Nagelfräser - Aufbau, Funktion und Einsatzgebiete

Nahaufnahme Frauenhände mit rot lackierten Fingernägeln, weißer Hintergrund

Wir erklären, was beim Kauf sowie der Anwendung eines Nagelfräsers beachtet werden sollte

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  • von Paradisi-Redaktion

Die Anschaffung eines Nagelfräsers, auch als elektrische Nagelfeile bekannt, will wohl überlegt sein. Das umfangreiche Angebot an Nagelfräser-Modellen, in den unterschiedlichsten Preis- und Qualitätsstufen, ist nur schwer überschaubar. Daher fällt die Kaufentscheidung besonders schwer.

Nagelfräser sind die ideale Arbeitserleichterung bei der Nagelbearbeitung.

  • Feilen,
  • Säubern,
  • Glätten und
  • Abtragen der Nägel

im Handumdrehen für das perfekte Nageldesign. Elektrische Nagelfräser eignen sich für die Pediküre, Maniküre und modellierte Nägel und ermöglichen somit ein schnelles komfortables Arbeiten.

Wer auf der Suche nach dem passenden Nagelfräser für Maniküre und Pediküre ist, dabei ein günstiges aber trotzdem hochwertiges Modell sucht, sollte sich erst einmal einen groben Marktüberblick verschaffen. Entscheidend sollte das Einsatzgebiet des Nagelfräsers sein, aber auch der Aufbau und die Funktion sollte eine entscheidende Rolle spielen, bei der Wahl der elektrischen Nagelfeile.

Bestandteile

Handstück und Schleifkörper

In der Nagelmodellage bedeutet das Arbeiten mit einem Nagelfräser eine enorme Arbeitserleichterung. Das eigentliche Herzstück des Fräsers befindet sich in einem Tischgerät. Beim Kauf gehört zum Nagelfräser ein Handstück, das meistens mit einem Spiralkabel verbunden ist und weder zu leicht noch zu schwer sein sollte. Außerdem muss das Handstück stabil sein und gut in der Hand liegen.

Unterschiedliche Schleifgeräte und Schleifkörper (BITS) werden an dem Handgerät befestigt, um

abzutragen. Nagelfräser sind daher im Bereich der Nagelmodellage sowie des Nageldesigns für zielgerechte Bearbeitung unverzichtbar geworden.

Motor

Zum effektiven Arbeiten gehört ein leistungsstarker Motor, der allerdings flüsterleise sein sollte, andernfalls wird das Geräusch des Motors schnell als störend empfunden. Die Drehzahl des Motors sollte mindestens 20.000 U/min, besser noch 35.000 U/min haben und dabei stufenlos regulierbar sein. Der Nagelfräser sollte eine stabile Drehzahl und viel Drehmoment im unteren Bereich haben, dann ist er für die Nagelpflege bestens geeignet.

Stellrad und Pedal

Meistens wird die Drehzahl durch ein Stellrad am Steuergerät bequem eingestellt. Wählt man ein Gerät mit Fußpedal, wird die Geschwindigkeit des Nagelfräsers darüber bestimmt. Dies ist ein großer Vorteil und eine große Arbeitserleichterung bei einer Nagelmodellage, so muss man nicht immerzu aufhören am Nagel zu arbeiten, um das Tempo zu erhöhen oder zu verringern.

Die Regulierung über das Pedal geschieht nach etwas Übung ganz automatisch. Eine digitale Anzeige der Leistung, über die einige Modelle verfügen, erleichtert das Arbeiten zusätzlich. Außerdem ist die Möglichkeit des Umstellens von Rechts- auf Linkslauf empfehlenswert.

Schutzisolierung und Schnellverschluss

Auf eine entsprechende Schutzisolierung, mindestens nach Klasse 2 (für Feuchtbereiche geeignet) sollte geachtet werden, besonders wenn der Nagelfräser aus dem Ausland bestellt wird.

Ein automatischer Schnellverschluss für 2,32 bis 2,35 mm Standard-Bits erleichtert das schnelle Wechseln der Aufsätze für die Nagelfräser. Die unterschiedlichen Aufsätze aus

  • Diamant,
  • Metall oder
  • Stein

werden für die unterschiedlichsten Einsätze an Haut und Nägel benötigt.

Die Auswahl der rotierenden Instrumente unterscheidet sich auch in der Form, Größe und dem Durchmesser. Für jede Anwendung der passende Aufsatz. Ein schneller Wechsel von einem Aufsatz zum anderen ist daher besonders wichtig, spart Nerven und Zeit.

Einsatzgebiete

Der wichtigste Punkt, der bei einer Kaufentscheidung berücksichtig werden sollte, ist das Einsatzgebiet des Nagelfräsers. Ist er für den Eigenbedarf oder als Profigerät bestimmt?

Privater Bereich

Kommt der Nagelfräser nur gelegentlich zum Einsatz, um

die Nägel zu machen, dann genügt selbstverständlich eine elektrische Nagelfeile für den Hobbybereich. Für den privaten Bereich sollte ein Nagelfräser im mittleren Preissegment, kein billiger, qualitativ ausreichen.

Von batteriebetriebenen Nagelfräsern wird dabei immer wieder abgeraten, sie sind im Handel sehr günstig zu kaufen, sollen ihrer Aufgabe – dem Fräsen – allerdings nicht richtig gewachsen sein.

Im Nagelstudio

Einem Nagelfräser in einem Nagelstudio wird viel mehr abverlangt. Er sollte hochwertig sein und gut in der Hand liegen, immerhin kommt er den ganzen Tag über andauernd wieder zum Einsatz.

  • Ein leistungsstarker Motor,
  • ein gut in der Hand liegender Fräser,
  • bestenfalls ein Fußpedal, über das die Geschwindigkeit reguliert wird und
  • hochwertige Aufsätze

erleichtern das Arbeiten am Kunden ungemein.

Umgang üben

Das Arbeiten mit einem Nagelfräser will gelernt sein. Wer bisher immer nur mit Feilen gearbeitet hat, muss den Umgang mit dem Fräser erst einmal erlernen, eine gute Schulung ist ratsam.

Schnell fräst man zu stark und der Naturnagel wird beschädigt, es treten schnell rote Stellen und Querstreifen auf. Das Fräsen ohne Druck, bei geringer Geschwindigkeit und an wechselnden Stellen des Nagels ist besonders wichtig.

Zur Entfernung des gröbsten Materials sind Nagelfräser besonders gut geeignet, hierfür arbeitet man vom Nagelrand bis hin zum freien Nagelende. Dabei darf man nie zu lange auf einer Stelle verweilen.

Nur sehr Geübte sollten auch die Reste und Feinheiten mit dem Fräser entfernen. Wer noch ein wenig unsicher im Umgang mit dem Nagelfräser ist, sollte die Feinarbeiten mit der Handfeile erledigen.

Nach jedem Einsatz müssen die Aufsätze (Bits) desinfiziert werden. In einer speziellen Flüssigkeit, dem Bohrerbad, werden die Bits für den nächsten Kunden desinfiziert, der Fräser selbst wird mit einem Flächendesinfektionsmittel behandelt.

Grundinformationen und Hinweise zum Nageldesign

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: The sheaf © Deklofenak - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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