9. September 2009
Als Langzeit-EKG bezeichnet man die Aufzeichnung eines Elektrokardiogramms über einen Zeitraum von 24 Stunden. Diese Methode wird zur Diagnose von Herzrhythmusstörungen angewendet.
Ziel und Zweck eines Langzeit-EKG ist der Nachweis von Herzrhythmusstörungen. Die Methode gilt als völlig risikolos und liefert genaue Diagnosen. In angelsächsischen Ländern wird das Verfahren auch Holter-EKG genannt, in Anlehnung an den Erfinder des EKG, den US-Biophysiker Norman J. Holter (1914-1983).
Bei einem Langzeit-EKG wird, im Gegensatz zum normalen Ruhe-EKG und dem Belastungs-EKG, ein Elektrokardiogramm über 18 – 24 Stunden, also über einen langen Zeitraum, aufgezeichnet. Bei einem EKG wird die elektrische Aktivität des menschlichen Herzens abgeleitet und bildlich als Kurve dargestellt. Ein Langzeit-EKG funktioniert nach demselben Prinzip wie das gewöhnliche EKG. Mit Hilfe von Elektroden (Metallplättchen) werden die elektrischen Impulse, die mit jedem Schlag des Herzens entstehen, abgeleitet und anschließend aufgezeichnet.
Zur Anwendung gelangt ein Langzeit-EKG, um Herzrhythmusstörungen nachzuweisen oder auszuschließen, um eine Behandlung von Herzrhythmusstörungen, die Symptome wie Herzrasen oder Schwindelanfälle verursachen, zu überwachen, nach der Implantation eines Herzschrittmachers sowie zur Feststellung von Synkopen (Ohnmachtsanfälle), die durch Herzrhythmusstörungen oder Herzklappenfehler hervorgerufen werden.
Das Langzeit-EKG gehört zu den wichtigsten Diagnosemethoden bei Herzerkrankungen, da es mit dieser Untersuchungsmethode möglich ist, die Aktivitäten des Herzens auch während verschiedener alltäglicher Situationen aufzeichnen und analysieren zu können.
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