24. September 2009
Von Viola Reinhardt
Egal ob die Reise ins Hotel, die Jugendherberge oder in die freie Natur geht, der Kulturbeutel ist stets ein hilfreicher Begleiter. Die Industrie hat das erkannt und entwickelt immer praktischere Beutel. So wurde aus dem gängigen Kulturbeutel einer den man mittels einer Öse aufhängen kann. Der Vorteil liegt hierbei klar auf der Hand: Anstatt vom Waschbecken oder gar vom Boden aus die Utensilien heraus zu kramen, können sie nun bequem auf Augenhöhe entnommen werden.
Ebenso wurden dementsprechende geräumige Fächer entworfen, die Platzsparend sind und für eine gewisse Ordnung sorgen. Falt- oder rollbar, benötigen sie leer kaum Platz, nehmen aber ein breites Sortiment an Artikeln im geöffneten Zustand auf. Ausgestattet mit reflektierenden Flächen, die den Spiegel ersetzen und aus ersichtlichen Gründen nicht aus Glas bestehen, werden die Kulturbeutel immer mehr zu einem nicht wegzudenkenden Begleiter auf Reisen.
Der Inhalt und somit der Beutel an sich sollte an das entsprechende Vorhaben angepasst werden. Der Aufenthalt in einem Hotel spricht für einen eher großen Kulturbeutel, in dem sich alle nötigen Hygieneartikel befinden, wie zum Beispiel die Zahnbürste, Zahnpasta, Rasierer und der entsprechende Schaum, das Aftershavebalsam, Duschgel, Kamm, Föhn, Haargel, Clipper, verschiedene Cremes und alles was ein Mann so braucht. Da diese Liste von Mann zu Mann stark abweicht, kann eine generelle Liste nicht erstellt werden, da jeder selbst bestimmt, was er für die Hygiene notwendig hält. So wird im Inventar des Kulturbeutels eines Mannes das Pediküre-Set eher seltener auftreten, obwohl es gewiss den einen oder anderen männlichen Vertreter gibt, der genau ohne solch ein Set nicht das Haus verlässt.
Noch weniger Inventar dürfte der Kulturbeutel erfassen, wenn es sich um einen Abenteuerurlaub handelt. Denn bei einem Rafting-Urlaub wird es wenig Sinn machen, sich per Kamm und Föhn oder womöglich noch Haargel, für den Wildwasserspaß "schön" zu machen. Bei einem Urlaub fern von der Zivilisation, fehlen die elektrischen Geräte mangels Strom ganz automatisch in der Liste. Begrenzt werden hierbei die Utensilien dann auf das allernötigste. Rasierzeug und Zahnbürste dürften vollkommen ausreichend sein. Denn in der freien Natur wäre ein vollgepackter Kulturbeutel nicht nur völlig unbrauchbar und unnötiger Ballast, sondern ein beißender Vergleich wie er gegensätzlicher nicht sein kann.
Was also alles in einen Kulturbeutel gehört, ist abhängig von der geplanten Reise und den Hygienevorstellungen des Mannes. So unterschiedlich die Reisen und Vorstellungen auch sein mögen, ist es gut zu wissen, dass es für jeden den passenden Kulturbeutel gibt, dessen praktischer Zweck, auf Reisen als auch Zuhause immer wieder äußerst hilfreich ist. Ach ja, wer hat ihn erfunden? Hier streiten sich die Geister, denn während die einen fest überzeugt sind, dass der Kulturbeutel aus Russland stammt, glauben andere seinen Ursprung in Deutschland zu wissen. Doch egal woher er auch ursprünglich entstammt - praktisch ist er auf jeden Fall.
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