Intensive Vorsorge und Überwachung während der Risikoschwangerschaft

Ärzte unterscheiden verschiedene Kriterien, um eine Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft bezeichnen zu müssen. Risikoschwangere werden engmaschiger überwacht als andere Schwangere, obwohl der Schwangerschaftsverlauf völlig normal sein kann.

Die ärztliche BEtreuung während der Risikoschwangerschaft

Kriterien für eine Risikoschwangerschaft

Alter

Wenn eine Frau über 35 Jahre oder unter zwanzig Jahre ist und schwanger wird, ist sie automatisch eine Risikoschwangere, auch wenn sie gesund ist und die Schwangerschaft normal verläuft.

Kindsentwicklung

Weiteres Kriterium für eine Risikoschwangerschaft kann auch die Entwicklung des Kindes sein. Wächst das Kind zu langsam oder zeigt sonstige Auffälligkeiten, so muss der Arzt die Schwangere engmaschiger überwachen und bezeichnet sie daher als Risikoschwangere.

Frühzeitige Wehen

Wenn eine Frau in der Frühschwangerschaft bereits Wehen hatte und liegen musste, so wird auch diese Schwangerschaft im weiteren Verlauf eine Risikoschwangerschaft sein.

Grunderkrankungen und Mehrlingsschwangerschaft

Hat die werdende Mutter Krankheiten, die zum Beispiel aufgrund einer Medikamenteneinnahme Auswirkungen auf die Schwangerschaft haben können, so ist dies ein weiteres Kriterium für eine Risikoschwangerschaft.

Frauen, die zwei oder mehr Babys erwarten, werden ebenfalls automatisch als Risikoschwangere bezeichnet.

Bestandteile der Vorsorge

Eine Risikoschwangerschaft verläuft in den meisten Fällen trotz dieses dramatischen Begriffes völlig normal. Grund dafür ist aber häufig auch, dass die Frauen engmaschiger als andere Schwangere überwacht werden und kleinste Auffälligkeiten und Veränderungen besonders früh erkannt und behandelt werden können.

Normalerweise sollte eine Schwangere alle vier Wochen zu ihrem Frauenarzt bzw. zur Hebamme zur Schwangerschaftsvorsorge gehen, in den letzten Schwangerschaftswochen meist alle zwei Wochen. Risikoschwangere haben deutlich mehr Untersuchungen und meist auch mehr Ultraschalluntersuchungen.

Kostenübernahme

Der große Unterschied zwischen einer Risikoschwangerschaft und einer normalen Schwangerschaft besteht zudem auch darin, dass die Krankenkassen mehr Untersuchungen bezahlen. Für Untersuchungen wie zusätzliche Ultraschalluntersuchungen oder eine Nackenfaltenmessung haben Risikoschwangere in der Regel keine Zuzahlung zu leisten.

Trotzdem muss keine Schwangere diese zusätzlichen Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen. Paare, die ihr Kind annehmen werden, egal ob es krank oder gesund ist, brauchen Untersuchungen wie eine Nackenfaltenmessung oder eine genetische Blutuntersuchung nicht durchzuführen.

Viele dieser zusätzlichen Untersuchungen führen nämlich auch dazu, dass die werdenden Eltern ihre Schwangerschaft gar nicht genießen können, weil sie schon aufgrund des Begriffes "Risikoschwangerschaft" in ständiger Angst leben.

Jede Schwangerschaft kann gut und schlecht verlaufen

Und selbst wenn während der Schwangerschaft alle Vorsorgeuntersuchungen mit bestem Ergebnis abgeschlossen wurden, so kann das Kind krank zur Welt kommen. Eine 100%ige Gewissheit gibt es also nie.

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