Spiral- oder Torsionsfraktur, Berstungsfraktur und Kompressionsfraktur

Um eine Spiral- oder Torsionsfraktur handelt es sich, wenn die Bruchlinie spiralförmig verläuft. Berstungsfrakturen treten am knöchernen Schädel auf.

Die Bruchlinie hat mitunter einen spiralförmigen oder sternförmigen Verlauf

Spiral- oder Torsionsfraktur

Die Spiralfraktur, auch Torsionsfraktur genannt, gilt als komplizierter Bruch. Kennzeichnend für die Frakturart ist die Bruchlinie, die auf längerer oder kürzerer Strecke einen spiralförmigen Verlauf nimmt.

Ursache einer Torsionsfraktur ist die indirekte Einwirkung von Gewalt. Besonders betroffen von dieser Knochenbruchform sind alpine Skifahrer. So besteht beim Skifahren die Gefahr, dass dabei ein Bein verdreht wird.

Am häufigsten zeigen sich Spiralfrakturen an großen Röhrenknochen. Typische Beispiele für eine Torsionsfraktur sind

  • die Unterschenkelfraktur
  • die Femurschaftfraktur und
  • die Humerusschaftfraktur.

Behandlung

Die Behandlung einer Spiralfraktur am Bein erfolgt meist operativ. Dabei kommen Operationsverfahren wie

  • eine Plattenosteosynthese
  • eine Marknagelung oder
  • eine Verriegelungsnagelung

zur Anwendung. Bei einer offenen Fraktur kann auch der Einsatz eines Fixateur externe erforderlich sein.

Berstungsfraktur

Unter einer Berstungsfraktur versteht man den Bruch des Schädelknochens. Dieser wird vor allem durch stumpfe Gewalt, wie zum Beispiel heftige Schläge auf den Hinterkopf, verursacht.

Typisch für eine Berstungsfraktur sind sternförmige Bruchlinien. Nicht selten liegt eine Eindrückung von Knochenfragmenten vor.

Berstungsfrakturen können auch an Wirbelkörpern vorkommen, was besondere Aufmerksamkeit verlangt. So besteht das Risiko, dass sich die Knochenfragmente in den Wirbelkanal verlagern. Im schlimmsten Fall kann es zu Schädigungen des Rückenmarks und einer Querschnittslähmung kommen.

Kompressionsfraktur

Bei einer Kompressionsfraktur besteht die Einstauchung eines Knochens, was die Verkürzung der Längsachse zur Folge hat. Besonders betroffen von Kompressionsfrakturen ist der Wirbelsäulenbereich.

Ursachen

Verursacht wird eine Kompressionsfraktur zumeist durch Stürze aus großer Höhe. Man bezeichnet diese Bruchform auch als Dachdeckerfraktur, weil sie häufig durch Stürze von einem Dach entsteht.

Dabei kommt es oftmals zu einer Fraktur der Fersenbeine, weil zuerst die Füße auf dem Boden landen. Weitere Beispiele für eine Kompressionsfraktur sind Wirbelkörperfrakturen und Schienbeinkopffrakturen.

Symptome

Tritt eine Kompressionsfraktur an der Wirbelsäule auf, macht sich dies durch lokale Wirbelsäulenschmerzen bemerkbar. In manchen Fällen können auch neurologische Ausfallerscheinungen auftreten, weil neurologische Strukturen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Behandlung

Handelt es sich um einen stabilen Kompressionsbruch, ist eine konservative Therapie möglich. Dazu gehören unter anderem die Versorgung mit einer Orthese und das Verabreichen von Schmerzmitteln. Ist die Fraktur jedoch instabil, bedarf es eines stabilisierenden operativen Eingriffes.

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Kategorien:
Historie:
Zuletzt aktualisiert am
So arbeiten wir
Autor:

Mehr über uns
Warum kein namentlicher Autor?

Unsere Artikel werden auf Grundlage fundierter wissenschaftlicher Quellen sowie dem zum Zeitpunkt der Erstellung aktuellsten Forschungsstand verfasst und regelmäßig von Experten geprüft.

Quellenangaben
  • girl with a broken leg © kameel - www.fotolia.de

Weitere Artikel zum Thema