Erfrierungen

Kälteeinwirkung schädigt die wenig geschützten Stellen wie Nase, Finger, Ohren, Wangen oder Zehen

Erfrierungen sind Gewebeschädigungen von ungeschützten Körperstellen, die anhaltend großer Kälte ausgesetzt sind. Abhängig vom Schweregrad kommt es zu brennenden Schmerzen bis hin zum Gewebeabsterben mit einer blauschwarzen Verfärbung der Haut.

Winter - Junge Frau friert und pustet in ihre weißen Handschuhe
cold woman © Jason Stitt - www.fotolia.de

Einteilung der Kategorie Erfrierungen

Eine Schädigung menschlichen Gewebes oder innerer Organe kann durch Erfrierungen entstehen. Eine Erfrierung ist eine durch intensive Kälteeinwirkung hervorgerufene Gewebeschädigung, die örtlich begrenzt sein, aber auch ganze Extremitäten betreffen kann. Besonders begünstigend wirken hierbei dazukommende Nässe und das Ausgesetztsein bei kaltem und starkem Wind.

Schweregrade

Bei der Erfrierung erfolgt eine Minderdurchblutung, wonach es zur Unterversorgung von Geweben mit Sauerstoff und Nahrung kommt. Im weiteren Verlauf tritt das langsame Absterben der Gewebeteile ein und es folgt die Nekrose. Man unterscheidet verschiedene Schweregrade:

  • Erfrierung 1. Grades: blasse Haut, Schwellung, Schmerzen
  • Erfrierung 2. Grades: blau-rote Haut, Bildung von Blasen
  • Erfrierung 3. Grades: nahezu schmerzfreies Absterben des Gewebes
  • Erfrierung 4. Grades: Vereisung und komplette Gewebezerstörung

Es werden somit oberflächliche Erfrierungen, Erfrierungen, die bereits den Gewebstod mit sich bringen und der Erfrierungsgrad unter Einbeziehung mehrerer Körperteile oder Organsysteme auch in tiefer liegenden Regionen klassifiziert. Gefährdet für Erfrierungen sind ungeschützte Körperstellen, beispielsweise Nase, Lippen, Ohren und Gliedmaßen.

Symptome

Symptome einer Erfrierung sind

danach

  • eine Blässe der Haut und
  • das Taubwerden der Körperstellen.

Nach weiterer Kälteeinwirkung

  • beginnen die entsprechenden Stellen zu schmerzen;
  • es werden Empfindungen wie Nadelstiche

geäußert. Bei weiterer intensiver Kälte können die Körperbereiche nicht mehr durchblutet zu werden, was sich in

  • einer Schmerzunempfindlichkeit und
  • einem Schwarz- oder Blauwerden der Organteile

äußert.

Behandlung

Gegen Erfrierungen hilft

  • ein langsames Aufwärmen der betroffenen Körperstellen;

wenn der Patient ansprechbar ist, kann dies mit warmen Getränken erfolgen.

um den Blutstrom in Gang zu bringen, ist erlaubt. Ist eine Erfrierung sehr schmerzhaft, dann sollte der Gang zum Arzt erfolgen. Er kann abklären, inwieweit schon tiefere Regionen geschädigt worden sind.

Historie:
Zuletzt aktualisiert am
Erstellt am 02.10.2009
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