9. April 2009
Von Viola Reinhardt
Eier sind schlecht, schaden dem Cholesterin und unterstützen damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Tatsächlich? Eher nicht, denn des Deutschen liebster Bestandteil beim Sonntagsfrühstück enthält viele wertvolle und gesunde Inhaltsstoffe, die es für den Menschen zu einem wichtigen Nahrungsmittel werden lässt.

Lebensmittel unterliegen immer wieder Spekulationen, ob und wie gesund sie denn sind. Eines der am meisten und immer wieder diskutiertesten ist das Hühnerei. Mal kann es krank machen, mal eher gesund, heute eins oder doch lieber sonntags zwei. Diskussion, die allerdings mit den Erkenntnissen der heutigen Ernährungsberater da hin gehen, dass das Ei viele gesunde Inhaltsstoffe aufweist, die dem Menschen bei der Gesunderhaltung eine sinnvolle Unterstützung bieten.
Dass das Ei nicht gerade ein fettarmes Nahrungsmittel ist, weiß man inzwischen, aber das gute daran: Es handelt sich um wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die inzwischen stark probagandiert werden, da sie einen positiven Einfluss auf die Gefäße des Menschen haben. Besieht man sich dagegen Wurst und Co. findet man rasch heraus, dass diese angesichts ihrer gesättigten Fettsäuren wesentlich mehr Schaden im Organismus anrichten.
Eiweiß, als absoluter Baustein des Lebens, ist einer der Hauptbestandteile des Hühnereis und liefert gerade für den Menschen essentielle Aminosäuren, die der Mensch nicht selber herstellen kann. Eiweiß oder Protein wird für die Muskeln, Organe, Zellerneuerung oder auch viele Stoffwechselvorgänge benötigt. Gerade auch für Kinder stellt somit das Eiweiß aus dem Ei einen wichtigen Beitrag in Sachen gesunde Ernährung dar.
Durch den enthaltenen Nährstoffgehalt gehört das Ei zu den Satt- und auch Schlankmachern, denn Eiweiß sättigt sehr gut und hält den Blutzuckerspiegel auch auf einem gesunden Niveau ohne dass man gleich wieder Heißhungeranfälle bekommt. Interessant: Ein Versuch zeigte, dass man mit dem Genuss von Eiern abnehmen kann. Zwei Gruppen Diätwilliger aßen jeweils nur Bagels bzw. Eier zum Frühstück. Sowohl die Eier als auch die Bagels hatten den gleichen Kalorienwert. Ergebnis: Die "Ei-Esser" hatten beim Abnehmen die Nase vorne.
Auch im Vitamingehalt geizt so ein kleines weißes oder braunes Ei nicht und zeigt sich mit den Bestandteilen der "Anti-Aging-Mittel". Vitamin K, A und E, Biotin, sowie Vitamin D und B12 versorgen den Körper auf eine leichte und positive Weise. B12 unter anderem für die Blutbildung zuständig, Vitamin D für starke Knochen oder auch Vitamin A und E als Fänger der Freien Radikale und Zellerneuerer sind im Ei ein unschlagbares Team. Auch Mineralstoffe, wie etwa Eisen oder Zink sind im Hühnerei enthalten und können besonders bei Vegetariern zu einer gesunden Versorgung ohne Mangelerscheinungen führen. Und da behaupte mal einer das Ei sei schädlich für den Menschen.
Übrigens ist einmal in der Woche ein Eigelb im Futter eines Hundes das gesündeste und billigste Fellglanzmittel. So sollte man sich nicht nur selbst regelmäßig ein Ei gönnen, sondern auch dem Hund. Angesichts der zahlreichen Vorteile, kann man also an Ostern das Körbchen mit den gekochten und bemalten Eiern unbesorgt bestücken, denn abgesehen von dem Gesundheitsaspekt wäre so ein Osterkorb im Gras ohne Eier reichlich trist.
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