2. Januar 2007
(dgk) Sind Sie müde, schlapp, unkonzentriert und anfälliger für Erkältungskrankheiten? Schmerzt das Schlucken, sind Ihre Haare oder Nägel brüchig, Ihre Haut blass oder trocken und die Mundwinkel eingerissen? Das könnte auf einen Eisenmangel hindeuten. Auch kalte Hände und Füße, Schlaflosigkeit, Libidostörungen und Impotenz sind Symptome.
Eisenmangel gehört zu den am häufigsten auftretenden Ernährungs-Mangelerscheinungen der westlichen Welt. Untersuchungen haben ergeben, dass etwa die Hälfte aller Frauen an Eisenmangel leiden. Dennoch handelt es sich nicht um eine Bagatell-Erkrankung, denn aus einer Eisenunterversorgung kann sich eine chronische Eisenmangelanämie (Blutarmut) entwickeln. Eisen ist ein wichtiger Bestandteil des Blutfarbstoffs Hämoglobin, der für die Sauerstoffversorgung essentiell ist. Daneben ist Eisen an vielen Stoffwechselprozessen des Körpers beteiligt. Frauen brauchen pro Tag etwa zwei Milligramm Eisen, für Männer reicht die Hälfte. In der Schwangerschaft und Stillzeit ist der Bedarf höher, daher sollten vor allem werdende Mütter ihren Eisenspiegel regelmäßig kontrollieren lassen.
Die Ursachen für einen Eisenmangel sind vielfältig. Neben einer unzureichenden Ernährung kommen auch Blutverluste, etwa bei einer starken Monatsblutung und der Geburt, durch ein Magengeschwür, eine Gastritis oder Hämorrhoiden, Verletzungen, Operationen, Dialyse-Behandlungen sowie häufigen Blutspenden, in Frage. Wenn Kinder zu wenig Eisen bekommen, kann sich ihre geistige und körperliche Entwicklung verzögern.
Eisenpräparate sollte man keinesfalls auf eigene Faust einnehmen. Bei einer Überdosierung kann es zu Nieren- und Leberschäden kommen. Wer bei sich einen Eisenmangel vermutet, sollte einen Arzt aufsuchen. Tabletten mit Eisensalzen werden teilweise als Kur über längere Zeit eingenommen. Um die Eisenvorräte wieder aufzufüllen, dauert die Behandlung mindestens drei Monate. In schwerwiegenden Fällen kann das Eisen als Infusion in die Vene gegeben werden. Eisen ist vor allem in Fleisch, Getreide und Hülsenfrüchten enthalten. Der Körper kann tierisches Eisen aus der Nahrung besser aufnehmen als pflanzliches. Wichtig sind zusätzlich Vitamin-C-reiche Lebensmittel wie Obst oder Paprika, da dies die Aufnahme von Eisen im Magen-Darm-Trakt erleichtert.
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