7. Januar 2010
Ölbäder sind Bäder, bei denen Öl als Badezusatz verwendet wird. Eine hautschonende Variante für Menschen mit besonders empfindlicher Haut ist ein Bad mit Nachtkerzen- und Sojaöl.
Ölbäder dienen der Pflege von beanspruchter und angegriffener Haut. Besonders trockene Haut kann von einem ölhaltigen Badezusatz profitieren. Das warme Wasser hat die Eigenschaft, die Poren der Haut zu öffnen, wodurch die Feuchtigkeit des angewandten Öls aufgenommen werden kann. Durch das Ölbad bildet sich auf der Haut ein Ölfilm, durch den die Feuchtigkeit eingeschlossen wird. Auf diese Weise lassen sich verschiedene Symptome wie Trockenheit der Haut oder Juckreiz wirkungsvoll lindern. So kann ein Ölbad bei bestimmten Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Psoriasis (Schuppenflechte) sehr hilfreich sein. Darüber hinaus wird der Hautalterung vorgebeugt.
Ölbäder kommen bereits seit der Antike zur Anwendung und erfreuen sich auch heute noch großer Beliebtheit. Die modernen Ölbäder der heutigen Zeit sind ein Kompromiss zwischen Anwendungsfreundlichkeit und Hautfreundlichkeit. Häufig zur Anwendung kommen Öle wie Jojobaöl, Mandelöl, Babyöl oder Weizenbaumöl. Eine besonders hautschonende Alternative ist die Verwendung von natürlichem Nachtkerzenöl und Sojaöl, das sich ausgezeichnet für Menschen eignet, die an sehr empfindlicher Haut leiden. In Nachtkerzen- und Sojaöl sind nur pflanzliche Wirkstoffe enthalten, die mit ätherischen Ölen leicht parfümiert werden. Durch das enthaltene Lecithin werden die Öle während des Badens besser auf der Haut verteilt. Da die Inhaltsstoffe sehr hautschonend sind, können auch Menschen mit empfindlicher Haut dieses spezielle Badeöl problemlos nutzen.
Ein Badeöl aus Nachtkerzenöl und Sojaöl lässt sich auch in der heimischen Küche gut herstellen. Dazu benötigt man 50 Milliliter Sojaöl, 40 Milliliter Nachtkerzenöl, 3 Gramm Lecithin-Pulver, 10 Tropfen ätherisches Rosenholzöl, 3 Tropfen ätherisches Rosenöl, 3 Tropfen Ylang Ylang-Öl, 3 Tropfen Geraniumöl sowie 5 Milliliter Vitamin-E-Acetat zur Konservierung. Bei der Herstellung des Badeöls erwärmt man zuerst das Sojaöl bei einer Temperatur von 40 Grad Celsius. Dann fügt man das Lecithinpulver hinzu und löst es unter Rühren auf. Anschließend gibt man auch das Nachtkerzenöl sowie das Vitamin E dazu. Zum Abschluss werden die ätherischen Öle tröpfchenweise beigemischt, wobei man sich seinen eigenen persönlichen Duft erstellen kann.
Da sich das Badeöl aus Nachtkerzen- und Sojaöl nur in gewissen Grenzen konservieren lässt, sollte man es nur in kleinen Mengen selbst herstellen und rasch verbrauchen.
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