ERCP-Untersuchung

Röntgenuntersuchung im gesamten Verdauungstrakt

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  • von Paradisi-Redaktion
Anatomie - Lila Grafik der Gallenblase im menschlichen Körper
anatomie mit markierter gallblase © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Die ERCP-Untersuchung dient der Darstellung von Gallengängen, der Gallenblase und des Bauchspeichel-Drüsengang-Systems. Die ERCP-Untersuchung ist eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel und einem Spezialendoskop.

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Die ERCP-Untersuchung beinhaltet die endoskopische Darstellung der

Sie wird durchgeführt, wenn der Verdacht auf Gallensteine oder maligne Entartungen in diesem Bereich bestehen. Wörtlich übersetzt bedeutet ERCP endoskopisch retrograde Cholangio Pankreatographie.

Durchführung

Dabei erhält der Patient eine Kurznarkose, denn die Untersuchung dauert nur etwa zwanzig Minuten. Der Rachen wird zusätzlich mit einem Lokalanästhetikum eingesprüht, denn das Endoskop wird durch den Mund über den Magen bis hin zum Dünndarm vorgeschoben.

Dann spritzt der Anästhesist ein Röntgenkontrastmittel, das eine retrograde Darstellung der Organe und deren Wege beim Durchleuchten auf dem Monitor anzeigt.

Kontraindikation

Wenn der Patient unter einer akuten Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder einem anderen akut entzündlichen Prozess leidet, darf die Untersuchung nicht durchgeführt werden. Auch bei kürzlich vorangegangenem Herzinfarkt ist dieser Eingriff kontraindiziert.

Der Vorteil dieser Untersuchung besteht darin, dass gleichzeitig Gewebeproben entnommen werden können. Außerdem kann der Arzt Gallensteine entfernen, die womöglich den Gallengang blockieren und die Beschwerden ausgelöst haben.

Komplikationen und Alternativen

Jeder Eingriff hat auch Nachteile. Bei der ERCP kommt es häufig zu

  • einem Anstieg der Lipase

und selten zu

  • einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung

Wenn dieser Fall aber eintritt, hat der Patient mit stärksten Schmerzen zu rechnen, die einige Tage andauern können. Perforationen sind eher selten.

Die Alternative zur ERCP-Untersuchung ist die

wobei bei der Kernspintomographie auch die Möglichkeit der Kontrastmittelgabe gewährleistet ist.

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Grundinformationen zur ERCP-Untersuchung

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