Entstehung einer Wundinfektion - Ursachen, Symptome und Behandlung

Bei einer Wundinfektion kommt es zur Entzündung einer Wunde. In den meisten Fällen wird sie von Bakterien verursacht.

Die Übertragung der Keime erfolgt vor allen Dingen durch eine Schmierinfektion

Um eine Wundinfektion handelt es sich, wenn sich eine Wunde mit Mikroorganismen infiziert und entzündet. Wundinfektionen zählen zu den Wundheilungsstörungen und treten zumeist nach Verletzungen oder operativen Eingriffen auf.

Ursachen

Verursacher von Wundinfektionen sind zumeist Bakterien wie Staphylokokken, Clostridien oder Streptococcus pygoenes. Mitunter können aber auch Viren oder Parasiten für Wundinfektionen verantwortlich sein. Allerdings führt nicht jede infizierte Wunde automatisch zu einer Infektion.

So spielt für den Ausbruch einer Wundinfektion der Immunstatus des Betroffenen sowie die Art und Anzahl der Keime eine wesentliche Rolle. Die Übertragung der Erreger erfolgt vor allem durch Schmierinfektion.

Bakterielle Wundinfektionen

Bakterielle Wundinfektionen lassen sich in drei verschiedene Arten einteilen. Dabei handelt es sich um pyogene, putride und anaerobe Infektionen.

  1. Eine pyogene Wundinfektion wird zumeist von Kokken verursacht. Typisch für sie ist starke Eiterbildung.
  2. Bei einer putriden Wundinfektion kommt es zur Zersetzung des Gewebes durch Fäulniserreger, wobei lokal übel riechende Gase entstehen.
  3. Bei einer anaeroben Infektion liegt Sauerstoffmangel aufgrund von verminderter Durchblutung oder Nekrosen vor.

Als besonders gefährdet für Wundinfektionen gelten Wunden mit großem Gewebeverlust wie zum Beispiel nach Hundebissen oder starken Verbrennungen. Da sich diese Wunden oftmals nicht vernähen lassen, sondern normal abheilen müssen, besteht die Gefahr, dass wegen der längeren Heilungsdauer schädliche Mikroorganismen in sie eindringen.

Eine besondere Form von Wundinfektionen sind MRSA-Infektionen in Krankenhäusern. Sie entstehen aufgrund von antibiotikaresistenten Bakterien.

Symptome

Wann es zum Einsetzen der Symptome kommt, ist erregerspezifisch. Je nach Art kann sich eine Wunde innerhalb von Stunden bishin zu einigen Tagen infizieren.

Zu den typischen Symptomen einer Wundinfektion zählen Schmerzen und Rötungen im Wundbereich. Außerdem schwillt die Wunde an und erwärmt sich.

Verlauf und mögliche Folgen

Der Verlauf einer Wundinfektion hängt von der Art der Wunde bzw. des Erregers ab. Während einige Keime bereits infektiös sind, kommt es bei anderen mit der Zeit zu einer Absonderung von Giften, die sich dann durch das Blut und die Lymphe im Körper ausbreiten können.

Breitet sich die Infektion weiter im Körper aus, besteht die Gefahr

Diagnose

Feststellen lässt sich eine Wundinfektion durch einen mikrobiologischen Nachweis. Dabei entnimmt der Arzt einen Abstrich aus der Wunde und lässt diesen auf eine Infektion mit Erregern untersuchen.

Im manchen Fällen können auch Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen erforderlich sein. So lassen sich durch Röntgenaufnahmen Eiterherde erkennen.

Behandlung

In der Regel ist eine Wundinfektion gut behandelbar, sofern eine konsequente Therapie erfolgt. Den wichtigsten Bestandteil der Behandlung bildet die mechanische Wundreinigung (Debridement), bei der Beläge und Nekrosen entfernt werden.

Stark nässende Wunden lassen sich durch eine Wunddrainage entlasten. Dabei wird die Gewebsflüssigkeit nach außen abgeleitet. Eine weitere wichtige Maßnahme ist der tägliche Wechsel des Verbandes mit antiseptischem Material. Liegt eine Sepsis vor, müssen umgehend systemisch Antibiotika verabreicht werden.

Vorbeugung

Damit es gar nicht erst zu einer Wundinfektion kommt, ist es wichtig, eine Wunde rasch zu säubern und zu versorgen. Bei größeren Wunden sollte für eine fachgerechte Versorgung ein Arzt aufgesucht werden. Wichtig ist zudem eine starke Immunabwehr.

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