20. Oktober 2011
Manchmal kann es passieren, dass homosexuelle Menschen unfreiwillig geoutet werden. In diesem Fall spricht man von einem Outing.
Als Coming-out bezeichnet man das freiwillige Bekenntnis von schwulen oder lesbischen Menschen zu ihrer Sexualität. Erfolgt das Coming-out jedoch unfreiwillig durch eine andere Person, handelt es sich um ein Outing.
Auch in der heutigen Zeit tun sich viele homosexuelle Menschen schwer damit, zu ihrer Sexualität zu stehen und sie öffentlich zu machen. So ziehen sie es vor, sozusagen versteckt zu leben, da sie nach einem Coming-out private, gesellschaftliche oder berufliche Nachteile befürchten. Eine Sorge, die nicht immer unbegründet ist. So gibt es nach wie vor bestimmte gesellschaftliche Bereiche, in denen es ein großer Nachteil ist, sich als schwul oder lesbisch zu outen. Dazu gehören vor allem die Kirche und der Profisport. Besonders betroffen davon ist der Fußball, der in erster Linie als Männersport gilt, sodass schwule Fußballer nicht in die gängigen Klischees passen würden. So müssten sie damit rechnen, nach einem Coming-out von den Fans nicht mehr als echte Männer akzeptiert zu werden. Einen besonders schweren Stand haben Homosexuelle in der katholischen Kirche. Dort müssen die Betroffenen sogar Angst davor haben, nach einem Coming-out, sei es freiwillig oder unfreiwillig, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. So ist es schon vorgekommen, dass man schwule Priester aus dem Dienst entließ und schwulen Religionslehrern die Erlaubnis zu unterrichten entzog.
Schon ein freiwilliges Coming-out ist für viele Betroffene ein schwieriger und langwieriger Prozess, der gut überlegt sein will. Eine besonders schwierige Situation stellt jedoch ein unfreiwilliges Outing dar, das durch eine informierte Person erfolgt, die ihr Wissen ohne Erlaubnis an andere weitergibt. Für den Geouteten bedeutet ein solches Vorgehen nicht nur einen schweren Vertrauensverlust und eine menschliche Enttäuschung, sondern oftmals auch eine höchst problematische Situation. Viele Betroffene wissen dann nicht, wie sie richtig reagieren sollen. Eine Möglichkeit ist natürlich, alles zu leugnen. Manchmal kann jedoch ein unfreiwilliges Outing eine gute Gelegenheit sein, endlich reinen Tisch zu machen und sich von der Last des Verstellens zu befreien. Man macht also aus dem unfreiwilligen Outing ein freiwilliges Coming-out, was jedoch von der betroffenen Person viel Selbstbewusstsein und Standfestigkeit erfordert, denn die Reaktionen des Umfelds lassen sich nicht immer voraussehen. Grundsätzlich ist es jedoch besser, zu seiner Homosexualität offen und selbstbewusst zu stehen, da ein ständiges Versteckspiel irgendwann zu psychischen Problemen führen kann.
Da steht nichcwie man reagieren soll sondefn was das is und warum nicht.
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