26. November 2009
Zur Behandlung von zahlreichen Beschwerden oder auch nur zur Entspannung, kann eine schwedische Massage durchgeführt werden. Dabei kommen fünf bestimmte Handgriffe zur Anwendung.
Da die schwedische Massage zu den Klassikern der Massageformen gehört, wird sie in sämtlichen Massagepraxen oder Wellnesseinrichtungen angeboten. Wie bei den meisten Massagearten, kommt auch bei der schwedischen Massage ein hochwertiges Massageöl zur Anwendung. Darüber hinaus gehören fünf bestimmte Handgriffe zur Behandlung.
1. Streichung
Streichende Bewegungen gehören zu den angenehmsten Massagehandgriffen. Sie kommen vor allem zu Beginn der Massage, beim Verteilen des Massageöls oder einer Creme, zur Anwendung. Zudem kann sich die Haut der zu massierenden Person durch diese leichten Bewegungen an die Hände des Masseurs oder der Masseuse gewöhnen. Auch während der Behandlung werden zwischendurch Streichungen vorgenommen, um dem Patienten eine Erholungspause nach härteren Handgriffen zu ermöglichen. Zum Ende der Massage werden erneut streichende Bewegungen angewandt, damit sich die beanspruchte Muskulatur wieder erholen kann.
2. Knetung oder Walkung
Als Knetung oder Walkung bezeichnet man Handgriffe, bei denen Haut und Muskulatur entweder mit den Händen oder nur mit Daumen und Fingern behandelt werden. Dabei werden die Hautstellen gewalkt oder geknetet. Bei der Walkung wird der Druck auf die Knochen durch die darüberliegenden Muskeln erzeugt, während bei der Knetung die Wirkung durch die Hände des Masseurs entsteht. Auf diese Weise lassen sich Verspannungen lösen. Zudem wird die Durchblutung verbessert und es kommt zu einem positiven Effekt auf das Unterhautbindegewebe und die Muskulatur.
3. Reibung
Dabei werden kleine, kreisende Bewegungen mit den Fingerspitzen oder den Handballen auf dem Muskel durchgeführt. Vor allem bei Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur ist die Reibung sehr wirkungsvoll. Der Masseur muss jedoch darauf achten, dass die Reibebewegungen nicht zu stark ausgeführt werden, damit es nicht zu Schmerzen oder Verletzungen kommt.
4. Klopfung
Bei der Klopfung führt der Masseur kurze, schlagende Bewegungen mit der flachen Hand oder den Fingern aus. Dadurch wird die periphere Durchblutung angeregt und der Tonus der Muskulatur verändert. Durch eine Klopfung auf der Lungenregion kann auch die Schleimablösung der Lunge verbessert werden.
5. Erschütterung oder Vibration
Dabei erzeugt der Masseur Muskelzittern durch Vibrationen. Dazu legt er die flache Hand oder die Fingerspitzen auf die zu behandelnde Stelle und löst dann das Muskelzittern aus, dessen Wirkung auch tiefer gelegene Gewebe und Organe erreichen kann. Da dieser Massagehandgriff lockernd ist, hat er auch eine krampflösende Wirkung.
Eine schwedische Massage lässt sich auch zu Hause gut durchführen. Um die entsprechenden Handgriffe zu erlernen, sollte man sich mit geeigneter Lektüre versorgen. Zudem gibt es Wochenendseminare, in denen die Grundlagen der schwedischen Massage vermittelt werden.
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