Pyridoxin (Vitamin B6) - Nutzen und Lebensmittel, die es enthalten

Unter Vitamin B6, auch als Pyridoxin bekannt, fasst man die Stoffe Pyridoxal, Pyridoxol und Pyridoxamin zusammen. Alle drei sind Vorstufen des aktivierten Vitamins Pyridoxalphosphat. Sie sind in einigen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln enthalten; bei vollwertiger Ernährung dürfte es nicht zu einem Mangel kommen. Lesen Sie über die Funktion von Vitamin B6 und erfahren Sie, in welchen Lebensmitteln es enthalten ist.

Wissenswertes zu Pyridoxin

Was ist Vitamin B6 und welche Funktion hat es?

Vitamin B6 (Pyridoxin) gilt als Sammelbegriff für drei Stoffe. Dies sind Pyridoxal, Pyridoxol sowie Pyridoxamin.

Diese drei Substanzen haben gemeinsam, dass der Stoffwechsel sie ineinander überführen kann. Außerdem weisen sie die gleichen biologischen Aktivitäten auf. Es handelt sich um Vorstufen von Pyridoxalphosphat.

Die Funktionen von Vitamin B6 sind für den menschlichen Körper sehr wichtig. So bildet der Körper aus dem Pyridoxin die Coenzyme Pyridoxaminphosphat (PMP) und Pyridoxalphosphat (PLP).

Bei Coenzymen handelt es sich um unverzichtbare Bestandteile von Enzymen, die ihrerseits im Körper als Katalysatoren fungieren. Das heißt, sie sind wichtig für verschiedene biochemische Abläufe. PMP und PLP haben an Anteil an rund einhundert Stoffwechselprozessen des Organismus.

PLP ist von höchster Bedeutung für den Aminosäurestoffwechsel. Darüber hinaus spielt PLP eine zentrale Rolle bei der Herstellung von Neurotransmittern des Nervensystems.

Dazu gehören Botenstoffe wie Histamin und Serotonin sowie Dopamin.Ferner ist PLP am Fettstoffwechsel sowie der Regulierung des Immunsystemsbeteiligt.

Pyridoxin Hydrochlorid (HCL)

Man kann Vitamin B6 als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Hier findet sich oftmals die Bezeichnung Pyridoxin Hydrochlorid, die als eigentliche Wirkform des Vitamins gilt.

Pyridoxin mit Thiamin

Ebenso kommt Pyridoxin in einem Vitaminkomplex zur Anwendung. Zu den weiteren Bestandteilen zählt dann auch häufig Thiamin bzw. Vitamin B1.

Wie hoch ist der Bedarf an Vitamin B6 und in welchen Lebensmitteln ist es enthalten?

Der Tagesbedarf an Vitamin B6 ist abhängig von bestimmten Faktoren wie Geschlecht, Lebensalter und verzehrter Eiweißmenge.

  • Erwachsenen Männern wird empfohlen, dem Körper täglich 1,5 MilligrammPyrodixinzuzuführen.
  • Bei Frauen liegt die empfohlene Tagesdosis bei 1,2 Milligramm.
  • Bei schwangeren und stillenden Frauen besteht jedoch ein erhöhter Bedarf, sodass sie pro Tag 1,9 Milligramm Vitamin B6 zu sich nehmen sollten.
  • Die Empfehlung für Kinder richtet sich nach deren Alter. Während für kleine Kinder im Alter zwischen 1 und 7 Jahren eine Tagesdosis zwischen 0,4 und 0,7 Milligramm als sinnvoll gilt, besteht bei Kindern und Jugendlichen zwischen 10 bis 15 Jahren ein täglicher Bedarf von 1,0 bis 1,5 Milligramm.

Ein erhöhter Bedarf kann auch bei Senioren, Rauchern und Menschen, die viel Alkohol trinken, vorliegen.

Vitamin B6 ist in zahlreichen Nahrungsmitteln enthalten. Dazu zählen tierische Lebensmittel wie

  • Rinderleber
  • Sardinen oder
  • Makrelen

sowie pflanzliche Lebensmittel wie

In der folgenden Tabelle erhalten Sie einen Überblick über den Vitamin B6-Gehalt unterschiedlicher Lebensmittel.

Vitamin B6 in verschiedenen Lebensmitteln
NahrungsmittelVitamin B6 Gehalt pro 100 Gramm
Hummer1,18 mg
Lachs0,98 mg
Sardine0,97 mg
Kartoffelchips0,89 mg
Walnusskerne0,87 mg
Sesamsamen0,79 mg
Wachtel und Fasan0,66 mg
Makrele0,63 mg
Gans0,58 mg
Schweineschulter0,57 mg
Kalbsfilet0,56 mg
Kichererbsen0,55 mg
Hühnerbrust0,53 mg
Truthahn und Thunfisch0,46 mg
Mohnsamen und Erdnusskerne0,44 mg

Allerdings ist der Vitamin B6-Gehalt erheblich von der Art der Verarbeitung oder Zubereitung abhängig. So wird das hitzeempfindliche Vitamin beim Garen von Fleisch um 30 bis 40 Prozent reduziert. Bei eingefrorenen Lebensmitteln gehen sogar 50 Prozent verloren.

Beschwerden bei einem Vitamin B6-Mangel

In den westlichen Industrieländern tritt ein Mangel an Vitamin B6 nur selten auf. Als gefährdet für Mangelerscheinungen gelten Menschen, die einen erhöhten Pyridoxin-Bedarf haben, wie Jugendliche, schwangere und stillende Frauen, Senioren, Raucher und Alkoholiker.

Mitunter löst auch die Einnahme von bestimmten Arzneimitteln wie Antibiotika oder die Antibabypille einen Vitamin B6-Mangel aus. Dann können Beschwerden wie

auftreten.

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