2. November 2009
Die Bildung einer Gänsehaut wird vom vegetativen Nervensystem aus gesteuert. Nur in seltenen Fällen steckt eine Krankheit dahinter.
Wenn ein Mensch friert, besonders gerührt ist, sich vor etwas stark ekelt oder auch äußerst ängstlich ist, bildet sich eine Gänsehaut am Körper des Menschen. Meist findet sich diese an den Armen und Beinen. Jedes Körperhaar wächst aus dem so genannten Haarbalg. Dieser Haarbalg besitzt Muskeln, die vom vegetativen Nervensystem aus gesteuert werden. Wenn das vegetative Nervensystem nun in den genannten Situationen den Befehl zur Kontraktion gibt, stellen sich die Körperhärchen auf und durch die Erhebung entsteht auch die typische Unebenheit der Haut.
Bei einigen Menschen reicht es auch schon aus, an einen für sie Ekel erregenden Gegenstand oder eine Angst auslösende Situation nur zu denken und schon richten sich die Körperhärchen auf und die Haut wird pickelig.
Die Bildung einer Gänsehaut kann sowohl in einer positiven als auch in einer negativen Situation entstehen und willentlich meist nicht beeinflusst werden. Bei großer Kälte zittert der Mensch stark. Wenn sich hier nun zusätzlich noch eine Gänsehaut bildet, hat dies auch eine wärmende Funktion.
In fast allen Fällen steckt hinter der Bildung einer Gänsehaut ein Reflex und keine Erkrankung. Die Gänsehaut muss in diesen Fällen nicht ärztlich behandelt werden.
Lediglich bei Patienten, die zum Beispiel einen Drogenentzug durchmachen, ist die Gänsehaut ein Symptom. Wenn Drogenabhängige einen Entzug machen und der Körper somit die Droge nicht mehr erhält, reagiert er mit diversen Symptomen. Dazu gehört auch die Gänsehaut.
Einige Patienten, die unter starkem Untergewicht leiden, wie dies zum Beispiel bei Patienten mit Magersucht der Fall ist, bemerken ebenfalls die häufigere Bildung einer Gänsehaut.
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