Hippotherapie Artikel
Ablauf einer Hippotherapie
Eine Hippotherapie muss ärztlich verordnet und von speziell ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden. Die Therapeuten entscheiden, welche Maßnahmen sich für einen Patienten am besten eignen.
Für die Anwendung der Therapie werden extra ausgebildete Kleinpferde verwendet, die der Schrittfrequenz eines Menschen sehr nahe kommen. Außerdem wird eine Helferin zur Führung des Tieres eingesetzt, die dem Pferd vertraut ist, wodurch sich der Therapeut vollständig auf den Patienten konzentrieren kann. Als Aufstiegshilfe steht eine Rampe zur Verfügung. Außerdem werden Hilfsmittel wie Therapiegurte und spezielle Sättel eingesetzt. Die Therapie, bei der sich der Patient auf das Pferd setzt, findet in der Regel im Freien, auf speziellen Strecken, statt. Bei schlechtem Wetter sollte man in eine Halle ausweichen können. Auch das Auf- und Absteigen ist ein Bestandteil der Hippotherapie. Während der Behandlung sitzt der Patient locker auf dem Pferd, ohne eine Einwirkung auszuüben. Die Dauer einer Behandlungseinheit liegt bei etwa 25 Minuten, was auch von der Belastungsfähigkeit des jeweiligen Patienten abhängt. Eine Hippotherapie sollte mindestens einmal in der Woche stattfinden.
Nicht geeignet ist eine Hippotherapie, wenn der Patient unter einer Pferdehaar-Allergie leidet, bei Entzündungen der Wirbelsäule, bei Embolien, Thrombosen oder bei Hämophilie (Bluterkrankheit).