wie die Körperpflege betrieben werden soll, gibt es verschiedene Meinungen. Die Hersteller von Produkten für die Körperhygiene sind natürlich der Meinung, man sollte sie so intensiv wie möglich betreiben. Hautärzte hingegen heben warnend den Finger, denn ein zu viel an Körperpflege kann krankmachen. Doch was sollte man mindestens wann durchführen?

Täglich

Zur täglichen Pflege des Körpers gehören verschiedene Tätigkeiten, welche einmal oder mehrmals am Tag durchgeführt werden sollen.

  • Dazu gehört beispielsweise das Putzen der Zähne welches mindestens zweimal pro Tag erledigt werden sollte.

  • Aber auch das Waschen des Körpers ist täglich angezeigt, wobei jedoch eine Seife nicht jeden Tag zum Einsatz kommen sollte. Besonders die Stellen die eventuell riechen könnten wie die Achseln, oder die äußeren Geschlechtsteile, sollten zweimal am Tag mit klarem Wasser abgespült werden.

  • Was sonst noch täglich betrieben werden sollte ist die Rasur, außer Mann möchte natürlich einen Bart tragen.

  • Täglich sollte man seine Hände inspizieren und gegebenenfalls die Nagelhaut und die Nägel kürzen.

Die Zähne sollten mehrmals am Tag geputzt werden
Die Zähne sollten mehrmals am Tag geputzt werden
Die tägliche Gesichtsreinigung

Ihr Gesicht sollten Sie sich zwei Mal am Tag waschen. Hierfür bieten sich morgens nach dem Aufstehen und das Ende eines Arbeitstages oder die Zeit vor dem zu Bett gehen an.

Sollten Sie Make-up oder andere Schminkprodukte tragen, dann entfernen Sie diese vor dem Waschen des Gesichtes mit entsprechenden hautschonenden Make-up-Entfernern. Waschen Sie Ihr Gesicht anschließend mit klarem Wasser.

Die Reinigung der Haut ist auch dann wichtig, wenn Sie kein Make-up oder keine Schminke verwenden. Unsere Haut und unser Haar wird von Straßenschmutz oder Staub und Trockenheit in der Wohnung sowie dem jeweiligen Klima täglich beansprucht und belastet. Schmutzpartikel können sich leicht in den Poren der Haut ablagern, so dass es wichtig ist, seine Haut und Haare bewusst sauber zu halten.

Auch ein tägliches Eincremen sollte selbstverständlich sein, um die Haut zu schützen und eine Portion wertvolle Feuchtigkeit für einen streichelzarten Teint zu erhalten. Tägliche Pflege ist auch für die Lippen angesagt, die besonders am Abend für eine reichhaltige Lippenpflege mehr als dankbar sind und einen Kussmund bewahren.

Für ideale Gesichtspflege sollte man die Reihenfolge bei den Produkten beachten

Junge Frau vor Spiegel trägt Gesichtscreme auf
Crema idratante © vision images - www.fotolia.de

Egal, welchen Hauttyp man hat, gründliche Pflege sowie regelmäßiges Abschminken ist enorm wichtig. Dabei kommen von Waschgel über Reinigungslotion, Toner und diverse Cremes schon so einige Produkte zusammen.

Damit das Pflegeprogramm nicht in Chaos ausartet, sollte man zunächst seinen Hauttyp bestimmen lassen und dann nur solche Dinge kaufen, die auch diesem Typ gerecht werden und zueinander passen.

So schminken Sie sich am besten ab

Dann sollte man seine Gewohnheiten beobachten. Schminkt man sich mit Pads, Lotionen oder Tüchern ab? Verwendet man anschließend lieber eine Reinigungsmilch oder ein Waschgel? Hier ist die Reihenfolge nämlich nicht ganz unerheblich.

Generell sollte man zunächst alle Schminke entfernen. Der Bi Facial Make-up-Entferner von "Lancôme" ist eigens für die Augenpartie gedacht und entfernt selbst wasserfeste Schminke im Handumdrehen. Der "Make-up Remover" der Firma "Benefit" ist für das übrige Gesicht gedacht und kommt nicht nur mit lecker-spritzigem Duft, sondern auch in einem wunderschönen Flakon daher.

Das folgt nach dem Abschminken

Anschließend werden die Reste entweder mit einem Waschgel oder einem Waschschaum entfernt oder aber man benutzt eine Reinigungsmilch. Menschen mit Mischhaut oder unreiner Haut sollten daraufhin ein Gesichtswasser verwenden.

Wer trockene oder sehr sensible Haut hat, sollte jedoch nur ab und an zu Tonern greifen, etwa wenn man stark geschminkt war oder aber das Wasser der Region sehr hart und kalkhaltig ist. Dieser sollte dann in jedem Fall keinen Alkohol enthalten. Ganz zum Schluss wird dann die Tages- oder Nachtcreme aufgetragen.

Hauttyp beachten

Die Hautpflege ist wichtig und sollte keineswegs vernachlässigt werden. Dennoch kann zu häufiges Waschen auch zu viel des Guten sein, wie Experten sagen. Jeder Wasserkontakt bedeutet ein gewisses Maß an Stress für die Haut, denn wichtige hauteigene Lipide werden abgewaschen. Der Effekt potenziert sich durch Waschlotionen und Seifen.

Für die meisten Menschen ist es vollkommen ausreichend, die Haut einmal am Tag mit einer sanften Lotion zu reinigen; sonst droht sie schnell auszutrocknen. Nur solche, die zu fettiger und unreiner Haut neigen, sollten zweimal am Tag ein auf den Hauttyp abgestimmtes Reinigungsprodukt benutzen.

Täglicher Sonnenschutz in den Sommermonaten und im Urlaub

Für die vorherrschenden warmen Sommermonate empfiehlt es sich Sonnenschutz auf die Haut zu tragen. Auch dann, wenn Sie sich überwiegend in geschlossenen Räumen aufhalten. Die Sonnenstrahlen treten durch Fensterglas und auch wenn die Haut auf diese Weise nicht gebräunt werden kann, so werden die Alterungsprozesse und das Auftreten von Pigmentstörungen der Haut ausgelöst.

Da Sonnencreme schnell einzieht, erneuern Sie alle vier Stunden das Eincremen Ihrer Haut. Achten Sie zudem darauf, dass Sie eine Sonnencreme wählen, deren Ölanteil passend zu Ihrer Haut ist. Es gibt kaum ein unangenehmeres Gefühl als ein anhaltendes öliges Gefühl auf eingecremter Haut.

Probieren Sie verschiedene Sonnencremes aus, um die Creme zu finden, mit der Sie sich am wohlsten fühlen. Lernen Sie darüber hinaus für sich kennen, ob Ihre Haut eher einen hohen, einen mittleren oder einen geringen Ölanteil besitzt.

Wählen Sie bei dem Sonnenschutzfaktor mindestens die Stufe 30, um sicher sein zu können, dass Ihre Haut in ausreichendem Maß vor der Sonne geschützt ist.

Der Sonnenschutz darf in den Sommermonaten nicht vergessen werden
Der Sonnenschutz darf in den Sommermonaten nicht vergessen werden

Alle 2 bis 3 Tage

"Weniger ist manchmal mehr" – auch bei der Hautpflege. Selbstverständlich gehört heutzutage eine gute Gesichts- und Körperpflege zum Leben dazu. Dabei sollte man seiner Haut aber nicht zu viel des Guten zumuten, schnell kann sie auf eine Überpflege sensibel reagieren.

Dusche und Haarwäsche
Duschen und Haare waschen reicht alle 2-3 Tage
Duschen und Haare waschen reicht alle 2-3 Tage

Auch unter der Dusche sollte man mit Seife und Duschgel eher zurückhaltend umgehen. Meistens ist es gar nicht nötig, den ganzen Körper einzuseifen. Wichtig sind vor allem jene Stellen, an denen man am meisten schwitzt. Ansonsten reicht die Reinigung mit Wasser vollkommen aus.

Man sollte außerdem darauf achten, ein pH-neutrales Duschgel, also eines mit einem leicht sauren pH-Wert, zu verwenden. Das greift die natürliche Hautbarriere nicht zu stark an.

Milde Duschgele und rückfettende Duschöle reinigen besonders sanft, mit einer guten Lotion wird das Gleichgewicht der Haut wieder hergestellt.

Normalerweise genügt es, wenn man sich alle zwei bis drei Tage die Haare wäscht. Wichtig ist, dass man die Haare nicht stresst und auch nicht überpflegt.

  • Lauwarmes Wasser ist wesentlich besser als heißes und
  • eine haselnussgroße Menge an Shampoo reinigt und pflegt auf eine gesunde Art.
Rasur

Rasiert man sich auf die klassische Weise die Beine, Achseln und Bikinizone, dann heißt es für eine glatte Haut alle paar Tage zum Rasier zugreifen. Bei anderen Enthaarungsmethoden genügt es hingegen alle zwei bis sechs Wochen diese anzuwenden.

Körperlotion

Wenn die Haut sich nach dem Duschen weich anfühlt und weder trocken und schuppig noch unangenehm spannend ist, kann auf das Eincremen ruhig mal verzichtet werden. Für die Haut ist die Feuchtigkeitsregulation oft gar kein so großes Problem. Es reicht demnach aus, jeden zweiten oder dritten Tag nach der Dusche zu cremen.

Frisch rasierte oder trocken wirkende Stellen sollten jedoch stets mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme oder Lotion eingecremt werden.

Wöchentlich

Peeling und Maske

Höchstens wöchentlich sollte ein Peeling des Körpers, aber auch des ganzen Gesichts durchgeführt werden. Denn ein Peeling nimmt die oberste Hautschicht ab, würde man zu oft peelen würde dies zur Verhornung der Haut führen.

ein Gesichts- und Körperpeeling mit sanften Präparaten lässt die Haut nicht grau aussehen und haucht einen rosigen Touch auf das Gesicht.

Ebenfalls wöchentlich kann man sein Gesicht mit einer pflegenden Maske behandeln, die selbstverständlich auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt werden muss.

Hand- und Fußpflege

Ebenfalls für ein wöchentliches Pflegeprogramm dankbar sind die Füße, die nicht nur mit einem Fußbad und einer Pediküre sexy aussehen, sondern auch mit einer nächtlichen Cremepackung eine volle Pflege erhalten.

Bei dieser Gelegenheit sollte man sich gleich um verhornte Stellen an den Füßen, den Händen und den Ellenbogen kümmern. Auch Hornhaut sollte nur einmal pro Woche entfernt werden.

Die Nägel an den Händen und Füßen sollten auch einmal pro Woche gekürzt oder in Form gefeilt werden. Hierbei sollte man nicht versäumen, die Nagelhaut der Fußnägel zu entfernen oder mit einem Hufeisenstäbchen sanft zurück zu schieben.

Die Füße sind dankbar über eine wöchentliche Pflege
Die Füße sind dankbar über eine wöchentliche Pflege
Haarkur

Einmal pro Woche sollten vor allem Personen mit langen Haaren eine Haarkur auftragen und diese mindestens eine halbe Stunde einwirken lassen. Die Haare mit einer Haarkur zu verwöhnen erhält die gesunde Struktur und verleiht mehr Glanz und Spannkraft.

Monatlich

Für gepflegte Haare ohne Haarbruch sollte man alle vier, jedoch spätestens alle sechs Wochen zum Friseur gehen. Dieser Rhythmus ist besonders dann angesagt, wenn man einen Kurzhaarschnitt hat, da alle vier Wochen die Haare rund einen Zentimeter wachsen und dann nicht mehr ihre Form behalten.

Gelegentlich

Zur gelegentlichen Körperpflege gehören alle Maßnahmen, die nicht für die Hygiene des Körpers nötig sind, jedoch dem Menschen gut tun.

Coloration und besondere Anwendungen

So wie etwa ein basisches Bad zur Entgiftung oder aber eine Ganzkörperpackung mit Heilerde.

Frauen und Männer, die ihre Haare färben, sollten ihre Haare mindestens einmal im Monat nachfärben lassen. Meistens genügt es aber den Ansatz nachfärben zu lassen, was auch das Haar schont. Wenn man Selbstbräuner verwenden möchte, sollte dieser auch nur gelegentlich aufgetragen werden, um keinen Gelbstich der Haut zu verursachen.

Ein Besuch beim Fachmann

Auch wenn man Pflegeprogramm gewissenhaft durchführt, kann es sich durchaus lohnen, sich alle sechs Monate einen Besuch bei der Kosmetikerin zu gönnen. Hautunreinheiten werden hierbei ebenso beseitigt als auch die Gesichtsmuskulatur mit einer entspannenden Massage verwöhnt.

Deutsche Männer benutzen kaum Produkte zur Haut- und Schönheitspflege

Männerhand trägt Gesichtscreme auf Handfläche auf
Creme for Men © Christian Stoll - www.fotolia.de

Feuchtigkeitscremes und Gesichtsmasken sind in Deutschland noch eindeutig Frauensache. Männer haben damit nicht viel am Hut.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.047 Männern ab 14 Jahren im Auftrag des Online-Portals „GesundheitPro.de“. Weit über die Hälfte der männlichen Befragten (60,1 %) gab dabei zu, „so gut wie gar keine“ Produkte zur Haut- und Schönheitspflege zu verwenden. Täglich Produkte zur Schönheitspflege zu verwenden, halten nur knapp über zehn Prozent (11,3 %) für nötig.

Da wundert es auch nicht, dass Männer nicht sonderlich viel von Peelings oder Feuchtigkeitsmasken halten: Nur jeder 17. (5,8 %) gönnt sich mindestens einmal alle drei Monate eine solche Intensivpflege. Und regelmäßig zur Kosmetikerin geht lediglich jeder 37. deutsche Mann (2,7 %).

Dermatologenkongress - Männer benutzen immer häufiger Anti-Aging-Produkte

Mann nimmt Creme aus Cremedöschen
mann ksmetik pflege © the rock - www.fotolia.de

Vor kurzem fand in Dresden ein Dermatologen-Kongress statt. Dort sagte Professor Christiane Bayerl aus Wiesbaden, dass Männer auch immer mehr Anti-Aging-Produkte einsetzen. Sie benutzen also auch zunehmend Cremes und Lotionen, um frisch, jung und hübsch auszusehen. Es gebe hier zwischen Männern und Frauen in der Nutzung solcher Produkte einen Trend zur Angleichung.

Allerdings sei Männerhaut anders als Frauenhaut. Sie sei dicker und hätte größere Talgdrüsen, Männer würden erst später Falten bekommen, dafür dann aber tiefere als Frauen. Außerdem habe die Haut von Männern einen niedrigeren ph-Wert. Homme-Produkte dürften daher weder fetten noch komedogen sein, sie sollten möglichst schnell einziehen und einen matierenden Effekt haben. Männer hätten leider immer noch häufig die Angewohnheit, ihre Gesichter mit konzentriertem Alkohol einzureiben, um sie zu entfetten. Von dieser Praxis rät Bayerl dringend ab.

Viele Männer lassen sich Kosmetikprodukte von ihrer Frau kaufen

Heutzutage wird zwar auch bei Männern sehr viel Wert auf Körperpflege und Kosmetik gelegt, doch wie eine Umfrage der "Apotheken Umschau" unter 953 Männern zeigt, wollen sich die meisten Herren in ihrer Freizeit nicht unbedingt mit dem riesigen Angebot an Pflegeprodukten befassen.

Insgesamt 33,9% der Umfragenteilnehmer gaben an für Haut- und Körperpflege einfach immer die selben Produkte zu kaufen und garnicht großartig Neues auszuprobieren. 27,3% schicken sogar ihre Frauen zum Kosmetikkauf und 15,3% lassen sich bei der Produktwahl zumindest von ihrer Partnerin beraten.

Der Kosmetikmarkt will nun vermehrt die Männer für sich gewinnen

Mann trägt Creme auf Gesicht unter Augen auf
man cosmetic © detailblick - www.fotolia.de

In jeder Stadt lassen sich heutzutage Kosmetiksalons finden, in jeder Drogerie gibt es ganze Regalreihen voller Kosmetikprodukte und es scheinen beinah täglich neue Ideen auf den Markt zu kommen. Dabei ist jedoch ein Schwerpunkt immer ganz klar zu sehen: Hauptzielgruppe sind die Frauen.

Weibliche Kunden machen noch immer den größten Teil der Abnehmer aus, doch das will die Kosmetikbranche nun mehr und mehr ändern. Treu dem Gedanken, dass Emanzipation ruhig auch in die andere Richtung gehen kann, soll die Männerhaut mehr in den Vordergrund gerückt werden. Einige Produkte für den Mann gibt es ja bereits, doch ein Gleichgewicht ist dabei noch lange nicht erreicht. Der Kosmetikmarkt glaubt jedoch, dass das funktionieren kann. Immerhin wollen auch Männer gegen die Zeichen der Zeit vorgehen und jung und attraktiv sein. Unsere Haut verrät am ehesten, wie alt wir wirklich sind und warum sollen nicht auch Männer versuchen, der Zeit ein Schnippchen zu schlagen?

Der Trend hat bereits begonnen, wenn man ersten Erhebungen Aufmerksamkeit schenkt. Demnach sind hierzulande die Ausgaben für männliche Pflegeprodukte im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent gestiegen. In Euro ausgedrückt, wurden daher immerhin stolze 11,2 Milliarden Euro für die gepflegte Männerhaut ausgegeben.

Langsam wird's: Immer mehr Männer kümmern sich um ihre Gesichts- und Körperpflege

Jugendlicher trägt Rasierschaum auf und lächelt
Man applying shaving cream smiling © Monkey Business - www.fotolia.de

Die Zeiten, in denen Männer eine Zahnbürste, ein Stück Seife und Rasierschaum im Kulturbeutel hatten, sind vorbei. Wie selbstverständlich machen Gerard Butler, Brad Pitt oder Jogi Löw Werbung für Kosmetik- und Pflegeprodukte für Männer. Und ebenso selbstverständlich schleichen sich auch in immer mehr Männerhaushalten Augen-, Falten- und Feuchtigkeitscremes ein.

Einer Studie des Kosmetikkonzerns "L’Oréal" zufolge nutzen die Hälfte aller Männer regelmäßig Gesichtspflege. Monatlich ist ihnen das 24 Euro wert. Das scheint den Damen zwar immer noch wenig, doch die Zahl hat sich in den letzten zwei Jahren immerhin verdoppelt. Allerdings lassen die Kerle sich Beauty-Produkte gerne von ihren Freundinnen mitbringen. Selbst greifen sie am ehesten zu, wenn die Verpackung neutral ist und die Düfte nicht zu süßlich sind.

Viele Kerle gestanden, die Produkte ihrer Freundin durchaus auszuprobieren. Wer als Frau also auf Unisex-Produkte steht, sollte sich nicht wundern, wenn die Bodylotion schneller leer wird.

Zum Küssen weich und doch männlich - Tom Ford zeigt, wie Männerhaut richtig gepflegt wird

Gepflegter Mann mit leichtem Vollbart steht vor dem Spiegel und reibt seine Wange mit Rasierschaum ein
Morning hygiene in the bathroom © and.one - www.fotolia.de

Dass Männer mittlerweile mehr in ihrem Badezimmer stehen haben als nur Nivea und Rasierschaum, dass ist auch Tom Fords Verdienst. Schließlich waren es Männer wie er, die vormachten, dass überhaupt nichts dabei ist, sich als Mann zu pflegen und dabei verschiedene Produkte auszuprobieren.

Nun geht der Designer einen Schritt weiter und bringt eine Produktlinie speziell für Männer auf den Markt. Sie enthält unter anderem ein Balsam für die Lippen, Feuchtigkeitscreme und sogar einen Concealer. Im Interview erklärte Ford, es sei eine Frage des Respekts, dafür zu sorgen, gut auszusehen - vor sich selbst und vor der Umwelt. Seine Produkte seien auf die Bedürfnisse von männlicher Haut zugeschnitten, sie seien dabei einfach anzuwenden und dennoch wirkungsvoll.

Es sei für ihn selbstverständlich, auf sein Äußeres aufzupassen und das schließe die Hautpflege nunmal mit ein. Es verbessere die allgemeine Lebensqualität, so gut auszusehen wie man irgendwie kann.

Beauty-Produkte für Männer werden zum Renner auf dem Schönheitsmarkt

Mann nimmt Creme aus Cremedöschen
mann ksmetik pflege © the rock - www.fotolia.de

Dass Männer immer häufiger zu Kosmetikprodukten und speziellen Pflegeangeboten greifen, das freut sowohl die Damenwelt als auch den Einzelhandel.

Parfümerien und Drogeriemärkte rüsten zum Weihnachtsgeschäft jedenfalls schon lange nicht mehr nur die Damenabteilung auf. Artikel wie echte Dachshaarpinsel oder hochwertige Gesichtslotionen für Männer eignen sich dabei übrigens auch ideal als Weihnachtsgeschenk.

Die Angebote reichen von Einsteigersets bis hin zu Luxus-Artikeln. Dass der Handel den Mann verstärkt in den Fokus genommen hat, liegt natürlich auch daran, dass der für Frauenprodukte relativ gesättigt ist. Es gibt wohl kaum ein Körperteil am weiblichen Körper, für das es nicht irgendein Pflege- oder Korrekturprodukt gibt.

So oder so, ob in der Chefetage oder nicht: ein ungepflegt wirkendes Erscheinungsbild bei Männern geht weder im Büro noch im Alltag ohne weiteres noch durch.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: body care © Franz Pfluegl - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: zahnreinigung © Stefan Redel - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: sunny girl © Dash - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Smiling woman under shower in bath room. © kristian sekulic - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Pedicure © BVDC - www.fotolia.de

Autor:

Viola Reinhardt - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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