16. November 2009
Um bestimmte Erkrankungen der Lunge untersuchen zu können, erfolgt eine Thorakoskopie. Diese findet unter Narkose statt.
Im Vorfeld einer Thorakoskopie wird eine Blutuntersuchung an dem Patienten durchgeführt, um die Blutgerinnung, das Blutbild sowie verschiedene Enzyme zu überprüfen. Außerdem muss beachtet werden, dass der Betroffene vor der Operation völlig nüchtern ist und einige Stunden vor Beginn der Untersuchung nichts zu sich nimmt.
Zu Beginn der Thorakoskopie erhält der Patient eine Narkose. In vielen Fällen wird vor der Untersuchung ein Pneumothorax erzeugt, um die Pleurahöhle zu verbreitern. Auf diese Weise kann sie besser vom untersuchenden Arzt eingesehen werden. Um dies zu erreichen wird ein kleiner Hautschnitt zwischen zwei Rippen durchgeführt, um ein Trokar, ein rohrartiges Instrument, in die Brusthöhle des Patienten einzulassen. Dadurch kann Luft in die Pleurahöhle eindringen. Ist dies erfolgt, wird das Laparoskop über den Trokar in die Pleurahöhle eingeführt. Nachdem der untersuchende Arzt die Pleurahöhle eingesehen hat, kann er, falls es erforderlich ist, Gewebeproben entnehmen oder operative Eingriffe durchführen. Auch das Einbringen von bestimmten Medikamenten ist möglich. Nachdem die Thorakoskopie abgeschlossen wurde, kommt es zur Einlage einer Thorax-Drainage, eines Schlauchs aus Kunststoff, mit dem die eingedrungene Luft aus der Pleurahöhle entfernt wird, damit sich die Lunge wieder entfalten kann.
In einigen Fällen kann es durch eine Thorakoskopie zu Komplikationen wie Verletzungen der Lunge, der Blutgefäße oder der Nerven, zu Blutungen, Infektionen, Kreislaufproblemen, Atemstörungen oder zu allergischen Reaktionen auf das Narkosemittel kommen.
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