12. Januar 2009
Von Viola Reinhardt
Wasser begleitet den Mensch bereits von Geburt an, schützt und verhilft zum Leben. Doch auch nach dem Erblicken der Welt ist und bleibt das Wasser eines der wichtigsten Elixiere des Menschen, sei es damit er nicht verdurstet oder auch um sich zu reinigen und zu pflegen. Daneben ist besonders im Bereich der Medizin und des Wellness das Wasser ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn es darum geht sich zu entspannen, Erkrankungen zu lindern oder auch als Prävention gegen zahlreiche Beschwerden die heilende Kraft des Wassers zu nutzen.

Abhärtung in eiskaltem Wasser
Eines der wirksamen Mittel der Gesundheit etwas Gutes zutun ist das Wassertreten. Eine alte Methode, die man sowohl in einem Kur- oder Saunabetrieb als auch in den eigenen vier Wänden anwenden kann. Warmes Wasser ist hierbei nicht das richtige Element, um aktiv etwas zur persönlichen Vorsorge und Schönheitspflege zutun. Kälte ist angesagt und kann dem einen oder anderen Wassertreter anfangs einmal kurz die Luft zum Atmen nehmen, denn ein Temperaturunterschied zwischen Körper und Wasser von etwa 30 Grad Celsius ist zunächst der reinste Kälteschock.
Sinn und Zweck der kalten Flüssigkeit ist es den Organismus zu aktivieren, die Durchblutung der Venen und der Haut zu unterstützen und dem Immunsystem einen kräftigen Schub an Abwehrkraft zu vermitteln. Der Ablauf selbst ist angesichts der Wirkungskraft eher simpel. Das Wassertreten lässt sich sowohl in einer Art Wasserlauf als auch in einem kleinen Becken oder in der Wanne praktizieren. Wichtig ist bei dieser Abhärtungsmethode, dass man zu Beginn warme Füße hat und nur für wenige Minuten im Wasser verbleibt. Dabei sollte man entweder gehen und jeweils einen Fuß aus dem Wasser heben oder auch auf der Stelle treten. Anschließend heißt es die kalten Füße gut trocken rubbeln und warme Strümpfe anziehen. Sich danach noch etwas auszuruhen ist durchaus empfehlenswert. Zwei bis drei Durchgänge des Wassertretens sollten es schon sein, und wenn man diese Methode mindestens zweimal in der Woche ausübt, kann man relativ schnell eine positive Wirkung auf die Haut und das Immunsystem spüren.
Das Wasser als Elixier des Lebens zeigt auch bei der Pfarrer Kneipp Methode seine Kraft und kann auch wunderbar im eigenen Badezimmer angewendet werden. Als Sicherheitsfaktor empfiehlt es sich allerdings für eine rutschfeste Badewanneneinlage zu sorgen, denn sonst könnte es durchaus passieren, dass man zwar die Kräfte des Wassertretens spürt, aber dafür das eine oder andere Gelenk gebrochen hat. Doch damit wäre die ganze Wirkung des Wassers hinfällig, und das im wahrsten Sinne des Wortes.
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