Presswehen

Geburtswehen bringen die Uterusmuskulatur und die Muskulatur des Bauches zur Austreibung des Kindes

Presswehen sind die stärksten Wehen, die während der Schwangerschaft auftreten. Sie aktivieren neben der Gebärmuttermuskulatur auch die Bauchmuskulatur zur Bauchpresse, um das Kind in der Austreibungsphase der Geburt durch den Geburtskanal zu pressen.

Frau in Krankenhauskleidung hält Hände an Kopf und schreit Wehen Geburt Schmerz
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Einteilung der Kategorie Presswehen

Die eigentliche Geburt beginnt, wenn die Wehentätigkeit regelmäßig wird. Viele Frauen haben bis zu vier Wochen vor dem eigentlichen Termin Senk- oder Vorwehen, die sich durch ein leichtes Ziehen bemerkbar machen, dann aber wieder aufhören.

Merkmale und Funktion der Presswehen

Die Geburtswehen sind kräftiger; anfangs vergehen bis zu 30 Minuten zwischen zwei Schüben, dann werden die Abstände kürzer und die Wehentätigkeit nimmt ständig zu. Während der Wehen zieht sich die Gebärmutter zusammen und schiebt das Kind in Millimeterschritten in den Geburtskanal.

Durch den Druck auf den Muttermund öffnet sich dieser, bei etwa zehn Zentimetern stellt er für das Kind keine Barriere mehr dar und der Weg in die Welt ist frei.

Empfindungen der werdenden Mutter

Die Mutter spürt zu diesem Zeitpunkt einen erhöhten Druck auf den Darm. Bei einer normalen Schädellage wird dieser durch den Kopf des Kindes, der nun in die Scheide eintreten kann, ausgeübt. Die Wehen - Presswehen genannt - werden jetzt heftiger; die Frau darf aber erst pressen, wenn das Kind sich soweit herausgedreht hat, dass die Hebamme das Köpfchen sehen kann.

Vorher müssen die Presswehen veratmet werden, weil es sonst zu Verletzungen im Scheiden- und Darmbereich kommen kann. Die Technik lernt man während der Geburtsvorbereitungskurse.

Ist das Köpfchen zu sehen, darf die Frau mit dem Kopf auf der Brust und geschlossenen Augen mit der nächsten Wehe das Kind herauspressen. Meist werden zwei oder drei Wehenschübe benötigt, bis der große Moment gekommen und das Kind geboren ist.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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