Einteilung der verschiedenen Obstarten

Auswahl an frischem exotischem Obst auf weißem Hintergrund

Man unterscheidet Beerenobst, Kernobst, Schalenobst, Steinobst und Südfrüchte

Obst zählt neben Gemüse zu den wichtigsten Vitamin- und Mineralstofflieferanten und ist deswegen ein wichtiger Bestandteil in der ausgewogenen Ernährung. Es kann frisch oder konserviert auf dem Wochenmarkt, im Gemüsehandel oder im Supermarkt erworben werden - viele Obstarten lassen sich aber auch im eigenen Garten kultivieren. Die Einteilung der Obstarten erfolgt unter anderem nach den Eigenschaften ihrer Früchte.

Damit Pflanzen überhaupt als Obst bezeichnet werden können, müssen sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

  • Unter anderem sollten ihre Früchte für den Menschen genießbar sein.
  • Zusätzlich geht die Botanik davon aus, dass es sich um mehrjährige Gewächse handelt.

Obwohl einige Früchte, unter anderem die Tomate, aufgrund ihrer Beschaffenheit viele Eigenschaften der Obstarten aufweisen, werden sie nicht zu diesen gezählt. Bei der Tomate liegt dies daran, dass die Pflanze einjährig ist - sie zählt zum Gemüse.

Verschiedene Obstarten

Obst wächst je nach Art

  • an kriechenden
  • an rankenden oder
  • an staudenartigen

Gewächsen,

Die Größe und Form der jeweiligen Früchte, die Beschaffenheit ihrer Schale, das Anbaugebiet der Pflanze und die Art der Fruchtreifung entscheiden darüber, ob es sich um

  • Beerenobst
  • Steinobst
  • Kernobst
  • Schalenobst oder
  • Südfrüchte

handelt.

Beerenobst

Beerenobst besitzt typischerweise kleine, runde Früchte mit einer weichen Schale. Doch diese Eigenschaften allein reichen nicht aus, um das Obst eindeutig zuordnen zu können. Und obwohl viele Obstarten ihrem Namen nach zu den Beerenarten gehören müssten, sind sie im botanischen Sinne anderen Gruppierungen zuzuordnen.

Beispielsweise bilden Him- und Brombeeren Steinsammelfrüchte aus, wobei die einzelne Frucht einen Steinkern besitzt. Dennoch werden sie als Beeren betitelt.

Auch die Erdbeere entwickelt keine Beeren, sondern Sammelnüsschen. Sie befinden sich auf dem Fruchtfleisch, welches sich während der Reife erst gelb, dann rot färbt. Die Erdbeere müsste demnach ein Schalenobst sein, dennoch zählt sie zum Beerenobst, da sie alle anderen Eigenschaften dieser Art besitzt.

Kernobst

Kernobst bildet Sammelbalgfrüchte aus, bei denen es sich ausschließlich um Apfelfrüchte handelt, wenngleich ihre Bezeichnung anders lauten kann. Der typische Aufbau einer solchen Frucht lässt sich erkennen, wenn diese waagerecht aufgeschnitten wird.

In Deutschland gehören der Apfel und die Birne zu den beliebtesten Kernobstarten. Sie gedeihen auch in einheimischen Gefilden und sorgen bei einer entsprechenden Witterung und bei optimaler Pflege für reiche Ernteerträge. Unter gewissen Bedingungen lässt sich das Kernobst je nach Sorte für mehrere Wochen bis Monate lagern.

Schalenobst

Schalenobst bildet Kerne oder Nüsse aus, die von einer harten Fruchtschale umschlossen sind. Besonders in den Wintermonaten gehört das Schalenobst zu den wichtigen Vitamin-E- und Spurenelementlieferanten.

Wie bei der Beere sagt die Bezeichnung "Nuss" nicht unbedingt etwas über die botanische Zugehörigkeit einer Pflanze aus. Auch Paranüsse werden als Nüsse bezeichnet, obwohl sie zu den Kapselfrüchten gehören.

Steinobst

Steinobst ist an dem im Inneren der Frucht befindlichen Stein erkennbar, bei dem es sich allerdings um einen verholzten Teil der Fruchthülle handelt. Häufig ist er sehr faserig. Der äußere Teil der Fruchthülle hingegen besteht aus einem wohlschmeckenden Fruchtfleisch, das meist sehr saftig ist.

Zu den einheimischen Steinobstarten gehören unter anderem

Zu den mediterranen Steinobstarten zählen beispielsweise

Südfrüchte

Als Südfrüchte werden diejenigen Obstarten bezeichnet, die in den Tropen beheimatet sind. Sie gedeihen nur unter bestimmten klimatischen Bedingungen, zu denen eine bestimmte Luftfeuchtigkeit und Wärme gehören. Diese lassen sich in Tropen- oder Gewächshäusern zwar nachahmen.

Um hohe Ernteerträge zu erzielen, müssten allerdings große Plantagen dieser Exoten angepflanzt werden. Dies zöge ein hohes Platzangebot und erhebliche Kosten nach sich. Daher erfolgen die Kultivierung der Pflanzen und die Ernte der Früchte in den beheimateten Gebieten.

Anschließend werden die Früchte auf dem Land-, See- oder Luftweg weltweit exportiert. Auf diese Weise gelangt man auch hierzulande an frische Südfrüchte, die nicht nur ein ausgezeichnetes Aroma, sondern auch viele wichtige Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe besitzen. Während der Konservierung geht ein Teil der Inhaltsstoffe verloren.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: exotic fruits and berries on white background © Andre - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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