20. Dezember 2011
Die meisten Schwangeren sehnen nun die Geburt herbei. Das Baby setzt mit jedem Tag der Schwangerschaft noch kleine Fettreserven an.
Sofern keine medizinischen Gründe dagegen sprechen, lassen die meisten Frauenärzte etwa zwei Wochen verstreichen, bis sie die Geburt künstlich einleiten. Wenn jetzt – in der 42. Schwangerschaftswoche - noch immer keine Wehen auftreten, kann die Hebamme mit einem so genannten Wehencocktail nachhelfen. Eine Mischung aus Rizinusöl und verschiedenen Substanzen hilft dem Körper, Wehen zu produzieren. Dieser Cocktail zeigt jedoch nur dann die gewünschte Wirkung, wenn der Körper auch bereit ist für die Geburt. Ohne Rücksprache mit einer Hebamme sollte der Rizinuscocktail jedoch nicht getrunken werden.
Hilft dieser Cocktail nicht oder muss das Baby aus medizinischen Gründen bald geboren werden, so wird die Geburt in der Frauenklinik eingeleitet. Dazu gibt es unterschiedliche Methoden. So kann der werdenden Mutter z.B. eine Infusion mit einem Wehen fördernden Medikament gelegt, ein hormonhaltiges Zäpfchen verabreicht oder auch ein Gel im Bereich des Muttermundes aufgetragen werden. All diese Maßnahmen führen meistens früher oder später zu den gewünschten Geburtswehen, so dass das Baby doch auf normalem Wege geboren werden kann. Helfen diese Maßnahmen nicht, wird der Frauenarzt zusammen mit den werdenden Eltern einen Kaiserschnitt planen. Meist ist es möglich, dass die Mutter nur eine örtliche Betäubung erhält und somit auch bei einer operativen Entbindung bei vollem Bewusstsein den ersten Schrei ihres Babys mitbekommen kann.
Einige Babys haben eine ein Meter lange Nabelschnur. Die Länge ist jedoch sehr unterschiedlich und teilweise ist die Nabelschnur auch nur so kurz, dass das Baby nach der Geburt erst auf den Bauch der frischgebackenen Mutter gelegt werden kann, wenn sie durchtrennt wird.
Egal ob die Geburt spontan beginnt oder eingeleitet werden muss: Es wird nicht mehr lange dauern, bis das Baby, das noch vor einigen Monaten so klein war, dass man es mit bloßem Auge kaum erkennen konnte, in den Armen seiner Eltern liegen wird. Bis es soweit ist, sollten die werdende Mutter und der Papa in spe nochmal ihre ruhigen (wenn auch trotzdem schlaflosen) Nächte genießen und vielleicht auch abends nochmal Essen gehen.
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