Durch ein Langzeit-EKG wird ein Elektrokardiogramm über einen längeren Zeitraum (24 Stunden) aufgezeichnet. Es dient unter anderem zum Nachweis von Herzrhythmus-Störungen und erleichtert eine präzise Diagnose; außerdem ist es nahezu risikolos.
Ordnet der Arzt ein Langzeit-EKG an, wird der Patient an ein transportables Gerät mit sechs Elektroden angeschlossen, welches die elektrischen Impulse des Herzens 24 Stunden, aber mindestens 18 Stunden aufzeichnet.
Das Gerät ist sehr klein, verfügt als Speichermedium über ein Magnetband und kann zum Beispiel an der Gürtelschnalle getragen werden. Dadurch ist es möglich, die Herzaktivitäten in den verschiedensten alltäglichen Situationen zu speichern und zu analysieren. Gleichzeitig muss der Patient in dieser Zeit seine Aktivitäten und Beschwerden genau beobachten und dokumentieren, um dem Arzt die Möglichkeit zu geben, Zusammenhänge zwischen Alltagsgeschehen und Herzaktivitäten zu erkennen.
Das Langzeit-EKG, aber auch das EKG im Allgemeinen, hat sich zu einem wichtigen Diagnoseverfahren der Internisten entwickelt. Ob Herzinfarkt, Erkrankung der Herzkranzgefäße, zu langsamer Herzschlag, Herzbeutelerkrankung oder Herzmuskelentzündung, mit dem EKG können die verschiedensten Herzerkrankungen im Verlauf überwacht und die Erfolge einer Behandlung beobachtet werden. Natürlich gibt es neben dem Elektrokardiogramm auch noch alternative Untersuchungsmethoden.
Da wäre beispielsweise der Herzultraschall, auch als Echokardiographie bekannt, der die Funktionen des Herzmuskels und der Herzklappen untersuchen kann. Etwas unangenehm ist die Herzkatheter-Untersuchung, ermöglicht aber eine genaue Untersuchung der Herzkranzgefäße und kann die Ausmaße der Herzklappenschäden ermitteln. Auch werden zur Diagnose von Herzerkrankungen Blutuntersuchungen durchgeführt, da beispielsweise bei einem Herzinfarkt bestimmte Enzyme ihre Konzentration verändern und somit erkannt werden können.
Außer möglichen und unbedeutenden Hautreizungen im Bereich der Elektroden konnten bei einem Langzeit-EKG oder auch bei normaler Anwendung keinerlei Nebenwirkungen festgestellt werden. Diese Art der Untersuchung ist daher praktisch risikolos.
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