Fettarme Milchprodukte steigern das Risiko auf Morbus Parkinson

Erhöhtes Parkinsonrisiko - Fettarme Milchprodukte als Auslöser im Gespräch

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  • von Paradisi-Redaktion
Ein Milchstrahl schießt in die Milch und formt Ringe (Milch-Splash)

Wer nicht auf Milch und Milchprodukte verzichten und dennoch wenig Fett auf dem Speiseplan haben möchte, greift auf fettarme Marken zurück. So kommen trotzdem genügend Kalzium, Proteine und Vitamine im Körper an. Allerdings, so eine aktuelle Studie, steigt durch fettarme Milchprodukte auch das Parkinson-Risiko.

Morbus Parkinson ist noch nicht komplett erforscht. Bislang weiß man nur, dass Nervenzellen, die wichtig für die Dopamin-Produktion sind, absterben und damit die Hirnchemie aus dem Gleichgewicht bringen. Warum diese Zellen frühzeitig sterben, bleibt aber unklar.

Bislang konzentriert sich die Forschung auf Genussmittel wie Alkohol, Koffein und Nikotin sowie auf Schwermetalle. Doch auch die Ernährung rückt mehr und mehr in den Fokus und Milchprodukte stehen seit einiger Zeit unter Verdacht auf ein erhöhtes Parkinson-Risiko. Eine neue Analyse bestätigt diese Vermutung und grenzt sie auf fettarme Produkte ein.

Kein Grund zur Panik

Die Studie war eine Zusammenfassung der Ergebnisse aus der Nurses' Health Study und der Health Professionals Follow-up Study. Die Teilnehmer waren jeweils für 24 beziehungsweise 26 Jahre untersucht und regelmäßig zu ihren Lebensgewohnheiten befragt worden.

Das Ergebnis: Wer pro Tag mindestens drei fettarme Milchprodukte konsumierte, steigerte das individuelle Parkinson-Risiko um 34 Prozent. Das klingt zunächst schlimm, relativiert sich allerdings schnell, wenn man das Gesamtrisiko betrachtet.

Den hohen fettreduzierten Milchkonsum hatten insgesamt 5.830 Personen angegeben. Von denen erkrankten im Laufe der 24 beziehungsweise 26 Jahre genau 60 an Morbus Parkinson. Das entspricht einem Prozent. Von den 77.864 Teilnehmern mit geringen Konsum (weniger als eine Portion am Tag) waren es 483 Krankheitsfälle, also 0,6 Prozent. Der Unterschied beider Gruppen ist damit zwar eindeutig, doch selbst bei einem hohen Konsum ist das absolute Risiko für jeden einzelnen sehr klein.

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