Unterschiedliche Wirkungsweise, Vorteile und Ablauf der Infrarot-Wärmekabine

Thermometer und Sanduhr hängen an der Holzwand einer Sauna

Die Infrarot-Wärmekabinen zur kreislaufschonenden Wärmebehandlung

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  • von Paradisi-Redaktion

Als Infrarot-Wärmekabine bezeichnet man eine Alternative zur klassischen Sauna. Diese Variante ist energiesparender und schont zudem Herz und Kreislauf. Die Wärme wird dabei durch Infrarotstrahlen erzeugt.

Ziel und Zweck von Infrarot-Wärmekabinen ist eine kreislaufschonende Wärmebehandlung durch den Einsatz von Infrarotstrahlen. Aufgrund der flächendeckenden Bestrahlung kann der menschliche Körper langsam und behutsam erwärmt werden.

Wirkungsweise

Beim Auftreffen auf den Körper werden die Infrarotstrahlen in Wärme umgewandelt. Zum Teil werden die Strahlen auch absorbiert. So kommt es zu einem behaglichen Gefühl von Wärme. Die Methode schont Herz und Kreislauf und wirkt sich zudem positiv auf das Immunsystem aus.

Infrarot-Sauna: milde Alternative für den empfindlichen Kreislauf

Zwei junge Damen sitzen mit weißem Handtuch in der Sauna
Freundinnen in der Sauna © ChristianSchwier.de - www.fotolia.de

In der kalten Jahreszeit hat die Sauna Hochsaison. Viele Menschen meiden die herkömmlichen Saunen allerdings, weil die Hitze ihnen Kreislaufbeschwerden bereitet. Eine schonende Alternative könnte dann die Infrarot-Sauna sein. Was sind die Vorteile der sanften Strahlen?

Vorteile der Infrarot-Sauna

Die finnische Sauna erreicht üblicherweise Temperaturen bis zu 80 Grad. In einer Infrarot-Sauna herrschen wesentlich mildere Bedingungen: zwischen 25 und 65 Grad lassen sich die Kabinen aufheizen. Anders als in der herkömmlichen Sauna wird auch nicht der gesamte Innenraum heiß. Die Wärme entwickelt sich erst, wenn die Infrarot-Strahlen auf den Körper treffen.

Die wohlige Wärme kommt also von innen. Daher gilt ein Besuch in der Infrarot-Kabine als ideal, um Muskelverspannungen, Gelenkbeschwerden, Ischias und Kreuzschmerzen zu lindern. Auch bei Erkrankungen der Atemwege fördern die Strahlen die Durchblutung und sorgen so für eine schnellere Heilung.

Risiken der Sauna

Was gut wirkt, hat aber auch Risiken. Wer unter extrem hohem Blutdruck leidet, sollte nicht in die Infrarot-Sauna gehen. Bei akuten Entzündungen ist ein Besuch ebenfalls unklug. Da eine intensive Strahlung die Augen schädigen kann, sollte man zudem nicht länger in den Strahler starren.

Durch die niedrige Temperatur können sich in der Infrarot-Sauna Keime besser vermehren. Wer die gesundheitlichen Vorteile der Tiefenwärme nutzen möchte, sollte deshalb auf eine regelmäßige Reinigung der Kabine achten.

Vorteile gegenüber einer klassischen Sauna

Geringere Belastung

Die Infrarot-Wärmekabinen sind besonders für Menschen geeignet, die in einer klassischen finnischen Sauna mit Kreislaufproblemen aufgrund der starken Hitzebelastung und der geringen Luftfeuchtigkeit zu kämpfen haben.

Die Wirkungsweise der Infrarot-Wärmekabinen ist jedoch genauso positiv für die Gesundheit wie in einer konventionellen Sauna oder in einem Dampfbad. So werden:

  • die Muskeln entspannt
  • die Durchblutung angeregt
  • die Abwehrkräfte gestärkt

Infrarotlicht

Ein weiterer positiver Aspekt ist der Einsatz des Infrarotlichts, das der Wirkung des Sonnenlichts ähnelt. Daher kann auch die Psyche von der Behandlung in einer Infrarot-Wärmekabine profitieren, da die Stimmungslage des Menschen durch den Einsatz des Lichts verbessert wird.

Durch die Ausschüttung von Glückshormonen (Endorphinen) wird das Gehirn günstig beeinflusst. So verschrieben viele Ärzte bei leichten Depressionen die Behandlung in einer Infrarot-Wärmekabine als unterstützende Maßnahme bei einer Therapie.

Des Weiteren erzeugen die Infrarotstrahlen eine höhere Luftfeuchtigkeit als eine herkömmliche Sauna, wodurch eine intensivere Schwitzwirkung entsteht.

Ein weiterer Vorteil der Infrarot-Wärmekabine besteht darin, dass es nicht nötig ist, den Raum lange vorzuheizen, sodass sich dadurch Energie sparen lässt.

Infrarotlicht als Stimmungsaufheller
Infrarotlicht als Stimmungsaufheller

Ablauf in einer Infrarot-Wärmekabine

Angeboten werden Infrarot-Wärmekabinen von zahlreichen Sauna- und Wellnessbetrieben. Der Unterschied zur herkömmlichen Sauna besteht vor allem darin, dass die Hitze nicht von einem Saunaofen, sondern von Infrarotstrahlern erzeugt wird. Die Temperaturen sind niedriger und angenehmer.

Ansonsten ähnelt der Ablauf dem in einer herkömmlichen finnischen Sauna.

Der Besuch einer Infrarot-Wärmekabine

  1. Bevor man sich in die Wärmekabine begibt, duscht man und trocknet sich ab.

  2. In der Infrarot-Wärmekabine befinden sich mehrere Holzbänke, auf denen man Platz nehmen kann. Dabei sollte man aus hygienischen Gründen stets darauf achten, ein Handtuch als Unterlage bei sich zu haben, denn gerade Holzbänke sind anfällig für Bakterien.

  3. Die empfohlene Aufenthaltsdauer in einer Infrarot-Wärmekabine liegt bei ungefähr dreißig Minuten.

  4. Danach sollte man eine Dusche oder ein kaltes Bad nehmen und sich rund zwanzig Minuten lang ausruhen.

Insgesamt können drei Durchläufe in einer Infrarot-Wärmekabine gemacht werden. Zudem kann man eine Infrarot-Wärmekabine bis zu dreimal wöchentlich aufsuchen.

Infrarot-Kabinen für die Wohnung

Eine Infrarot-Wärmekabine lässt sich auch privat für die eigenen vier Wände nutzen. Es gibt sie sowohl für nur eine Person als auch für bis zu 6 Personen zu kaufen. Die meist aus Massivholz gefertigt Kabinen sind schnell aufgebaut und nehmen in der Regel nur sehr wenig Platz weg, sodass sie beispielsweise im Keller oder in etwas geräumigeren Badezimmern aufgestellt werden können.

Infrarotkabinen zuhause sind platzsparender und energiesparender als eine Sauna
Infrarotkabinen zuhause sind platzsparender und energiesparender als eine Sauna

Je nach Preisvorstellung können die Infrarot-Wärmekabinen mit verschiedenen Ausstattungen geliefert werden. Wer es schlicht mag, der erhält für einen Preis von 700 bis 1000 Euro ein einfaches Basismodell für eine Person, die lediglich über eine Innenbeleuchtung und einen Wärmeregler verfügt. Ab 1000 Euro aufwärts kann man sich dann jedoch für den häufigeren Gebrauch auch eine Luxusausstattung mit

  • Handtuchhalter,
  • eingebauter Musikanlage,
  • Innen- und Außenbeleuchtung und
  • einem digitalen Bedienungsfeld von außen und innen

bestellen.

Infrarotkabinen - eine günstige Alternative zur Sauna

Junge Frau mit langen, dunklen Locken und blauem Handtuch sitzt in der Sauna und lacht in die Kamera
woman in a sauna with towel relaxing © Tandem - www.fotolia.de

Wer daran denkt sich eine eigene Sauna zuzulegen aber Energiekosten sparen möchte, sollte vielleicht über Infrarotkabinen nachdenken. Der Unterschied besteht im wesentlichen darin, dass die Infrarotstrahlung direkt in den Körper eindringt und dort unmittelbar in Wärme umgesetzt wird.

Dieses Verfahren hat zur Folge, dass man schon bei der Hälfte der in einer Sauna üblichen Temperatur anfängt zu schwitzen. Im Vergleich hat eine Sauna von vier Quadratmetern einen Leistungsverbrauch von sieben bis acht Kilowattstunden.

Bei der Infrarotkabine kommt man gerade mal auf 0,8 Kilowattstunden, ein weiterer Vorteil ist die geringe Aufheizzeit von ca. fünf Minuten. Ein Nachteil der Infrarotkabinen ist die nicht konzentrierte Bestrahlung, somit dauert es länger bis man anfängt zu schwitzen. Die Preise von Infrarotkabinen liegen bei einfachen Modellen unter 800 Euro, die Luxusvariante bekommt man für 13.000 Euro.

Grundinformationen zu Infrarot-Wärmekabinen

  • Unterschiedliche Wirkungsweise, Vorteile und Ablauf der Infrarot-Wärmekabine

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Wnetrze sauny finskiej, klepsydra, termometr, hydrometr. © blachowicz102 - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Sauna © tm-photo - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: sauna © Dragan Trifunovic - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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