Parkinsontremor, physiologischer Tremor und psychogener Tremor

Junge und alte Hand fassen ineinander

Der psychogene Tremor wird durch seelische Belastungen ausgelöst

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  • von Paradisi-Redaktion

Um einen Parkinsontremor handelt es sich, wenn das Zittern von der Parkinson-Krankheit verursacht wird. Die häufigste Tremorform ist der physiologische Tremor.

Parkinsontremor

Ein Parkinsontremor wird von der Parkinson-Krankheit (Schüttellähmung) verursacht. Dabei handelt es sich um eine neurologische Erkrankung, die kontinuierlich voranschreitet.

Bei Morbus Parkinson kommt es zum Absterben der Zellen der schwarzen Hirnsubstanz (Substantia nigra) sowie weiterer Gehirnzellen. Im Rahmen der Parkinson-Krankheit können unterschiedliche Tremor-Erscheinungsformen auftreten.

Als typisches Anzeichen für Morbus Parkinson gilt der Ruhetremor, der zu den wichtigsten Diagnosekriterien der neurologischen Erkrankung zählt. So tritt bei den Betroffenen häufig ein reiner Ruhetremor auf.

Es ist aber ebenso möglich, dass sie unter einem Aktionstremor oder Haltetremor leiden. Die Frequenz des Ruhetremors beträgt in der Regel zwischen 3–6 Hertz, in frühen Stadien sogar bis zu 9 Hertz.

Physiologischer Tremor

In den meisten Fällen ist Zittern auf einen physiologischen Tremor zurückzuführen. So kommt er bei jedem gesunden Menschen vor. Mit dem Begriff "Physiologie" werden in der Medizin die normalen biologischen Funktionen und Vorgänge des menschlichen Körpers bezeichnet.

Im Unterschied zu den anderen Tremorformen lässt sich ein physiologischer Tremor mit bloßem Auge kaum erkennen. Nur an den Fingern ist er leicht sichtbar. Ein Krankheitsbild stellt der physiologische Tremor nicht dar.

Durch bestimmte Reize kann er jedoch so verstärkt werden, dass er sichtbar in Erscheinung tritt. Dazu gehören beispielsweise

Mitunter bewirkt auch die Einnahme von bestimmten Arzneimitteln einen verstärkten physiologischen Tremor. Im Normalfall geht das Zittern jedoch rasch wieder vorüber, sobald der auslösende Reiz verschwindet.

Psychogener Tremor

Unter einem psychogenen Tremor versteht man plötzlich einsetzende Zitterattacken, die durch seelische Belastungen verursacht werden. Die Zitterattacken können sowohl am ganzen Körper als auch an einzelnen Körperstellen wie Armen und Beinen auftreten.

Erstmals beobachtet wurde der psychogene Tremor bei Soldaten, die aus dem 1. Weltkrieg heimkehrten. Doch auch nach anderen traumatischen psychischen Belastungen wie

ließ sich diese Tremorform feststellen.

Merkmale

Ein typisches Merkmal des psychogenen Tremors ist, dass die Zitterattacken so plötzlich wieder verschwinden wie sie auftauchen, was von Medizinern als Spontanremission bezeichnet wird.

Ebenfalls charakteristisch ist die spürbare Vorspannung der Muskeln in den Armen oder Beinen. Dabei können sich die Knie oder die Ellenbogen anfühlen, als wäre in ihnen ein Zahnrad vorhanden.

Schafft der Patient es, diese Vorspannung zu überwinden oder sich durch geistige Ablenkung zu entspannen, vergeht der Tremor wieder. Sogar ein nebensächliches Gespräch kann zum Verschwinden der Zitterattacke führen.

Grundinformationen zum Zittern

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Quellenangaben

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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