14. Juli 2010
Als Preiselbeere bezeichnet man eine Pflanze, die zur Gattung der Heidelbeeren gehört. Ihre Früchte sind eine beliebte Beilage.
Bei der Preiselbeere oder Preißelbeere handelt es sich um eine Pflanze, die zur Gattung der Heidelbeeren zählt. Sie ist auch unter den Namen Moosbeere, Riffelbeere, Grestling, Kronsbeere oder Granten bekannt und gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae).
Die Preiselbeere ähnelt von Wuchs und Form her der Heidelbeere. Der Unterschied liegt jedoch in der rötlicheren Farbe. Die Früchte, die Preiselbeeren, wachsen an einem Zwergstrauch, der eine Größe von ungefähr zehn bis vierzig Zentimetern erreicht. Der Strauch hat ovale, immergrüne Blätter, deren Farbe dunkelgrün ist. Aus den dunkelroten Knospen bilden sich in den Monaten Mai bis August die glockenförmigen, weißen Einzelblüten, die in Trauben an den Spitzen der Triebe hängen. Von Ende August bis Anfang September kommt es zur Reifung der Beeren, die zunächst eine weiße und dann eine leuchtend rote Farbe aufweisen. Unter guten Bedingungen können Kultursorten im September und Oktober noch ein zweites Mal reifen.
Auf Frost reagiert die Preiselbeere sehr empfindlich. Bei Temperaturen von -22 Grad Celsius kommt es zu gravierenden Frostschäden. Dennoch findet man sie sowohl in nördlich gemäßigten Zonen als auch in Gebieten wie Grönland, in denen Tiefsttemperaturen von -50 Grad Celsius vorherrschen. Zu den ökologischen Merkmalen, die typisch für Heidekrautgewächse sind, gehören Kalkfeindlichkeit und eine Symbiose mit Wurzelpilzen. Preiselbeeren wachsen vor allem auf basenarmen und sauren Böden wie Moorböden, Sandböden und sandig-steinigen Lehmböden. In Mitteleuropa findet man die Pflanze auf Bergheiden, in alpinen Zwergstrauchgestrüpp oder Mooren. Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch Insekten wie Bienen und Hummeln. Die Samen werden durch beerenfressende Vögel verbreitet. Preiselbeeren wachsen zwar oftmals in der Nähe von Blaubeeren, zu Hybriden kommt es jedoch höchst selten.
Anbauen lässt sich die Preiselbeere nur in Gebieten, in denen die ökologischen Standortanforderungen gewährleistet sind. Als besonders ideal gelten Nordwestdeutschland und Holland. Häufig wird die Preiselbeere mit der Cranberry, der amerikanischen Moosbeere, verwechselt, die als Kulturpreiselbeere eingeführt wurde. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um eine Marketing-Bezeichnung.
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