13. Oktober 2008
Von Tanja Tasci
Schlafstörungen sind schlimm und wenn sie Kinder betreffen gleich doppelt schlimm. Denn Kinder leiden extrem unter Schlafmangel und so kommt es sehr schnell zum Leistungsabfall und zu Aggressionen. Doch viel zu oft werden Einschlaf- bzw. Durchschlafstörungen auf die leichte Schulter und so mit ins Erwachsenenalter genommen.
Schlafstörungen sind weit verbreitet und so leiden sehr viele Kinder unbemerkt an einer akuten Schlafstörung. Schon alleine die Definition einer Schlafstörung zeigt, dass Schlafstörungen oft unbemerkt bleiben können, da sie von Eltern und Medizinern nicht als Problem angesehen werden. Laut Definition liegt eine Schlafstörung dann vor, wenn sie mindestens einmal pro Woche über ein halbes Jahr hinweg auftritt. Eltern, die einen Arzt aufgrund einer Schlafstörung bei ihrem Kind konsultieren, haben meist schon einen langen Leidensweg hinter sich gebracht und berichten von dauerhaften Schlafstörungen die so gut wie täglich auftreten. Viele dieser Kinder haben extreme Probleme nicht nur beim Schlafen, denn zum Teil ziehen die Schlafstörungen auch Verhaltensauffälligkeiten nach sich, die oft falsch gedeutet werden. Wichtig bei jeder Art von Schlafstörung ist die Ursachenforschung, denn nur so kann gezielt vorgegangen werden.
Viele Schlafstörungen bei Kindern sind oft nur von kurzer Dauer und haben aktuelle Gründe. So kann ein Umzug, die Einschulung, Streit in der Familie oder eine Geschichte an einer kurzfristig auftretenden Schlafstörung Schuld sein. Gerade diese Phasen kennen alle Eltern, denn jedes Kind hat hin und wieder Probleme mit dem Einschlafen. Immer dann, wenn die Schlafprobleme dauerhaft auftreten und die Kinder eine Angst vor dem Schlafen zeigen, sollten Eltern die Alarmzeichen ernst nehmen und sich ärztlichen Beistand holen. Oft liegen die Ängste tiefer als Eltern glauben und häufig können Kinder ihre Ängste auch nicht klar benennen, genau dies macht es so schwierig. Einige Mediziner sind auch der Ansicht, dass dies die ersten Anzeichen von Angsterkrankungen sein können, während andere Mediziner auch heute noch darauf pochen, dass Angsterkrankungen erst in der Pubertät auftreten. Da häufig die Ursachen für Schlafstörungen nicht auf den ersten Blick erkannt werden, sollte auch der Gang zum Kinder- und Jugendpsychologen nicht gescheut werden.
Immer häufiger reagieren Kinder und Jugendliche auf die steigenden Anforderungen mit Schlafstörungen. Die Angst die geforderten Leistungen nicht erbringen zu können, die Angst nicht anerkannt zu werden und die Angst vor der Einsamkeit, ist häufig tief in Kindern und Jugendlichen verwurzelt. Sehr häufig sind Gesprächstherapien der einzige Weg, der die konkreten Ursachen für Schlafstörungen an den Tag bringt. Bücher wie "Jedes Kind kann schlafen lernen" sind gut, um Eltern von Säuglingen eine gewisse Grundstruktur anzuerziehen, doch häufig treten eben trotz fester Rituale und guter Schlafhygiene dauerhafte Schlafstörungen auf, die eben nicht mit 08/15 vorgehen behoben werden können. Ausführliche Beratung ist für Eltern im Fall einer Schlafstörung bei Kindern wichtig und so sollten Eltern offen mit Ärzten über die Probleme sprechen und dabei auch nicht familiäre Probleme unter den Tisch fallen lassen, denn Schlafstörungen resultieren meist aus dem täglichen erleben der Kinder.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
08.02.12 | |
![]() | SCHLAFSTöRUNGEN |
01.02.12 | |
![]() | SCHLAFSTöRUNGEN |
26.01.12 | |
![]() | SCHLAFSTöRUNGEN |
22.01.12 | |
![]() | SCHLAFSTöRUNGEN |
![]() | SCHLAFSTöRUNGEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Schlafstörungen Forum

