Bauchspiegelung

Eine Laparoskopie macht große Bauchschnitte nicht nötig

Die Bauchspiegelung (Laparoskopie) ist ein Untersuchungsverfahren zur Betrachtung innerer Organe der Leibeshöhle. Dabei werden Sichtgerät und Instrumente durch die Bauchdecke eingeführt. Ein großer Bauchschnitt ist dabei nicht notwendig.

Übergewichtiger Mann bei Ultraschalluntersuchung in Praxis
Ultraschall-Untersuchung © Tatjana Balzer - www.fotolia.de

Einteilung der Kategorie Bauchspiegelung

Bei der Bauchspiegelung, der sogenannten Pelviskopie, wird eine endoskopische Untersuchung des Bauchraums vorgenommen.

Durchführung

Zuerst wird der Bauch über eine Kanüle mit einem Gemisch aufgeblasen, damit das Bauchfell sich von den darunter liegenden Organen abhebt. Danach werden drei bis vier, ca. ein Zentimeter lange Schnitte am Nabel und je nach Diagnosestellung, rechts und links unterhalb des Nabels gesetzt, damit der Operateur Trokare einsetzen kann, die durch das Peritoneum vorgeschoben werden müssen.

Erst wenn die Kamera, sowie ein Taststab und eine Haltezange durch diese Öffnungen gelangen, kann der Bauch von innnen angeschaut werden. Dazu überträgt die Kamera das Bild auf einen Monitor, der mit ihr verbunden ist.

Indikation

Eine Indikation für eine Bauchspiegelung ist dann gegeben,

  • wenn ein unklarer Befund existiert, der so abgeklärt werden kann.

Das ist häufig der Fall bei gynäkologischen Problemen, wenn Verwachsungen Beschwerden machen. Im Rahmen der Bauchspiegelung können diese Verwachsungen gelöst werden. Aber auch

  • zur genauen Diagnosestellung beim Verdacht von Tumoren oder Tochtergeschwülsten, die sich oft in die Leber einnisten,

ist eine Bauchspiegelung eine gute Alternative zur kompletten Bauchraumeröffnung, weil sie ein geringeres Risiko beinhaltet.

Viele kleinere Operationen können im Rahmen einer Bauchspiegelung durchgeführt werden, beispielsweise die Sterilisation. Dabei werden die Adnexe, also die Eileiter durch sanftes Koagulieren so verklebt, dass eine Befruchtung nicht mehr möglich ist.

Eine Bauchspiegelung wird unter Vollnarkose durchgeführt und verursacht oft postoperative Blähungen.

Historie:
Zuletzt aktualisiert am
Erstellt am 07.04.2008
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