17. November 2009
Von Andreas Hadel
Typ-2-Diabetes gehört zu den großen Zivilkrankheiten unserer Zeit. Genetische Veranlagung, Essgewohnheiten und Körpergewicht sind Faktoren, die auf das Entstehen von Typ-2-Diabetes einwirken. Zu wenig körperliche Bewegung, Übergewicht und der übermäßige Verzehr von stark kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln erhöht das Risiko am umgangssprachlichen Zucker zu erkranken. Mit dem richtigen Lebensstil kann man jedoch einer Erkrankung aktiv entgegenwirken.
Eine Studie aus dem Jahr 2006 hat gezeigt, dass eine Diät, die Ballaststoffe und einfach ungesättigte Fettsäuren berücksichtigt, das Diabetes-Risiko reduzieren kann.
Deshalb gehören Nüsse zu den Lebensmitteln, die eine besondere Beachtung verdienen. Denn sie sind reich an einfach ungesättigten Fettsäuren und haben einen hohen Anteil an Ballaststoffen.
Einfach ungesättigte Fettsäuren können dabei helfen, dass unser Organismus Zucker für die Energiegewinnung besser verarbeiten kann. Ballaststoffe verringern die Menge an Fett, Kohlenhydraten und Cholesterin, die unser Körper von der Nahrung absorbieren kann. Zahlreiche Studien konnten belegen, dass der regelmäßige Verzehr von Nüssen die Symptome von Diabetes verringern kann und so den Bedarf an Medikamenten reduziert. Dr. Michelle Wien konnte dies beispielsweise in ihrer Studie von 2003 belegen, als sie den Testpersonen über 24 Wochen lang täglich Nüsse verordnete.
Ein Jahr zuvor zeigte C.M. Alper, dass eine kalorienreduzierte Diät in Verbindung mit Nüssen zu einer schnelleren Gewichtsabnahme führte, als eine an Kalorien verknappte Ernährung ohne Knabbersnacks. Ebenfalls im Jahr 2002 kam Dr. Rui Jiang mit seiner Studie zu dem Ergebnis, dass das Diabetes-Risiko um bis zu 45 Prozent gesenkt werden kann, wenn Nüsse in der täglichen Ernährung eine Rolle spielen.
Aufgrund der positiven Wirkung, die Nüsse auf unsere Gesundheit haben, wurden sie von der "Amerikanischen Diabetes Gesellschaft" (American Diabetes Association) auf ihre Liste der empfohlenen Nahrungsmittel gesetzt.
Nüsse und Nussbutter gehören zu den Proteinlieferanten und stehen damit auf einer Stufe mit Geflügel, Fisch, Hülsenfrüchte, Tofu und Fleisch. Nüsse können daher ohne weiteres als Fleischersatz herhalten. Wenn Sie Nussbutter wie zum Beispiel Erdnussbutter oder Mandelbutter essen wollen, achten Sie beim Einkauf bitte darauf, dass sie kein Palmenöl oder gehärtetes Fett enthalten. Nüsse sind jedoch nicht nur reich an Proteinen und gesunden Fetten, sondern leider naturgemäß auch reich an Kalorien. Für einen erwachsenen Mann sind zwei Handvoll Nüsse vollkommen ausreichend. Wenn wenig Sport getrieben wird, reicht auch eine Handvoll. Letztere Menge können auch Frauen als Richtlinie verwenden. Abhängig von Ihrem Diätplan können Sie jedoch mal mehr oder mal weniger Nüsse essen.
Es gibt viele Möglichkeiten wie Sie Nüsse in Ihren Speiseplan unterbringen können. Einfach als Snack, als Topping für Joghurt, Quark oder Müsli sowie als knusprige Zugabe für Salate, gekochtes Gemüse oder gegrilltes Fleisch.
Auf Grund seines süßen Geschmacks kann Mandelbutter sogar als Dessertersatz in Erwägung gezogen werden, wenn der Heißhunger auf Süßigkeiten wieder einmal zu groß wird.
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