21. Juni 2007
Von Andreas Neubert
Bei Beschneidung denken viele an einen religiös motivierten Eingriff und haben dabei in dem einen oder anderen Fall Recht. Es gibt aber auch medizinische Gründe für eine Beschneidung der Männer. Besonders für Frauen wird sie als Beschneidung der Weiblichkeit empfunden.
Die Beschneidung ist ein traditioneller Akt, der bereits mehr als 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung vorgenommen wurde. Im Laufe der Zeit wurde der Eingriff mit unterschiedlichen religiösen, gesellschaftlichen oder moralischen Argumenten begründet. Anfangs als menschliches Opfer an die Götter, danach einmal als Kennzeichnung der Sklaven ein andermal als Triebunterdrückung und Reinheit. Die Moslems lassen sich beschneiden, um ihre Religionszugehörigkeit zu unterstreichen. Noch in der Neuzeit galt in England und den USA die Verstümmelung als therapeutisches Mittel gegen die Selbstbefriedigung – wie es auch schon im frühen 18. Jahrhundert weltweit praktiziert wurde. Der am weitesten verbreitete medizinische Grund einer Zirkumzision – wie der Fachbegriff heißt – ist die Vorhautverengung, die Phimose. Aber auch Vorbeugung vor der Immunschwäche Aids und vor Gebärmutterkrebs bei Frauen. In beiden Fällen gilt die Vorhaut als Übertragungsort entsprechender Viren und Bakterien.
Es gibt für Männer hauptsächlich vier Beschneidungstechniken. Bei "low" liegt die Narbe der Beschneidung direkt an der Eichel, bei "high" weiter oben am Schaft. Bei "loose" wird die Eichel teilweise noch bedeckt im nicht erigierten Zustand. Bei "tight" liegt sie völlig unbedeckt. "low + loose" sind eher in Europa verbreitet, "high + tight" in den USA.
Nachteile einer Beschneidung bei Männern, die übrigens einen richtigen operativen Eingriff darstellt, ist die allmähliche Unempfindlichkeit der Eichel gegenüber Reizen. Das soll in manchen Fällen dazu führen, dass Betroffene beim Geschlechtsverkehr erst einen späten Höhepunkt haben.
Auch bei der Frau gibt es die Beschneidung, die gleichfalls mit je aktuellen Moralvorstellungen verbunden war und ist. Es gibt dazu unterschiedliche Eingriffe von der operativen Entfernung der Klitoris oder der kleinen Labien bis zum Zusammennähen der beiden Vulvaseiten.
Schade, daß so wenig Augenmerk auf Ortographie (Rechtschreibung) und Grammatik gelegt wird. Nicht nur bei diesem sensiblen Thema, sondern gene...
Ist ja recht interessant und sehr fachmännisch geschrieben, dieser Bericht, aber in einem muß ich vehement wiedersprechen.
ES GIBT KEIN...
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