23. Juni 2010
Als Aprikosen bezeichnet man süß schmeckende Früchte. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse.
Die Aprikosen (Prunus armeniaca) zählen zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). In Teilen von Bayern, in Österreich und in Südtirol bezeichnet man sie auch als Marillen.
Die Aprikosen, die mit den Pflaumen verwandt sind und zu den klimakterischen Früchten zählen, wachsen an kleinen bis mittelgroßen Bäumen. Die Blätter sind herzförmig und erreichen eine Breite von ca. acht Zentimetern. Die Farbe der Blüten ist weiß bis rosarot. Die Aprikosenfrüchte enthalten einen Kern und haben eine gelbe oder orange Farbe. Manchmal kann es sonnenseits auch zur Entstehung einer roten Backe kommen. Die Schale der Früchte, die eine Größe von vier bis acht Zentimetern haben, ist glatt und beinahe haarlos.
Der Ursprung der Aprikose liegt in Nordchina, in der Nähe der Grenze zu Russland. Dort wurde sie bereits vor 4000 Jahren angebaut. Durch die Römer und Araber fand die Aprikose schließlich auch den Weg nach Europa. Die Türken legten während ihrer Herrschaft in der ungarischen Tiefebene riesige Aprikosenplantagen an. In der Gegenwart baut man Aprikosen vor allem in Spanien und Italien an. Außerdem befinden sich Anbaugebiete in Mitteleuropa wie im Vinschgau in Südtirol, in der Wachau in Österreich sowie im Schweizer Kanton Wallis. Das größte Anbaugebiet der Welt liegt jedoch in der türkischen Provinz Malatya am Euphrat. Von dort stammen 95 Prozent der Aprikosen, die in Europa angeboten werden. In Malatya entsteint man die Aprikosen und trocknet sie als ganze Frucht.
Die Aprikosen gehören zu den Obstsorten, die bereits im Frühjahr angeboten werden. Im Mai kommen die ersten Früchte aus Spanien und Marokko auf den Markt. Die Hochsaison für die Früchte findet in den Monaten Juni und Juli statt. Dann kommt es zu Importen aus der Türkei, Griechenland, Italien und Frankreich. Ende der Saison ist im August bzw. September. Im Winter werden die Aprikosen vor allem aus Übersee importiert.
Zu den zahlreichen Aprikosensorten gehören u.a. die alexandrinische schwarze Marille, die Aprikose von Nancy, die Ananas-Marille, Bergeron, die frühe Rosenmarille, Hargrand, die große Frühaprikose, die Heidesheimer Frühe, die Königsaprikose, Marena, die Mombacher Frühe, die ungarische Beste, Luizet, Kuresia, die Niedersulzer Pfirsichmarille, Temperao de Vila Franca sowie die Wachauer Marille und die Vinschger Marille.
In dem Aprikosenstein befindet sich der Aprikosensamen, den man z.B. für die Herstellung von Amaretto verwendet. Da sich in dem Samen jedoch rund acht Prozent blausäureabspaltendes Amygdalin befindet, ist er giftig. Aus diesem Grund wird empfohlen, nicht mehr als ein bis zwei der bitteren Aprikosenkerne am Tag zu verzehren. Bei einigen türkischen Aprikosensorten haben die Kerne auch einen süßen, mandelähnlichen Geschmack.
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