8. September 2009
Als Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) bezeichnet man in der Medizin eine Untersuchung des Fötus. Damit können bereits bei Ungeborenen mögliche Erkrankungen festgestellt werden.
Fruchtwasseruntersuchungen (Amniozentesen) werden durchgeführt, um den Gesundheitszustand von ungeborenen Kindern festzustellen, was auch als Pränataldiagnostik bezeichnet wird. So können bereits im frühen Stadium einer Schwangerschaft Fehlbildungen oder Krankheiten bei einem Fötus erkannt werden. Angewendet wird eine Fruchtwasseruntersuchung zumeist bei Frauen, die ein erhöhtes Schwangerschaftsrisiko haben.
Durch Schädigungen am Erbgut entstehen viele Krankheiten. Getragen wird das Erbgut von den Chromosomen, auf denen die Gene, die das Erbgut enthalten, liegen. Mit zunehmendem Alter steigt bei einer werdenden Mutter das Risiko einer Chromosomenstörung bei ihrem ungeborenen Kind. Zu den häufigsten Störungen gehört dabei das Down-Syndrom (Trisomie 21). Während bei werdenden Müttern zwischen 21 bis 29 Jahren die Gefahr nur bei 1:1000 liegt, dass ihr Baby am Down-Syndrom erkrankt, steigt diese Gefahr bei Schwangeren, die zwischen 40 und 44 Jahre alt sind, auf 1:60. Durch eine Fruchtwasseruntersuchung kann eine Chromosomenstörung bereits bei ungeborenen Kindern erkannt werden.
Weiterhin kann mit einer Fruchtwasseruntersuchung auch das Geschlecht des Kindes ermittelt werden. Da bestimmte genetisch bedingte Krankheiten entweder nur beim männlichen oder ausschließlich beim weiblichen Geschlecht auftreten, kann dies für eine Diagnostik sehr hilfreich sein.
Im Rahmen einer Fruchtwasseruntersuchung wird eine Entnahme von Fruchtwasser über die Bauchdecke der zu untersuchenden Schwangeren durchgeführt. Diese Fruchtwasserprobe wird anschließend in einem Laboratorium analysiert, um festzustellen ob bei dem Fötus mögliche Schädigungen vorliegen. Als bester Zeitpunkt für eine solche Untersuchung gilt die 14.–16. Schwangerschaftswoche.
Durchgeführt werden Amniozentesen vor allem bei Schwangeren, die das 35. Lebensjahr überschritten haben und bei denen das Risiko einer Chromosomenstörung dadurch erhöht ist, bei genetischen Defekten der Eltern oder anderen Familienmitgliedern, bei Erbkrankheiten oder bei Hinweisen auf mögliche Fehlbildungen.
In manchen Fällen wird auch eine Fruchtwasseruntersuchung ab der 30. Schwangerschaftswoche durchgeführt, um eine mögliche Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind festzustellen oder um die Lungenreife des Kindes bei einer möglichen Frühgeburt zu bestimmen.
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22.11.11 | |
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15.11.11 | |
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