Ophtalmoskopie

Augenhintergrunduntersuchung zur Untersuchung von Netzhaut, Sehnerv und Blutgefäßen

Bei einer Augenhintergrund-Untersuchung betrachtet der Augenarzt die innere Oberfläche des Augapfels. Somit kann er die Netzhaut, die Aderhaut, den Sehnervenkopf und die Blutgefäße des Auges beurteilen.

Augenarzt schaut in ein Gerät, in das die Patientin ihr Auge hält
at the optician © nyul - www.fotolia.de

Einteilung der Kategorie Ophtalmoskopie

Bei der Ophthalmoskopie wird die Anschauung des Auges unter medizinischen Aspekten durchgeführt. Sie wird auch als Augenspiegelung oder aber Funduskopie – abgeleitet vom lateinischen "fundus" für Augenhintergrund – genannt.

Funktion

Die Untersuchung krankhafter Veränderung von sichtbaren Teilen des Auges ist so möglich. Besonders die Netzhaut und auch die das Auge versorgenden Blutgefäße können bei dieser Untersuchung kontrolliert werden.

Verschiedene Untersuchungsarten

Die Ophthalmoskopie kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden, die vom Patienten ebenso unterschiedlich wahrgenommen werden.

Direkte Ophthalmoskopie

Die so genannte direkte Ophthalmoskopie wird sehr nah am Auge des Patienten durchgeführt und daher auch als sehr unangenehm – allerdings nicht schmerzhaft – empfunden. Der Abstand zwischen der untersuchenden Person und dem Patienten beträgt nur rund 10 cm.

Bei dieser direkten Ophthalmoskopie wird der Sehnervkopf ebenso wie die Gefäßursprünge besonders gut erkannt und Erkrankungen in diesem Bereich können daher schnell diagnostiziert werden. Eine starke Vergrößerung macht dem Arzt das Erkennen krankhafter Veränderungen besonders leicht.

Indirekte Ophthalmoskopie

Die indirekte Ophthalmoskopie wird in einem Abstand von rund 50 cm zum Patientenauge durchgeführt. Mit einer Lichtquelle sowie einer Lupe, die beide etwa im Abstand von zwischen zwei und zehn Zentimetern vom Patientenauge platziert werden, kann der untersuchende Arzt den Augenhintergrund eingehend betrachten.

Sowohl die Netzhaut als auch der Sehnerv und auch die Gefäße wie auch die Netzhautperipherie können bei dieser Untersuchung kontrolliert werden.

Allerdings lässt sich bei der indirekten Ophthalmoskopie keine so gute Vergrößerung wie bei der direkten erzielen, was die Diagnose gegebenenfalls ungenau macht und eine zweite gründlichere Untersuchung nach sich zieht.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zur Ophtalmoskopie

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