Die Psychoanalyse ist ein Zweig der Tiefenpsychologie und beschreibt eine Methode zur Behandlung unterschiedlicher seelischer Erkrankungen. Häufig ist diese Form der Psychotherapie der effektivste Weg aus der psychischen Krise.
Die Psychoanalyse ist ein psychotherapeutisches Verfahren, dass bei unterschiedlichen psychischen Erkrankungen wie Neurosen oder Psychosen zum Einsatz kommt. Geleitet wird diese Analyse von einem Psychoanalytiker. Der Psychoanalytiker ist ein Arzt oder Psychologe, der nach Abschluss des Studiums eine Zusatzausbildung zum Psychoanalytiker abgeschlossen hat. Wie die Psychoanalyse im Einzelnen gestaltet wird, hängt wesentlich vom jeweiligen Analytiker ab. Denn die Analyse der Seele ist keine starre Behandlungsmethode. Neben der klassischen Psychoanalyse werden heute auch tiefenpsychologische Psychotherapien und psychodynamische Therapien angewendet.
Seit der Gründung durch Sigmund Freud um 1890 wird die Psychoanalyse stetig weiterentwickelt. Im Zentrum dieses psychotherapeutischen Verfahrens steht die Annahme, dass psychische Erkrankungen auf seelische Konflikte zurückgehen, die zu Unverträglichkeiten innerhalb der Psyche führen. Da diese Konflikte im Unterbewussten ablaufen, versucht sich der Psychoanalytiker Zugang zu verschaffen und damit Einfluss auf das Unterbewusstsein zu erlangen.
Damit dies gelingt, werden die Patienten zur so genannten freien Assoziation angehalten. Das bedeutet, dass sie sich frei zu allen Dingen äußern sollen, die mit dem seelischen Leiden in Verbindung stehen könnten. Die Aussagen werden anschließend vom Psychoanalytiker interpretiert.
Neben der freien Assoziation ist die Übertragung ein Standardverfahren der Psychoanalyse. Der Patient baut zu dem Psychoanalytiker eine Beziehung auf, die Projektionen von Gefühlen und Ängsten zulassen, die sonst anderen Personen gelten. So können dem Patienten unbewusste Verhaltensmuster in zwischenmenschlichen Beziehungen verdeutlicht werden. Dadurch, dass der Patient diese Muster erkennt, soll es ihm ermöglicht werden, sein Verhalten zu berichtigen.
Diese beiden Methoden sind Bestandteile der klassischen Psychoanalyse, die zumeist über drei Jahre hinweg, dreimal die Woche stattfinden. Der Patient liegt in der Regel auf einer Couch und äußert sich zu allen Aspekten, die ihm in Verbindung mit der psychischen Störung in den Sinn kommen. Der Psychoanalytiker hört dem Patienten zu und kann Deutungen äußern, wenn er es für angebracht hält.
Bei der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie treffen sich Patient und Therapeut nur einmal in der Woche. Beide sitzen sich während des Gesprächs gegenüber.
Noch schneller soll die dynamische Psychotherapie greifen. Nur 20 bis 30 Sitzungen sollen nötig sein, bis der seelische Zustand des Patienten stabilisiert ist.
Neben diesen Formen der Einzeltherapie gibt es die Möglichkeit der Gruppenanalyse. Beide Behandlungsformen sind von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt. Die Kosten werden bei entsprechender Diagnose auf Antrag des Therapeuten übernommen – falls die Dauer der Therapie die geplante Stundenzahl übertrifft, kann ein Verlängerungsantrag gestellt werden.
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02.08.12 | |
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