Wissenswertes zum "Pseudogetreide" Quinoa

Säcke mit Getreide, Brot, teils geschnitten, Mehl auf Holzbrett

Reich an Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen

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  • von Paradisi-Redaktion

Quinoa findet bei uns noch nicht allzu große Beachtung. Dabei kann dieses Pseudogetreide einiges aufweisen. Man erhält es vor allen Dingen in Bio-Läden und Reformhäusern.

Quinoa kommt ursprünglich aus Südamerika, man kennt es auch unter den Namen Andenreis, Perureis, Spinatreis, Reismelde, Andenhirse oder Inkakorn. Für die Inkas war die Quinoapflanze ein Hauptnahrungsmittel und man sagte ihr eine gesundheitsfördernde Wirkung nach. Man bezeichnet die Pflanze auch als das "Gold der Inkas".

Merkmale der Pflanze

So wie Amaranth ist Quinoa ein Pseudogetreide, denn es bildet stärkehaltige Samen. Quinoa ist aber kein Getreide, botanisch gehört es zur Familie der Gänsefußgewächse. Damit gehört es zur selben Familie wie Spinat oder Rote Bete. Getreidesorten wie Weizen, Hafer oder Roggen gehören zu den Gräsern.

Quinoa ist sehr anspruchslos und robust. Die Pflanze kann bis zu zwei Meter hoch werden und verträgt extreme Witterung genauso gut wie schlechte Böden. Ihre Blätter werden teilweise wie Spinat verarbeitet.

Wertvolle Inhaltsstoffe

Quinoa weist höhere Nährstoffwerte auf, als Getreide. Durch einen hohen Eiweißgehalt gehört Quinoa zu den proteinreichsten Lebensmitteln. Daneben besitzt Quinoa viele Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Die Zusammensetzung der Aminosäuren ist ideal ausgewogen.

Selbst bei einer einseitigen Ernährung mit Quinoa würde der Organismus mit allen lebensnotwendigen Aminosäuren versorgt werden. Herausragend ist auch der hohe Gehalt an Lysin, der so in keiner anderen Pflanze vorkommt.

Da Quinoa kaum Selen enthält, werden manche Produkte mit Lecythismehl angereichert. Dieses wird aus der stark selenhaltigen Paradiesnuss gewonnen, die man botanisch Lecythis minor nennt.

Quinoakorn ist glutenfrei und deshalb auch für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit geeignet. Es soll sogar bei Migräne helfen und Krebs vorbeugen.

In der Schale des Quinokorns sind Saponine enthalten, das sind natürliche Bitterstoffe, die eine blutverdünnende Wirkung haben. Für die Zubereitung von Säuglings- und Kindernahrung ist Quinoa deshalb weniger geeignet.

Im Ursprungsland werden die Schalen manchmal mit mechanischen Methoden entfernt. Es werden auch bitterstoffarme Quinoasorten angeboten.

Zubereitungsmöglichkeiten

Quinoa kocht man wie Reis, allerdings hat es eine wesentlich kürzere Garzeit. Man kocht es mit der doppelten Menge Wasser und etwas Salz, lässt es ungefähr zehn Minuten kochen und dann noch nachquellen.

  • Es passt als Beilage oder aber auch als Zugabe von Suppen und Eintöpfen.
  • Mit Quinoamehl lassen sich herzhafte oder auch süße Aufläufe zaubern.
  • Geschrotetes Quinoa oder auch die Flocken können als Zugabe zu Müsli verwendet werden.

Grundinformationen zu Getreideprodukten

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Brotbacken © Henne-Design - www.fotolia.de

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