2. November 2011
Als Homosexualität bezeichnet man die sexuelle Neigung nach dem eigenen Geschlecht. Doch was bedeutet es, homosexuell zu sein?
Homosexualität bedeutet, dass ein Mann oder eine Frau gleichgeschlechtlich ausgerichtet sind. Anstatt Verlangen für das andere Geschlecht, empfinden Homosexuelle dieses Gefühl für das eigene Geschlecht.
Für Schwule oder Lesben hat ihre Homosexualität oft große Auswirkungen auf ihr Leben. Zwar ist der Umgang mit gleichgeschlechtlicher Liebe in der heutigen Zeit im westlichen Kulturkreis wesentlich lockerer als in der Vergangenheit, dennoch müssen Homosexuelle noch immer in vielen Bereichen des Lebens um Akzeptanz und Toleranz kämpfen. Darüber hinaus gilt es oftmals auch schwierige Konflikte mit der Familie, mit Freunden oder am Arbeitsplatz zu bewältigen. Zudem stellt Homosexualität in vielen Ländern und Kulturen noch immer ein Tabuthema dar. Da viele Homosexuelle Angst davor haben, durch ein Coming-out soziale oder berufliche Nachteile in Kauf nehmen zu müssen, verbergen sie ihre Neigung lieber. Mitunter führen sie sogar eine Ehe oder gründen eine Familie, um gesellschaftlich nicht aufzufallen.
Für viele Homosexuelle ist die Erkenntnis, schwul oder lesbisch zu sein, nicht einfach. So reagieren sie zunächst geschockt und mit Selbstzweifeln. Vor einem äußeren Coming-out erfolgt daher immer erst das innere Coming-out. Dabei muss sich der Betroffene selbst als homosexuell akzeptieren, da es sonst passieren kann, dass er sein ganzes Leben mit einer falschen Identität verbringt. Die Dauer dieser wichtigen Selbstfindung ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hängt auch vom sozialen Umfeld ab. Mitunter kann es bis ins hohe Lebensalter dauern, bis es zu einem befreienden Coming-out kommt.
In Deutschland haben Homosexuelle mittlerweile gute Möglichkeiten, ihr Leben so zu leben, wie sie es möchten. So gibt es hierzulande eine mannigfaltige Schwulen- und Lesbenszene, Kneipen, Diskotheken und Treffpunkte für Homosexuelle, künstlerische Veranstaltungen sowie Beratungsstellen. Darüber hinaus können gleichgeschlechtliche Partnerschaften standesamtlich eingetragen werden. Doch vor allem in ländlichen Gebieten, die konservativ geprägt sind, müssen homosexuelle Menschen häufig mit Skepsis und sogar Anfeindungen rechnen, weswegen sie sich dort oftmals mit einem Coming-out sehr schwer tun.
Wodurch Homosexualität entsteht, ließ sich wissenschaftlich bislang nicht klären. Manche Sexualwissenschaftler sind der Ansicht, dass sie genetischer Natur ist. Das heißt, dass die Anlagen zu einer gleichgeschlechtlichen Ausrichtung vererbt werden. Andere Wissenschaftler glauben dagegen, dass Homosexualität durch die individuelle Entwicklungsgeschichte eines Menschen hervorgerufen wird.
Ich bin der Meinung, man sollte sich als Schwuler so früh wie möglich outen. Nicht warten, bis es irgendwaann rauskommt,und es kommt bestimmt ...
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28.05.12 | |
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