25. Februar 2010
Von Viola Reinhardt
Babys haben noch ein ganz anderes Tag-Nacht-Gefühl, trotzige Zweijährige wollen partout nicht ins Bett und die Erstklässler morgens nicht aus den Federn. Die Themenkombination Kind und Schlaf führt in vielen Familien zu Tränen, Streit und Frust, dabei kann man schon mit nur wenigen Maßnahmen und der Einführung kleiner, jedoch beständiger Rituale diesem Stressfaktor einen Riegel vorschieben.
Sie können Ihrem Kind das Aufstehen erleichtern, wenn am Morgen früh ein lustiger Kinderwecker am Bett des Kindes klingelt, die Lieblingskleider bereit liegen (auch wenn geringelt in blau mit gestreift in grün Ihren Augen weh tut!), ein schönes und stressfreies Frühstück auf den kleinen Morgenmuffel wartet und so ganz neben dem Zähneputzen einige Minuten "Frühsport" absolviert werden, das bereits aus einem simplen Zehenspitzenlaufen bestehen kann. Auch dem Kind die Verantwortung zu übertragen die Familienmitglieder zu wecken, wird den kleinen Helden in einem Kind wach rufen, denn er oder sie fühlen sich hierbei gebraucht und ungeheuer wichtig im "Familienbetrieb". Kleiner Tipp: Stellen Sie sich trotzdem heimlich einen Wecker, der dann einige Minuten nach dem "Helden-Wecken" klingeln sollte. Man kann ja nie wissen.
Auch am Abend gibt es wunderbare einfach durchzuführende Rituale, die das Zubettgehen deutlich leichter werden lassen. Wichtig ist bei einem Ritual, das es in einem beständigen sich wiederholenden Ablauf offenbart. So könnte zum Beispiel ein Schlafritual in einem gemeinsamen Abendessen, einer halben Stunde spielen und dem anschließenden Zähneputzen bestehen. Den Abend beschließt eine Kuschelzeit mit Singen, Schmusen oder Vorlesen. Darf das Kind auch hier seinen Lieblingsschlafanzug oder Nachthemd tragen, auch das fünfte Kuscheltier mit ins Bett nehmen (wenn es keine Allergie gegen Hausstaub hat) und bleibt auch ein kleines Schlummerlicht brennen, wird es nur selten ein abendliches Affentheater um das Thema Schlafen geben.
Kleiner Extra-Tipp: Kinder, die den ganzen Tag in der Schule und in der Wohnung sitzen ohne sich austoben zu können, haben am Abend viel zu viel Energie. Dass diese dann mit Machtkämpfen und Schlafverweigerung einhergeht, ist eigentlich schon fast logisch. Hier heißt es deshalb das Kind bei Wind und Wetter auf den Spielplatz, aufs Feld oder auch ins Hallenbad oder in einen Sportverein gehen zu lassen.
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