Fünf Mythen rund um die Selbstbefriedigung

Welchen Masturbationsmythen Sie keinen Glauben schenken müssen

Nahaufnahme Mann im Slip bei Selbstbefriedigung

Selbstbefriedigung wird von den meisten Menschen mehr oder weniger praktiziert. Lange Zeit rankten sich die abenteuerlichsten Mythen um die Masturbation.

Unter Selbstbefriedigung, Onanie oder Masturbation versteht man das Stimulieren der körpereigenen erogenen Zonen ohne einen Partner. Fast alle Menschen befriedigen sich Studien zufolge mindestens einmal im Leben selbst. Dennoch war die Selbstbefriedigung lange Zeit ein Tabuthema, um das sich die unglaublichsten Mythen rankten.

1. Selbstbefriedigung ist schädlich für die Gesundheit

So sahen Mediziner in ihr sogar die Ursache für Tuberkulose, bis 1882 schließlich der Tuberkulosebazillus entdeckt wurde. Auch für Lepra, Krebs, Blindheit oder Geisteskrankheiten machte man die Masturbation verantwortlich.

Diese These wurde jedoch hinreichend widerlegt. So ist normale Selbstbefriedigung keineswegs gesundheitsschädlich. Mitunter können jedoch ausgefallene Masturbationstechniken zu Verletzungen der Geschlechtsteile führen.

Ebenfalls widerlegt wurde die bis in das 20. Jahrhundert gängige Theorie, dass Selbstbefriedigung Akne verursacht. Zu dieser Ansicht gelangte man, da Jugendliche in der Pubertät einerseits häufig unter Akne litten und sich andererseits oft selbst befriedigten.

2. Masturbation ist kein richtiger Sex

Das stimmt nicht. Da es dabei sowohl zu sexueller Erregung als auch zu einem Orgasmus kommt, gilt Selbstbefriedigung durchaus als richtige Sexualpraktik.

Würde man nur Vaginalverkehr als richtigen Sex ansehen, wären auch Analsex oder Oralsex keine Sexualpraktiken.

3. Nur Jugendliche befriedigen sich selbst

Auch das ist ein Mythos. So haben Studien ergeben, dass sich zwischen 80 und 95 Prozent aller Erwachsenen von Zeit zu Zeit selbst befriedigen. Zwar wird die Masturbation im höheren Alter weniger ausgeübt als im jugendlichen Alter, bestimmte Altersgrenzen gibt es jedoch nicht.

4. Selbstbefriedigung führt zu Wahnsinn

In früheren Jahren glaubte man, dass Selbstbefriedigung das Gehirn erweichen und zu Wahnsinn führen würde. Dabei ist sogar das Gegenteil der Fall: So hilft die Masturbation dabei psychische Spannungen und sexuelle Frustrationen abzubauen.

5. Selbstbefriedigung wird nur von Männern praktiziert

Statistiken zufolge ist der Anteil an Männern bei der Selbstbefriedigung in der Tat höher als bei Frauen. Dennoch ist die Masturbation auch beim weiblichen Geschlecht eine beliebte Sexualpraktik. Allerdings sprechen Frauen nur ungern darüber.

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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