30. Januar 2012
Bei Bisswunden handelt es sich um Wunden, die von den Zähnen eines Tieres oder eines Menschen verursacht werden. Grundsätzlich sollte man im Falle einer Bisswunde einen Arzt konsultieren.
Bisswunden, die durch Bisse von Tieren oder Menschen entstehen, sind in ihrem Muster Stichwunden ähnlich. Außerdem kann die Größe einer Bisswunde sehr unterschiedlich sein. Während von manchen Wunden nur die Oberhaut betroffen ist, werden von anderen ganze Gewebeteile in Mitleidenschaft gezogen. Besonders problematisch bei Bisswunden ist jedoch, dass bei ihnen die Gefahr einer Infektion mit Krankheitserregern besteht. Darum ist es besser, eine Bissverletzung stets von einem Arzt versorgen zu lassen.
In den meisten Fällen entstehen Bisswunden durch Tiere wie Katzen, Hunde oder Pferde. Gelegentlich werden sie aber auch von Menschen verursacht. Wie groß eine Bisswunde ausfällt, ist von der Kraft des Bisses und der Beschaffenheit des Kiefers abhängig, denn je größer ein Kiefer ist, desto stärker ist auch die ausgeübte Kraft. Manchmal können durch einen Biss sogar ganze Körperteile wie Finger abgetrennt werden. Sind die Zähne flach, hat dies eher Quetschwunden zur Folge.
Das Gefährlichste an einem Biss ist jedoch die Infektion der Wunde. So können schädliche Erreger durch den Speichel in die Wunde gelangen, sich im Bisskanal ansammeln und zur Ausbreitung einer Infektion im gesamten Körper führen.
In Deutschland kommt es pro Jahr zu etwa 30.000 registrierten Bissverletzungen. Die meisten davon entstehen durch Hunde. Hundebisse führen meist zu Quetschungen der Haut und zerfetzten Wundrändern. Aber auch Katzenbisse kommen immer wieder vor. Typisch für einen Katzenbiss sind punktförmige und tiefe Verletzungen, die einer Stichwunde ähneln. Manchmal gehen die Bisse sogar bis zu einem Knochen oder Gelenk. Da im Katzenspeichel mehr Bakterien enthalten sind als im Hundespeichel, führt dies häufig zu einer eitrigen Entzündung.
Besonders gefährlich sind jedoch Menschenbisse. Das liegt daran, dass sich allein in einem Milliliter Speichel mehr als 100 Millionen Viren, Bakterien und Pilze tummeln, sodass es rasch zu einer Entzündung kommt. Außerdem besteht die Gefahr, dass gefährliche Krankheiten wie Hepatitis B, Hepatitis C oder AIDS auf diese Weise übertragen werden. Eher selten entstehen Bisse hierzulande durch exotische Tiere wie Schlangen.
Da sich das Ausmaß einer Bisswunde nicht immer genügend einschätzen lässt, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, denn auch harmlos und klein aussehende Wunden können sich entzünden. Wie schlimm eine Bissverletzung ist, lässt sich am besten von einem Mediziner beurteilen.
In den meisten Fällen erfolgt eine offene Wundbehandlung. Das heißt, dass man die Wunde nicht näht, sondern nur säubert, desinfiziert und mit einer Wundauflage versieht.
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