Bänderriss im Sprunggelenk

Der Bänderriss am oberen Sprunggelenk zählt zu den häufigsten Bandverletzungen. Vor allem junge Menschen sind davon betroffen.

Knickt man mit dem Fuß nach innen um, kann es zu einer Außenbandruptur am oberen Sprunggelenk kommen

Kaum eine Sportverletzung tritt so häufig auf wie eine Außenbandruptur des oberen Sprunggelenks. Auslöser ist in den meisten Fällen das Umknicken mit dem Fuß nach innen.

Der Außenband-Apparat des Sprunggelenks setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Die Spitze des Außenknöchels wird durch zwei Bänder mit dem Fersenbein (Calcaneus) verbunden. Des Weiteren gibt es eine Bandverbindung zwischen dem Sprungbein (Talus) und dem Außenknöchel. Durch eine zu starke Beanspruchung der Bänder besteht die Gefahr einer Bänderdehnung oder sogar eines Bänderrisses.

Ursachen

In den meisten Fällen tritt eine Ruptur am Sprunggelenk bei jungen Erwachsenen im Rahmen von sportlichen Aktivitäten auf. Besonders betroffen sind Sportarten, bei denen kurze Stopps oder Sprintbewegungen erfolgen. Dazu gehören vor allem

Manchmal kann aber auch der übermäßige Konsum von Alkohol dazu führen, dass jemand mit dem Fuß umknickt und sich eine Bänderverletzung zuzieht. Weitere mögliche Ursachen können alltäglicher Natur sein, wie zum Beispiel

  • ein rutschiger Boden
  • eine Bordsteinkante oder
  • eine Treppenstufe.

Symptome

Bemerkbar macht sich ein Bänderriss im Sprunggelenk durch typische Symptome. So leiden die Betroffenen unter Schmerzen und sind nicht in der Lage, ihren Fuß zu belasten. Schon bei Druck oder Berührung des Fußes treten Schmerzen auf.

Darüber hinaus kommt es zum Anschwellen des Gelenks. Ein weiteres typisches Merkmal bei einem Bänderriss ist die Bildung eines Hämatoms (Bluterguss), das sich an einem blauen Fleck erkennen lässt.

Manchmal kann das Sprunggelenk auch gewissermaßen aufgeklappt werden. Da das gerissene Außenband das Gelenk nicht mehr sichert, kommt es zu einem Auseinanderdriften der Gelenkflächen bei der Drehung des Fußes nach innen.

Diagnose

Für den Patienten selbst ist es kaum möglich, zwischen einer Bänderdehnung oder einem Bänderriss zu unterscheiden. Daher ist eine eingehende ärztliche Untersuchung unvermeidlich. Neben der Untersuchung des Fußes werden zudem Röntgenaufnahmen angefertigt, um zu überprüfen, ob möglicherweise auch der Knochen in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Des Weiteren testet der Arzt die Stabilität des Gelenks, was für den Patienten etwas schmerzhaft sein kann. In den meisten Fällen wird auch der gesunde Fuß geröntgt. Dieses Vorgehen hilft dabei, zwischen gesunden und verletzten Strukturen besser unterscheiden zu können.

Um das genaue Ausmaß der Bänderverletzung zu beurteilen, sind auch

hilfreich.

Behandlung

Bei der Therapie des Bänderrisses wird das Ziel verfolgt, die Ruptur ausheilen zu lassen und gleichzeitig die Belastbarkeit und Stabilität des Gelenks zu erhalten. Eine fachgerechte Behandlung ist überaus wichtig, damit es nicht zu möglichen Spätfolgen wie einer vorzeitigen Arthrose kommt.

In den meisten Fällen lässt sich ein Außenbandriss am Sprunggelenk auf konservative Weise behandeln. Als Erste-Hilfe-Maßnahme wird empfohlen, den betroffenen Fuß zu kühlen und hoch zu lagern. Auf diese Weise lässt sich der Schmerz lindern und die Schwellung in Grenzen halten.

Im Rahmen einer konservativen Therapie erhält der Patient eine spezielle Knöchelschiene. Diese muss er konsequent rund sechs Wochen lang tragen. Da die Schiene ziemlich klein ist, kann auch ein Schuh angezogen werden.

Die Schiene hat im Gegensatz zu einem Gipsverband den Vorteil, dass die Beweglichkeit des Fußes erhalten bleibt. Eine Operation des Bänderrisses wird nur in Ausnahmefällen durchgeführt.

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Quellenangaben
  • Hornhaut © ArTo - www.fotolia.de
  • skelett vom fuß © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de
  • Ankle Injury © BVDC - www.fotolia.de
  • Fußschmerzen Mann © axel kock - www.fotolia.de
  • fussverletzung © Swetlana Wall - www.fotolia.de

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