Unterschiedliche Anwendungsgebiete und Ablauf des Aromabads

Junge Frau entspannt im Schaumbad mit Rosenblättern, neben ihr Tablett mit Tee

Die Anwendung des Aromabads und beliebte Aromazusätze zur Regeneration von Körper und Geist

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  • von Paradisi-Redaktion

Als Aromabad bezeichnet man ein Bad, das mit verschiedenen duftenden Zusätzen angereichert wird. Dies können ätherische Öle, aber auch Honig, Milch oder Pflanzen sein. Diese unterschiedlichen Aromazusätze (Düfte und Öle) regenerieren und entspannen den gestressten Körper und die Seele. Lesen Sie hier mehr über den Ablauf und die typischen Anwendungsgebiete. Außerdem finden Sie in diesem Artikel die wichtigsten Aromabad-Zusätze mit ihren jeweiligen Wirkungsschwerpunkten.

Ziel und Zweck

Ziel und Zweck eines Aromabads sind Regeneration und Entspannung von Körper und Geist durch die Anwendung von verschiedenen Duftstoffen. Dabei hängt es von den jeweiligen Düften ab, ob ein Aromabad belebend, erfrischend oder entspannend wirkt.

In das gut temperierte Badewasser werden bestimmte duftende Badezusätze wie zum Beispiel

gegeben. Neben dem entspannenden Effekt kommt es außerdem zu einer pflegenden Wirkung für die Haut.

Anwendungsgebiete

Auch die Gesundheit kann von der Anwendung eines Aromabads profitieren:

Zudem kann ein Aromabad auch unterstützend bei der Behandlung von

angewandt werden.

Allerdings kann es bei einigen ätherischen Ölen auch zu allergischen Reaktionen kommen. Daher sollte man direkten Hautkontakt mit diesen Stoffen lieber vermeiden und die Dosierung sparsam anwenden.

Ein Duftbad mit Lavendelöl hilft beim Einschlafen und dämpft die Erregung

Ein Duftbad kann den Schlaf verbessern. Das Rezept dafür – Lavendelöl und Sahne - klingt nach Luxus, ist aber einfach und preiswert zu realisieren: zwei Gramm ätherisches Öl auf 100 Liter Badewasser geben und dazu als Lösungsvermittler einen halben Becher Sahne, rät der Spezialist für Naturheilkunde an der Berliner Charité, Dr. Bernhard Uehleke, in der "Apotheken Umschau".

Dass dies wirkt, hat er in klinischen Studien nachgewiesen.

Für kleine Kinder eignen sich Lavendelsäckchen unter dem Kopfkissen als Einschlafhilfe. Im Sommer kann man auch ein Lavendelsträußchen in der Nähe des Bettes aufhängen.

Die beruhigende Wirkung der lila Blüten lässt sich aber auch gegen Übererregbarkeit und Reizbarkeit nutzen. Dann wendet man Lavendelöl innerlich an: "Ein bis vier Tropfen auf ein Stück Brot oder einen Würfelzucker geträufelt, reichen völlig", weiß Dr. Uehleke.

Ein Pluspunkt für alle Präparate mit Lavendel: Sie besitzen so gut wie keine Nebenwirkungen und sind deshalb auch gut geeignet für Kinder.

Duftbad gegen Schnupfennasen

Regen, Nebel und Frösteltemperaturen sind die zuverlässigsten Helfer der Schnupfenviren. In aller Regel wird unser Körper nach ein paar unerquicklichen Tagen mit ihnen fertig. Ein Bad mit ätherischen Ölen kann ihn dabei unterstützen. Geeignet sind Eukalyptus, Fichtennadel, Latschenkiefer, Rosmarin, Thymian und Kamille sowie Kampfer und Menthol. Ein solches Bad nützt Triefnasen sogar mehrfach, schreibt das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau.

Die ätherischen Öle wirken desinfizierend und entzündungshemmend, sie fördern die lokale Durchblutung, erleichtern das Durchatmen und lösen zähen Schleim. Aber auch die entspannende Wirkung des warmen Wassers regt die Selbstheilungskräfte an.

Ist der Körper gut durchwärmt, wird auch die Lunge besser durchblutet. Hat sich aber der Schnupfen schon zu einer fiebrigen Erkrankung ausgeweitet, ist das Vollbad tabu. Auch für Allergiker sind ätherische Öle ungeeignet.

Ablauf eines Aromabads

Spezielle Aromabäder werden zumeist in Wellnessbetrieben, kombiniert mit nachfolgenden Massagen, angeboten. Selbstverständlich kann man ein Aromabad auch in den eigenen vier Wänden nehmen, wobei man allerdings auf die Massage verzichten muss.

Zunächst ist es ratsam im Badezimmer eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, damit sich die Wirkung des Aromabads auch voll entfalten kann. Die Raumtemperatur sollte dazu mindestens 22 Grad Celsius betragen. Weiterhin können auch Kerzenlicht und Entspannungsmusik zum Gelingen des Aromabads beitragen.

Die Temperatur des Aromabads sollte bei ca. 36 Grad Celsius liegen. Bei dieser Temperatur können die Inhaltsstoffe ihre Wirkung am besten entfalten und die Haut wird nicht durch zu hohe Temperaturen in Mitleidenschaft gezogen.

Beliebte Aromazusätze

Welche Aromazusätze sich am besten eignen, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Es stehen zahlreiche Möglichkeiten mit unterschiedlicher Wirkung zur Auswahl.

Lavendelöl

So wirken Lavendelöl oder getrocknete Lavendelblüten entkrampfend und überaus entspannend auf Körper und Geist. Auch das Nervensystem kann durch Lavendel gestärkt werden.

Rosenöl und Milch

Rosenöl oder Rosenblüten erzeugen eine beruhigende, antidepressive Stimmung. Wer noch zusätzlich frische Milch in das Bad gibt, kann auch seine Haut damit verwöhnen.

Grapefruit

Überaus anregend wirkt die Zugabe von Grapefruit. So kann ein Aromabad mit Grapefruit die Kräfte des Körpers neu aktivieren und für körperliche und geistige Frische sorgen.

Honig

Eine weitere Möglichkeit ist die Zugabe von Honig. Dieser sorgt für eine effektive Regeneration der Haut, die geschmeidig und weich wird und wirkt zudem entzündungshemmend.

Mandelöl

Auch Mandelöl hat eine überaus positive Wirkung für die Haut. So wird Faltenbildung entgegengewirkt und ein Austrocknen der Haut verhindert.

Mateblüten

Einen anregenden Effekt auf den Stoffwechsel haben Mateblüten. Zudem wirken sie sich entkrampfend auf die Muskulatur aus.

Orange, Ylang Ylang und Jasmin

  • Orange wiederum wirkt belebend,
  • Ylang Ylang sogar euphorisierend und
  • Jasmin erotisierend.

Natürlich können auch verschiedene Duftstoffe miteinander kombiniert werden, um ein Optimum an Entspannung zu erreichen.

Lesen Sie hier weiter wie Aromabäder den Sommer verlängern können...

Aromabäder verlängern den Sommer

Der Sommer ist dafür bekannt, dass die Menschen sich etwas leichter und unbeschwerter fühlen. Neben den wärmenden Strahlen, die eine gute Laune hervorrufen, sind es auch die typischen Sommergerüche, welche das persönliche Wohlfühlen steigern. Diese mit in den beginnenden Herbst zu nehmen, lässt den Sommer auf eine wohltuenden und sehr entspannende Art verlängern.

Schwer duftende Rosen, die die Sinne betäuben. Fichten, deren Geruch einem beim Waldspaziergang zu seelischer Entspannung verhilft.

die nicht nur für viele Vitamine und Mineralstoffe sorgen, sondern auch den Geruchssinn streicheln. Diese und noch viele weitere Gerüche aus der Natur bereichern die Sommermonate und erlauben es sich besser zu fühlen. Mit dem Beginn des Herbstes verabschieden sich viele dieser Gerüche und lassen bei zahlreichen Menschen nicht nur eine gewisse Wehmut, sondern auch die ersten Anzeichen der Winterdepression aufkommen.

Sommerdüfte in der Badewanne

Aromabäder können hier eine hervorragende Möglichkeit sein, den Sommer gedanklich zu verlängern und fördern neben der Entspannung vor allem auch das seelische Gleichgewicht. So stimuliert der Duft der Rosen das Gehirn ebenso wie auch die Zitrusfrüchte oder der Geruch der Bäume und Wiesen. Mit hochwertigen und 100% reinen ätherischen Ölen, kann man sich pflegend leicht entspannen, zumal nur wenige Tropfen im Badewasser genügen.

Ein Aromabad reduziert das Risiko unter Winterdepressionen zu leiden

Baden gegen negative Wintergefühle

Mit speziellen Duftaromen und ätherischen Ölen lässt sich ein Bad noch entspannter gestalten. Vor allem im Winter kann die Badewanne einen perfekten Rückzugsort darstellen, um sich von den Strapazen der kalten Tage zu erholen.

Nur wenige Tropfen reichen meist aus, um die volle Wirkung eines Duftöls zu spüren. Besonders Latschenkiefer, Thymian und Eukalyptus helfen bei Verstimmungen und sind gut für Körper und Seele. Wer ein wenig Lebendigkeit braucht, sollte auf spritzige Aromen wie Zitrone zurückgreifen. Und zur Beruhigung nach einem stressigen Arbeitstag bewirkt Lavendel wahre Wunder.

Dabei sollte man jedoch beachten, die Öle nicht einfach in das Badewasser hinzuzufügen, da diese sonst nur oben schwimmen würden. Vor dem Hinzufügen einfach ein paar Tropfen mit Milch, Honig oder süßer Sahne vermischen, und am Wasserstrahl zum Badewasser einspülen.

Schon einmal in der Woche ein Aromabad genossen, sorgt für eine innere Balance, hebt die gute Laune, gibt der Leistungsfähigkeit einen neuen Schub und mindert das Risiko in eine Winterdepression zu fallen. Wohlig warmes Badewasser mit knapp 36-38 Grad Celsius, die Zugabe von einem pflegenden Ölzusatz, sowie einige Tropfen eines ätherischen Öls stellen die Basis für das Wohlfühlbad dar. Genießen sollte man es für rund zwanzig Minuten, wobei es zusätzlich sehr hilfreich ist sich nebenbei entweder seine Lieblingsmusik oder auch Entspannungsmusik zu hören.

Anschließend heißt es kuschelige Kleidung und wärmende Socken anziehen und sich für mindestens dreißig Minuten auf dem Bett oder dem Sofa auszuruhen. Wer möchte kann dann als wahre Aromatherapie auch zwei, drei Tropfen des verwendeten sommerlichen Öls in einer Duftlampe verströmen lassen, was die Wirkung entscheidend verstärken kann. Nebenbei Tagträumen und die erlebten Sommerstunden Revue passieren lassen, zaubern dann ein Lächeln auf die Gesichtszüge und geben ein beruhigendes Gefühl, dass auch der Herbst viele schöne Seiten hat und der nächste Sommer sicher wieder kommt.

Grundinformationen zum Aromabad

  • Unterschiedliche Anwendungsgebiete und Ablauf des Aromabads

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: chinese woman at spa © Paulus Rusyanto - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Rosenblütenbad © Günter Menzl - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: bathtub © olly - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Taking a bath © Brebca - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Woman wash leg in bathtube. © Gennadiy Poznyakov - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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