Bewusstseinsstörungen

Bewusstseinstrübungen können viele Ursachen haben und sollten schnell erkannt werden

Eine schwerwiegende neurologische Störung des Bewusstseins kann durch Hirnverletzungen, Vergiftungen, Sauerstoffmangel, Epilepsie, Schlaganfall oder Ähnliches ausgelöst werden. Der Betroffene zeigt keine, eine verlangsamte oder eine unpassende Reaktion auf sein unmittelbares Umfeld.

Junge liegt auf Krankenbett, Ärztin linke Hand auf seiner Stirn, die andere mit Stethoskop auf der Brust
medical checkup © Leah-Anne Thompson - www.fotolia.de

Wird bei einer Person eine Bewusstseinsstörung diagnostiziert, so liegt hier eine Störung des menschlichen Empfindens vor. Die Welt insgesamt wird von dem Menschen nicht mehr so in ihrer Erlebnisvielfalt wahrgenommen, wie es dem normalen Geschehen entspricht.

Mediziner teilen das Symptom Bewusstseinsstörung auf in

  • zu viel oder zu wenig Bewusstsein (quantitative Störungen) und
  • eine Störung, bei der das Bewusstsein eingeschränkt ist (qualitative Bewusstseinsstörung).

Quantitative Bewusstseinsstörung

Leichte und schwere Störung

Patienten mit einer leichten Bewusstseinsstörung befinden sich in einem Dämmerzustand und schlafen vor sich hin. Die Betroffenen können jedoch noch aufgeweckt werden.

Bei einer sehr schweren Bewusstseinsstörung befinden sich die Patienten im Koma und können nicht aufgeweckt werden. Auch durch Schmerzreize oder Ansprechen kommt der Patient nicht zu sich.

Starker Bewegungsdrag

Das Gegenteil dieser Art von Bewusstseinsstörung äußert sich durch eine starke Erregbarkeit oder einen unstillbaren Bewegungsdrang. Die Patienten können aggressiv sein, sich ständig verfolgt fühlen und sind auch dazu in der Lage, anderen oder sich selbst etwas anzutun.

Qualitative Bewusstseinsstörung

Eine völlig andere Form der Störung ist die qualitative Bewusstseinsstörung. Patienten, die zum Beispiel eine Demenz haben, sind dabei nicht orientiert und verwirrt. Schizophrene Patienten leiden unter Wahnvorstellungen.

Auch Menschen, die nachts aufstehen und Schlafwandeln leiden unter einer so genannten qualitativen Bewusstseinsstörung.

Diagnose und Behandlung

Welcher Grad der Bewusstseinsstörung vorliegt, wird im Rahmen einer neurologischen Untersuchung mit einem speziellen Analyse-Verfahren festgestellt. Es handelt sich dabei um die Anwendung der Glasgow-Koma-Skala, wobei hier verschiedene Einstufungen gegeben sind.

Behandelt werden können diese Symptome nur mit der Durchführung von Erste-Hilfe-Maßnahmen, um die Zeit bis zum Eintreffen des alarmierten Arztes zu überbrücken. Alle weiteren Maßnahmen ergreifen dann die Ärzte.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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