9. September 2009
Als Body-Plethysmographie (Lungenfunktionsprüfung) bezeichnet man ein Verfahren zur Überprüfung der Lungenfunktion. Mit Hilfe einer Body-Plethysmographie können der Atemweg-Widerstand und das Lungenvolumen genauestens bestimmt werden.
Durch die Durchführung einer Body-Plethysmographie, die auch Ganzkörper-Plethysmographie genannt wird, kann festgestellt werden, wie es um die Leistungsfähigkeit des Bronchialsystems und der Lunge bestellt ist. Dafür gibt es einzelne Messgrößen, mit der jeweils ein spezieller Teil der Lungenfunktion ermittelt wird, wobei die Normalwerte von verschiedenen Faktoren wie dem Alter, dem Geschlecht oder der Köpergröße abhängig sind. Der Begriff Plethysmographie stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie Menge oder Fülle (plethys) und Aufzeichnung (graphie).
Bei der Anwendung einer Body-Plethysmographie kommt es zur Messung der Weite des Bronchialsystems sowie der Luftmenge in der Lunge beim Atmen. Damit erhält der behandelnde Arzt Aufschluss über die Atemarbeit, die für das Ein- und Ausatmen erforderlich ist, sowie die Atemruhelage, bei der sich die Atemmuskeln entspannen. Vor allem für die Diagnose von Krankheiten und Funktionsstörungen wie chronischer Bronchitis, Asthma bronchiale, Lungenfibrose oder COPD ist die Lungenfunktionsüberprüfung von großer Wichtigkeit. Auch Atemwegsschädigungen, die durch Asbest verursacht werden, können mit Hilfe einer Body-Plethysmographie erkannt werden. Weiterhin kann der Schweregrad einer Lungenkrankheit mit diesem Verfahren eingeschätzt werden. Durch Messung der Lungenfunktion werden gesundheitliche Verschlechterungen, bei unter wechselnden Atemstörungen leidenden Patienten, schnell festgestellt und dementsprechend behandelt. Neben der Body-Plethysmographie gibt es noch die Spirometrie zur Ermittlung der Lungenfunktion, bei der das Volumen des Ein- und Ausatmens gemessen wird.
Bei einer Lungenfunktionsüberprüfung werden verschiedene Aspekte der Lungenfunktion getestet. Dazu gehören das Residualvolumen (RV), das Lungenvolumen und der Atemwegs-Widerstand (Resistance). Als Residualvolumen wird das nach der maximalen Ausatmung in der Lunge übrig gebliebene Luftvolumen bezeichnet und der Atemswegs-Widerstand ist der in den Atemwegen entstehende Strömungswiderstand.
Mit Hilfe der ermittelten Messwerte lässt sich feststellen, ob bei einem Patienten mögliche Ventilationsstörungen vorliegen. Ventilationsstörungen werden unterschieden in obstruktive und restriktive Störungen, was mit einer Body-Plethysmographie gut differenziert werden kann.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
25.02.11 | |
![]() | BODY-PLETHYSMOGRAPHIE |
10.01.11 | |
![]() | BODY-PLETHYSMOGRAPHIE |
30.04.10 | |
![]() | BODY-PLETHYSMOGRAPHIE |
15.03.10 | |
![]() | BODY-PLETHYSMOGRAPHIE |
10.12.09 | |
![]() | BODY-PLETHYSMOGRAPHIE |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Body-Plethysmographie Forum

