Allgemeines über Aprikosen - Merkmale, Inhaltsstoffe und Verwendungsmöglichkeiten

Als Aprikosen bezeichnet man süß schmeckende Früchte. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse.

Werden gerne pur gegessen, können aber auch in diversen Desserts Verwendung finden

Die Aprikosen (Prunus armeniaca) zählen zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). In Teilen von Bayern, in Österreich und in Südtirol bezeichnet man sie auch als Marillen.

Merkmale

Die Aprikosen, die mit den Pflaumen verwandt sind und zu den klimakterischen Früchten zählen, wachsen an kleinen bis mittelgroßen Bäumen. Die Blätter sind herzförmig und erreichen eine Breite von ca. acht Zentimetern. Die Farbe der Blüten ist weiß bis rosarot.

Die Aprikosenfrüchte enthalten einen Kern und haben eine gelbe oder orange Farbe. Manchmal kann es sonnenseits auch zur Entstehung einer roten Backe kommen. Die Schale der Früchte, die eine Größe von vier bis acht Zentimetern haben, ist glatt und beinahe haarlos.

Aprikosen von außen und innen

Herkunft

Der Ursprung der Aprikose liegt in Nordchina, in der Nähe der Grenze zu Russland. Dort wurde sie bereits vor 4.000 Jahren angebaut. Durch die Römer und Araber fand die Aprikose schließlich auch den Weg nach Europa. Die Türken legten während ihrer Herrschaft in der ungarischen Tiefebene riesige Aprikosenplantagen an.

In der Gegenwart baut man Aprikosen vor allem in Spanien und Italien an. Außerdem befinden sich Anbaugebiete in Mitteleuropa wie im Vinschgau in Südtirol, in der Wachau in Österreich sowie im Schweizer Kanton Wallis.

Das größte Anbaugebiet der Welt liegt jedoch in der türkischen Provinz Malatya am Euphrat. Von dort stammen 95 Prozent der Aprikosen, die in Europa angeboten werden. In Malatya entsteint man die Aprikosen und trocknet sie als ganze Frucht.

Die Aprikosen gehören zu den Obstsorten, die bereits im Frühjahr angeboten werden. Im Mai kommen die ersten Früchte aus Spanien und Marokko auf den Markt. Die Hochsaison für die Früchte findet in den Monaten Juni und Juli statt. Dann kommt es zu Importen aus der Türkei, Griechenland, Italien und Frankreich.

Ende der Saison ist im August bzw. September. Im Winter werden die Aprikosen vor allem aus Übersee importiert.

Sorten

Zu den zahlreichen Aprikosensorten gehören unter anderem

  • die alexandrinische schwarze Marille
  • die Aprikose von Nancy
  • die Ananas-Marille
  • Bergeron
  • die frühe Rosenmarille
  • Hargrand
  • die große Frühaprikose
  • die Heidesheimer Frühe
  • die Königsaprikose
  • Marena
  • die Mombacher Frühe
  • die ungarische Beste
  • Luizet
  • Kuresia
  • die Niedersulzer Pfirsichmarille
  • Temperao de Vila Franca
  • die Wachauer Marille
  • die Vinschger Marille

Aprikosenstein und Aprikosenkern

In dem Aprikosenstein befindet sich der Aprikosensamen (Aprikosenkern), den man zum Beispiel für die Herstellung von Amaretto verwendet.

Da sich in dem Samen jedoch rund acht Prozent blausäureabspaltendes Amygdalin befindet, ist er giftig. Aus diesem Grund wird empfohlen, nicht mehr als ein bis zwei der bitteren Aprikosenkerne am Tag zu verzehren.

Bei einigen türkischen Aprikosensorten haben die Kerne auch einen süßen, mandelähnlichen Geschmack.

Inhaltsstoffe und Gesundheitswert

Aprikosen schmecken süß und sind kalorienarm. Sie enthalten reichlich Carotin, die Vorstufe von Vitamin A, das man auch als Provitamin A bezeichnet. Bereits bei einer Aprikosenmenge von 200 Gramm wird der tägliche Bedarf an Vitamin A gedeckt.

Darüber hinaus befinden sich in der Aprikose

Getrocknete Aprikosen

Im Gegensatz zu frischen Aprikosen sind getrocknete Aprikosen kalorienhaltiger, verfügen dafür aber über mehr Mineralstoffe. Außerdem haben sie eine leicht abführende Wirkung.

Getrocknete Aprikosen und Nüsse
Getrocknete Aprikosen sind ein gesunder, aber auch kalorienreicher Snack

Verwendung von Aprikosen in der Küche

Aprikosen werden vor allem frisch und roh verzehrt. Sie lassen sich aber auch für bestimmte Speisen verwenden.

Tipps zum Kauf und zur Lagerung

Damit die Aprikosen ihren vollen Geschmack entfalten können, ist es ratsam, sie möglichst reif zu kaufen. Man kann reife Aprikosen an ihrer goldgelben Farbe erkennen. Außerdem duftet die Aprikose süß, ihr Fruchtfleisch ist druckempfindlich und ziemlich weich. Zudem lässt sich der Kern leicht herauslösen.

Sind die Aprikosen noch nicht ganz reif, lässt man sie am besten bei Zimmertemperatur noch ein bis zwei Tage nachreifen. Im Kühlschrank sind sie rund eine Woche lang haltbar.

Verwendungsmöglichkeiten

Am besten schmecken Aprikosen frisch und roh. Sie können aber auch eingefroren und später verwendet werden. Zudem lässt sich aus ihnen

machen. In Österreich benutzt man die Marillen für zahlreiche Süßspeisen wie

  • Marillenknödel.

Marillenmarmelade ist wiederum eine wichtige Zutat für die berühmte

Darüber hinaus gehören Aprikosen zu den Hauptbestandteilen der Wiener Wäschermädel, einer warmen Mehlspeise. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch Marillenessig und Marillenschnaps.

Rezept für Aprikosencreme

Zutaten

  • 1 Dose Aprikosen
  • 100 g frische Aprikosen
  • 250 g Quark (für Kalorienbewusste Magerquark)
  • 1 Packung Puddingpulver (Vanille)
  • 2 TL Vanillezucker und zu guter Letzt noch
  • 200 g Sahne.

Zubereitung

Den Saft der Aprikosen (Dose) aufheben. Pürieren Sie ca. 3/4 der Aprikosen (aus der Dose und frische zusammen gezählt) und würfeln Sie den Rest. Von dem aufgefangenen Aprikosensaft müssen etwa 250 ml aufgekocht werden. Nehmen Sie von dem Saft aber zuvor 6 EL und rühren damit das Puddingpulver glatt. Dazu geben Sie den Vanillezucker.

Ist der Aprikosensaft erhitzt, wird der zuvor vermischte Vanillepudding mit einem Schneebesen dazu gegeben und alles zusammen noch etwas kochen gelassen. Anschließend die Masse abkühlen lassen.

Die pürierten Aprikosen und den Quark nun mit der Masse vermischen. Jetzt fehlt nur noch die Sahne. Diese wird zunächst steif geschlagen und anschließend ebenfalls unter die Masse gegeben. Die gewürfelten Aprikosenstücke dienen zur Verzierung.

Wird die Aprikosencreme nicht sofort verzehrt, sollte sie im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Rezept für Aprikoseneis

Für die heißen Tage im Jahr eignet sich selbstgemachtes Aprikoseneis. So verwöhnt man nicht nur seinen eigenen Gaumen, sondern kann die Gäste auch noch beeindrucken, wenn man ihnen solch einen Nachtisch serviert. Einziger Nachteil ist, dass man zur Zubereitung eine Eismaschine benötigt.

Zutaten

  • 300 g frische Aprikosen
  • ca. 70 g Zucker
  • 200 ml Milch
  • 100 g Sahne
  • 1 Eigelb und nach Belieben
  • 10 g gehackte Pistazien

Zubereitung

Zu Beginn müssen erst einmal die Aprikosen geschält und entkernt werden. Eine Aprikose in so kleine Würfel wie möglich hacken. Den Rest der Aprikosen gemeinsam mit dem Zucker und der Milch pürieren.

Nun zunächst die Sahne mit dem Eigelb verquirlen und dann zu der Aprikosenmasse geben. Die fertige Masse für ca. 15 bis 20 Minuten im Gefrierfach kühlstellen und anschließend noch mal gut durchrühren (Mixer). Nun die Aprikosenwürfel unter die Masse heben und alles in eine Eismaschine geben.

Das Eis braucht zwischen 30 und 40 Minuten bis es fertig ist. Die Zubereitungszeit kann je nach Maschine variieren. Das fertige Eis dann nach Belieben mit Pistazien bestreuen und wer möchte kann das Eis auch noch mit Aprikosen Stücken, Spalten etc. verzieren.

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Quellenangaben
  • apricot © M.studio - www.fotolia.de
  • apricot © Tein - www.fotolia.de
  • Dried apricots and walnuts © Galaiko Sergey - www.fotolia.de
  • Grandmother And Granddaughter Baking In Kitchen © Monkey Business - www.fotolia.de
  • marmellata © Anna Khomulo - www.fotolia.de
  • Hard spirit on bar counter © Jag_cz - www.fotolia.de

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