17. Februar 2009
Von K. Schumann
Eine Bänderdehnung wird zum Großteil durch eine starke Belastung eines Gelenks verursacht. Doch oft genügt auch nur ein falscher Schritt und die Bänder sind überdehnt.
Gelenke sind bewegliche Knochenverbindungen, die verschiedene Bewegungen ermöglichen. Ein Gelenk besteht aus einem Gelenkkopf und einer Gelenkpfanne, die genau aufeinander passen. Der dazwischen liegende Spalt wird als Gelenkspalt bezeichnet. Er ist mit der so genannten Synovialflüssigkeit, welche als Gleitmittel dient, gefüllt. Das gesamte Gelenk ist von einer Gelenkkapsel, einer Verlängerung der Knochenhaut umgeben. Hier wird auch die Synovialflüssigkeit produziert. In die Gelenkkapsel sind Bänder eingeflochten. Es gibt allerdings auch Bänder, die außen an der Kapsel befestigt sind. Die Aufgabe der Bänder ist jedoch dieselbe. Sie stabilisieren das Gelenk und schützen vor Überstreckungen.
Die meisten Bänderdehnungen treten am Sprunggelenk auf. Hier reicht oft schon das Umknicken des Fußes, um die Bänder zu überdehnen. Doch auch Knie-, Ellenbogen, Hand- oder Schultergelenk sind insbesondere bei Sportlern häufig betroffen.
Bei einer Bänderdehnung kommt es zu plötzlichen heftigen Schmerzen und einer Schwellung des betroffenen Gelenks. Zusätzlich kann es zu einer Blaufärbung kommen. Werden die Bänder extrem überdehnt, können sie auch reißen.
Bei einer Bänderdehnung sollte die betroffene Stelle sofort gekühlt werden, um eine weitere Anschwellung zu vermeiden. Jegliche Belastung des Gelenks sollte vermieden werden und wenn möglich schnell ein Arzt aufgesucht werden, um einen Bänderriss auszuschließen und das betroffene Gelenk zu stabilisieren.
Je nach Gelenk kommen unterschiedliche Hilfsmittel wie Tapes, Bandagen oder Schienen zum Einsatz. Für eine gute Heilung ist die Frühbehandlung sehr wichtig. So kann Krankengymnastik helfen, möglichst schnell wieder Beweglichkeit in das Gelenk zu bringen.
Unbehandelte Bänderdehnungen können zu Instabilitäten des betroffenen Gelenks führen. Der Gelenkknorpel ist überlastet, in Folge dessen kann es zu Arthrose kommen. Eine Bänderdehnung ist deshalb nicht wie oft angenommen eine Bagatellverletzung, sondern gehört in die Hände eines Fachmanns.
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