7. Juli 2010
Als Keime, Keimlinge oder Sprossen bezeichnet man frisch gekeimte Pflanzensamen. Man zieht sie aus Hülsenfrüchten, Kresse oder Getreide.
Bei Keimen, Keimlingen oder Sprossen handelt es sich um frisch gekeimte Pflanzensamen, die man zumeist aus Kresse, Getreide oder Hülsenfrüchten zieht. Man bezeichnet die Sprossen auch als Sprossengemüse. Gezüchtet werden sie in speziellen Gefäßen mit Wasser und Sonnenlicht.
Zu den Pflanzen, die sich für die Aufzucht von Sprossengemüse eignen, gehören Erbsen, Linsen, Reisbohnen, Alfalfa, Azukibohnen und Straucherbsen, die zu den Hülsenfrüchten zählen, Mais, Roggen, Hafer, Gerste und Hirse, die zum Getreide gehören sowie Gartenkresse, Reis, Rettich, Sesam, Sonnenblumenkerne und Senfsamen.
Frische Keimlinge können im Haushalt leicht selbst hergestellt werden. Für die Aufzucht der Sprossen benutzt man lediglich ein simples Einmachgerät. Dieses wird mit einem Stück Mull oder Gaze bespannt. Dabei befestigt man die Gaze oder den Mull mit einem Einmachgummi. Im Handel werden auch spezielle Keimgeräte aus Kunststoff oder Ton angeboten. Diese bieten die Möglichkeit, Sprossen auf mehreren Etagen zu ziehen. Damit die Samen nicht übereinander liegen und noch über genügend Platz zum Quellen und Keimen verfügen, sollte der Boden des Keimgeräts nicht völlig bedeckt werden. Bevor man die Samen in das Einmachgerät legt, ist es ratsam sie mit klarem Wasser abzuspülen. Vor allem bei größeren Samen wird das Einweichen empfohlen. Durch das Einweichen quellen die Samenschalen hervor und können besser auskeimen. Bei ganz kleinen Samen wie Alfalfa ist ein Einweichen hingegen nicht nötig. Wie lange die Einweichzeit dauert, hängt von der Größe der Samenkörner und der Härte der Schale ab. Bei Getreide und Hülsenfrüchten ist die Dauer länger als bei Ölsaaten. In der Regel genügt es aber, die Samen während der Nacht einzuweichen.
Damit der Keimvorgang eingeleitet werden kann, sind Wärme und Feuchtigkeit für die Samen erforderlich. Zu Beginn genügt ein dunkler Ort, der eine Temperatur von 20–21 Grad Celsius aufweist. Nach zwei Tagen benötigen die Keimlinge jedoch Licht, damit sie gut wachsen können. Dies sollte aber kein direktes Sonnenlicht sein. Zudem darf man die Samen nicht zuviel Flüssigkeit aussetzen, da ansonsten die Gefahr von Fäulnis oder der Bildung von Schimmelpilzen besteht. Um Schimmelpilzen entgegenzuwirken, muss man die Samen regelmäßig spülen.
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