12. Dezember 2011
Für Transsexuelle ist der Wechsel zu einem anderen Geschlecht ein schwieriger Schritt. Es gibt jedoch Stellen, bei denen sie Hilfe finden.
Für die meisten Menschen stellt das eigene Geschlecht eine Selbstverständlichkeit dar. Bei Transsexuellen ist jedoch genau das Gegenteil der Fall. Sie haben das Gefühl, sich im falschen Körper zu befinden und verhalten sich deshalb untypisch für ihr Geschlecht. Oftmals zeigt sich dieses Verhalten bereits während der Pubertät. Prägen sich dann die Geschlechtsmerkmale aus, beginnt die Problematik erst richtig. So leiden die Betroffenen unter den Veränderungen ihres Körpers, da sie diese nicht akzeptieren können. Stattdessen kleiden sie sich wie das andere Geschlecht, was oft dazu führt, dass sie auf Ablehnung in ihrem sozialen Umfeld stoßen.
Besonders schwierig ist die Situation für Männer, denn während bei Frauen typisch männliche Kleidung auf gesellschaftliche Akzeptanz stößt, werden Männer, die sich feminin kleiden oder schminken, abgelehnt.
Da der Leidensdruck im Laufe der Zeit zunimmt, suchen die Betroffenen nach Hilfe. Diese finden sie unter anderem bei Ärzten und Psychologen. So gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten wie eine Hormontherapie oder eine operative Geschlechtsangleichung.
Bevor eine solche Behandlung durchgeführt wird, müssen sich die Transsexuellen jedoch einer vorbereitenden Psychotherapie unterziehen, die mindestens ein Jahr dauert. Die meisten Betroffenen betrachten diese Therapie jedoch nicht als Zwang, sondern eher als hilfreich, da dabei ihre Selbstreflexion gestärkt wird. So werden verschiedene Fragen und Probleme der Betroffenen aufgearbeitet, wie familiäre oder partnerschaftliche Beziehungen, die Situation am Arbeitsplatz, der Coming-out-Prozess, sowie eventuelle Probleme durch Diskriminierung. Weiterhin hinterfragt man auch biologische, soziale und kulturelle Geschlechtsmerkmale.
Kommt es schließlich zu einer operativen Geschlechtsangleichung, erhalten die Betroffenen anschließend eine körperliche und psychotherapeutische Nachbetreuung.
Neben den physischen und psychischen Problemen, die sich aus der Transsexualität ergeben, haben transidente Menschen häufig mit zahlreichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Dazu gehören auch Probleme mit den Behörden, gesellschaftliche Ausgrenzung und Diskriminierung.
In solchen Fällen finden die Betroffenen Unterstützung bei verschiedenen Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen, zum Beispiel bei der VIVA Transsexuellen Selbsthilfe München e.V. Diese bietet transidenten Menschen Beratungen, Informationen, Vorträge, Lesungen, Filmvorführungen sowie Hilfestellungen bei Anträgen oder Behördengängen an. Auch Angehörige, Partner oder Freunde von Transsexuellen sind dort willkommen.
Schön, dass sich die Redaktion die Kritik hier zu Herzen genommen hat und den Artikel durch eine Übersicht an SHG ergänzt hat.
Volle Zustimmung zu Visitor, die Überschrift verspricht etwas, was der Text nicht einhält. schade :(
Es wird hier zwar viel geshrieben, aber eine Antwort habe ich noch nicht gefunden.
Wie wäre es, wenn Ihr hier eine Liste oder die Adre...
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Von den Autoren Holde-Barbara Ulrich und Thomas Karsten das Buch Messer im Traum. Transsexuelle in Deutschland.
