26. Oktober 2009
Als Magen-Darm-Passage (MDP) bezeichnet man in der Medizin eine Röntgenuntersuchung von Magen und Dünndarm. Für dieses Verfahren wird ein Röntgenkontrastmittel verabreicht.
Ziel und Zweck einer Magen-Darm-Passage ist die Röntgendurchleuchtung des Magens und des Dünndarms. Auf diese Weise lassen sich Erkrankungen des oberen Magen- und Darmtraktes sowie der Speiseröhre feststellen. Bei einer Magen-Darm-Passage werden Speiseröhre, Magen und Dünndarm bildlich auf einem Bildschirm dargestellt. Von ausgewählten Sequenzen werden anschließend Röntgenaufnahmen angefertigt. Damit der Magen und die einzelnen Abschnitte des Dünndarms, zu denen der Leerdarm (Jejunum), der Krummdarm (Ileum) sowie der Zwölffingerdarm (Duodenum) gehören, gut erkennbar auf einem Bildschirm eingesehen werden können, wird dem Patienten ein Kontrastmittel eingegeben. Dieses besteht aus zwei verschiedenen Mitteln, dem negativen und dem positiven Kontrastmittel. In manchen Fällen werden auch zusätzliche Präparate, die die Beweglichkeit von Magen und Darm vorübergehend einschränken, verabreicht.
Zur Anwendung kommen Magen-Darm-Passagen bei bestimmten Krankheiten von Magen und Dünndarm. Dazu gehören: Magengeschwüre (Ulcus ventriculi), Zwölffingerdarmgeschwüre (Ulcus duodeni), Wandausstülpungen (Divertikel) des Dünndarms, Veränderungen, die durch Krankheiten wie Morbus Crohn entstehen sowie Einengungen des Magens und des Dünndarms, die von Geschwüren oder Tumoren verursacht werden.
In der Regel werden heutzutage jedoch eher Magenspiegelungen (Gastroskopien) für die Diagnostik von Magen-und Zwölffingerdarmerkrankungen durchgeführt.
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05.01.12 | |
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